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ERBE mit Testament

| 01.07.2015 14:09 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrter Herr Anwalt,

meine verwitwete Mutter hat folgendes in Ihrem Testament 2001 verfügt:

als ERBEN setze ich ein

--- meine Tochter A zu 1/3 (verwitwet, ohne Kinder - 2012 verstorben)

--- meine Tochter M zu 1/3

--- meinen Enkel O zu 1/6

--- meinen Enkel J zu 1/6

Es sind kein Haus oder Grundstücke vorhanden, kein Auto oder sonstiges, sondern "nur" Investments und ein Girokonto (also "Gelderbe").

F R A G E :

--- Wer erbt wieviel?

Freundliche Grüsse

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst ist zu unterstellen, dass das Testament wirksam ist.

Dann wäre durch Auslegung zu ermitteln, was Ihre Mutter für den Fall, dass die Tochter A zum Zeitpunkt ihres Versterbens nicht mehr lebt, gewollt hat oder gewollt hätte. Ihre Mutter hätte für diesen Fall beispielsweise einen Ersatzerben benennen können.

Lässt sich durch Auslegung kein eindeutiges Ergebnis ermitteln, was Ihre Mutter für diesen Fall gewollt hat, so wäre grundsätzlich die Auslegungsregel des § 2069 BGB heranzuziehen, wonach die Abkömmlinge der Tochter A Erben werden würden.

Da Tochter A aber keine Abkömmlinge hat, greift § 2094 BGB ein. Nach dessen Abs. 1 wächst der Erbteil der vorverstorbenen Tochter grundsätzlich den übrigen eingesetzten Erben nach dem Verhältnis ihrer Erbteile an, wenn die Mutter nicht die Anwachsung ausgeschlossen hat, vgl. Abs. 3.

D.h., dass der Erbteil der Tochter M um ½ des freigewordenen 1/3 anwächst, also um 1/6. Somit beträgt der gesamte Erbteil der Tochter M ½.

Die Erbteile der beiden Onkel wachsen jeweils um ¼ des freigewordenen 1/3 an, also um ein 1/12. Die Erbteile der beiden Onkel betragen damit jeweils ¼.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2015 | 15:33

Sehr geehrter Herr Anwalt,

vielen Dank für Ihre einfache Erklärung!
Eine Anwachsung des Erbes war nicht ausgeschlossen.

Ich fasse hier zusammen:

--- Tochter M erhält also vom ERBE 1/2

--- Enkel O erhält 1/4

--- Enkel J erhält 1/4 ?

Ich erbitte nochmals um eine kurze Rückmeldung -
vielen Dank!

Freundliche Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.07.2015 | 15:40

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn keine Anhaltspunkte dafür vorhanden sind, dass Ihre Mutter etwas anderes gewollt hätte, dann ist dies das Ergebnis, ja.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Ivo Glemser

Bewertung des Fragestellers 01.07.2015 | 15:56

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 01.07.2015 5/5,0
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