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Trennungsunterhalt bei privatem Vermögen

| 03.03.2015 10:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zur Berechnung des unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens bei Vermögen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich lebe seit einem Jahr seit einem Jahr von meiner Frau getrennt. Wir sind beide Rentner. Ich beziehe eine Rente von 1160 € netto und meine Frau in Höhe von 785 €.
Seit diesem Jahr gilt ja der neue Selbstbehalt in Höhe von 1200 € . Somit bräuchte ich meiner Frau also keinen Trennungsunterhalt mehr zahlen.
Ich habe ihr freiwillig seit unserer Trennung monatlich 185 € (gemäß unser unterschiedlichen Renteneinkünfte) gezahlt aus folgendem Grund: Ich habe ein privates Vermögen von derzeit ca. 90.000 € und meine Frau eines in Höhe von etwa 48.000 €.
Meine Frage hierzu, wie ist die Rechtslage in diesem Fall für die konkrete Berechnung des zu zahlenden Trennungsunterhaltes?
Mein derzeitiges Vermögen wird sich jährlich um etwa 8.000 € verringern, das meiner Frau vermutlich konstant bleiben.

Mit freundlichem Gruß
Ein Ratsuchender

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Üblicherweise muss bei einer Unterhaltsverpflichtung der Unterhaltspflichtige einen Verbrauch seines Vermögens für Unterhaltszahlungen nicht hinnehmen. Nur die Zinsen, die Sie durch Ihr Vermögen erzielen, müssen dem monatlichen Renteneinkommen hinzugerechnet werden.

Allerdings sind auch bei der Ehefrau die Zinsen, die sie aus ihrem Vermögen erzielt, dem Einkommen hinzuzurechnen.


Je nachdem, wie hoch die Erträge sind, könnte sich hier eine geringe Unterhaltspflicht ergeben, weil Sie unter Berücksichtigung der Zinsen mit Ihrem Gesamteinkommen möglichweise etwas über dem Selbstbehalt liegen. Der Betrag von 1200 € muss Ihnen allerdings stets verbleiben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


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Bewertung des Fragestellers 03.03.2015 | 10:41

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