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Testament/Erbe


| 13.12.2010 10:30 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Mein Mann und ich sind in 2. Ehe verheiratet. Jeder hat 2 Kinder in die Ehe gebracht, gemeinsam haben wir noch ein 5. Kind. Nun sind wir am überlegen, wie wir den Überlebenden von uns beiden am besten davor schützen, nicht aus dem Haus ziehen zu müssen, um die jeweiligen Stiefkinder auszahlen zu müssen.
1. Frage: Ist das Erbe an die Stiefkinder sofort nach dem Tode ihres leiblichen Elternteils auszuzahlen oder kann man sich absichern, erst nach unser beider Ableben das Erbe auszuzahlen?
2. Frage: Kann man unsere Ausgaben für die übertrieben langen Studienzeiten, die wir ihnen finanziert haben, mit in das Erbe einfließen lassen?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

je nach Alter der Kinder könnten Sie einen Erbvertrag in Betracht ziehen, worin sich die Kinder verpflichten auf ihre Pflichtteilsansprüche beim Tod des Erstversterbenen zu verzichten und Sie und Ihr Mann, nach dem Tod des Letztversterbenen alle Kinder zu gleichen Teilen als Erben einsetzen.

Eine zweite Möglichkeit ist, ein gemeinsames Testament zusammmen mit Ihrem Mann aufzusetzen indem Sie sich gegenseitig als Alleinerben und die Kinder als Schlusserben einsetzen. Dies zusammen mit der Klausel, dass wenn eines der Kinder Pflichtteilsansprüche geltend macht, dieses nicht mehr Schlusserbe wird.

Als Dritte Möglichkeit können Sie sich gegenseitig als befreiter Vorerbe und die Kinder zu gleichen Teilen als Nacherben einsetzen. Aber auch hier besteht die Gefahr, dass eines der Kinder Pflichteilsansprüche geltend macht.

Eine Sicherheit, dass keine Pflichtteilsansprüche geltend gemacht werden, haben Sie nur, wenn die Kinder sich in einem Erbvertrag dazu verpflichten. Der Erbvertrag muss vor dem Notar abgeschlossen werden; § 2276 BGB.

Grundsätzlich wird der Pflichtteilsanspruch sofort fällig. Der Erbe hat jedoch die Möglichkeit der Stundung, wenn die Voraussetzungen des § 2331a BGB vorliegen. Danach kann der Erbe die Stundung des Pflichtteils verlangen, wenn die sofortige Erfüllung des gesamten Anspruchs für den Erben wegen der Art der Nachlassgegenstände eine unbillige Härte wäre, insbesondere wenn sie ihn zur Aufgabe des Familienheims oder zur Veräußerung eines Wirtschaftsguts zwingen würde, das für den Erben und seine Familie die wirtschaftliche Lebensgrundlage bildet. Die Interessen des Pflichtteilsberechtigten sind angemessen zu berücksichtigen.

Gemäß § 2315 BGB hat sich der Pflichtteilsberechtigte auf den Pflichtteil anrechnen zu lassen, was ihm von dem Erblasser durch Rechtsgeschäft unter Lebenden mit der Bestimmung zugewendet worden ist, dass es auf den Pflichtteil angerechnet werden soll.

Einen Ausgleichsanspruch für Aufwendungen für die Berufsausbildung ohne vorheriger Bestimmung der Anrechnung, die über das übliche Maß gehen, besteht gem. § 2050 BGB nur im Falle der gesetzlichen Erbfolge oder der Einsetzung die der gesetzlichen entspricht.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Bewertung des Fragestellers 13.12.2010 | 12:04


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