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Telefonische Bestellung


11.07.2006 22:27 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Folgendes Problem gibt es: Ich habe telefonisch ca. 5 Tage vor Reiseantritt bei dem Geschäftsführer des Hotels, wo wir für 5 Tage bleiben wollten, rote langstielige Rosen bestellt. Das Hotel befindet sich in Deutschland. Auf meine Frage, ob die Rosen pro Stück 3 Euro kosten, sagte der Geschäftsführer "nein, so teuer ist das nicht". Für eventuelle Probleme hinterließ ich meine Handy-Nummer.
Die Rosen waren auch da, leider waren von diesen 27 Rosen bereits einen Tag später etwa 20 schon verwelkt, sodaß wir sie wegschmeißen mußten (wir haben das aber leider nicht reklamiert!). Bei Abreise wurde nun aber doch ein Stückpreis von 3 Euro in Rechnung gestellt, obwohl meiner Meinung nach dieser Preis nicht vereinbart war (und auch in keiner Weise berechtigt war bei dieser Qualität).
Meine Frage nun: wie ist die Rechtslage in diesem Fall. Darf das Hotel trotzdem diesen hohen Stückpreis in Rechnung stellen? Wir schenken jedes Jahr zu diesem Geburtstag Rosen, die aber noch nie so teuer waren (normal ist ein Stückpreis in dieser Jahreszeit von ca. 1,50). Haben wir die Rosen zu spät reklamiert? Oder gilt eine Reklamation auch später noch?

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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst gilt der vereinbarte Preis, soweit eine solche Vereinbarung vorliegt. Daher müssten die Rosen zumindest billiger als 3 EUR pro Stück kosten. Allerdings werden Sie Schwierigkeiten haben, die Aussage des Geschäftsführers am Telefon zu beweisen.

Soweit keine ausdrückliche Vereinbarung vorliegt, ist zu fragen, welchen Preis die Parteien vereinbart hätten, wenn sie diesen Punkt geregelt hätten. Anknüpfungspunkt dabei ist der übliche Preis für Leistungen dieser Art.

Es ist also zu fragen, was dieser Service in anderen Hotels mit einem vergleichbaren Leistungsangebot kostet. Dieser dürfte sich von Preisen in einem Blumenladen unterscheiden.
Ob 3 EUR in diesem konkreten Fall angemessen sind, vermag ich nicht zu beurteilen.

Des Weiteren dürften die gelieferten Rosen mangelhaft gewesen sein, da der größte Teil von ihnen bereits nach einem Tag verwelkt ist. Daher stünde Ihnen ein Recht auf Minderung des Kaufpreises zu. Dazu hätten Sie den Verkäufer aber zunächst zur Nacherfüllung auffordern müssen im Rahmen einer Reklamation. Da Sie davon keinen Gebrauch gemacht haben, steht Ihnen ein Minderungsrecht nun nicht mehr zu.

Sie können die Bezahlung der Rechnung also nur insoweit verweigern, als die Bestellung von Rosen in anderen vergleichbaren Hotels billiger zu haben ist.

Mit freundlichen Grüßen

Kamil Gwozdz
Rechtsanwalt
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