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Verbindlichkeit einer Preis-Vereinbarung

25.05.2014 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Eine getroffenen Vereinbarung über den Preis ist verbindlich.

Ich will einen Heizkörper in der Garage neu installieren.

Ein Bekannter von mir hilft mir dabei. Bei der Besorgung von Materialien (Kupferrohre, Rohrschellen, Isolierung, Befestigungen ...) kommt es zu der Vereinbarung, dass er Materialien nicht im Baumarkt, sondern bei seinem Freund, der Meister und Inhaber einer Heizungsbaufirma ist, zum Händlerpreis, besorgen. Mein Bekannt wird alle vorbereitende Arbeiten wie Absägen nach Masse, Bohren, Befestigen, erledigen, der Meister muss nur kurz vorbei kommen und anschließen und in Betrieb nehmen.

Mein Bekannter war zusammen mit dem Meister beim Händler, um die Materialien abzuholen. Bei der Bezahlung kam es zu einer Vereinbarung mit dem Meister: da der Meister dem Händler üblicherweise erst am Ende eines Monats alle Einkäufe zusammen zahlt, dann muss mein Bekannter jetzt beim Abholen nichts zahlen, sondern erst später, nachdem er die Monatsrechnung von Händler bekommt.

Nachdem der Meister bei mir war und die Arbeit wie gewünscht erledigte, bekomme ich eine Rechnung von dem Meister, in der nicht nur Kosten für Arbeit, sondern auch für Materialien angegeben werden. Während die Kosten für Arbeit im normalen Rahmen liegen, sind die Kosten für Materialien zu hoch ca. 300,- Euro (höher als die, die ich selbst im Baumarkt, ca. 100,- Euro, zu zahlen hätte) angesetzt

D.h.: zwei Überraschungen habe ich jetzt: ich bekomme die Material-Rechnung nicht von Großhändler, sondern von dem Meister, und zweitens diese Materialkosten sind viel zu hoch; sie sind nicht der Händlerverkaufpreis wie vereinbart.

Meine Frage: muss ich dem Meister neben seine Arbeitkosten auch die von ihm verlangten Materialkosten zahlen, oder kann ich auf die Vereinbarungen hinweisen und von ihm verlangen, die Großhändlerrechnung vorzulegen, oder zumindest die Großhändlerpreise für die gekauften Waren anzugeben.

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen und wie gewünscht mit geringster Detailtiefe wie folgt beantworten:


Wenn Sie im Vorfeld mit dem Meister eine Absprache getroffen haben, dass Sie die Ware zum Händlereinkaufspreis erhalten, ist Ihr Vertragspartner daran gebunden.

Sie sollten den Meister darauf hinweisen und eine Korrektur der Rechnung verlangen.

Sollte eine einvernehmliche Regelung scheitern, müsste der Gegner seine Rechnung einklagen. Sie könnten dann im Prozess Ihren Bekannten als Zeugen für die getroffene Vereinbarung benennen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 25.05.2014 | 11:43

herzlichen Dank für Ihre Antwort.Sie hat mir viel geholfen. Erlauben Sie mir bitte dennoch eine Nachfrage:

Die Vereinbarungen sowie das Abholen von Materialien bei Händler hat mein Bekannter selbsttätig/eigenständig mit dem Meister vollzogen. Ich selbst war nicht dabei. Ich habe den Meister erstmalig später bei mir in der Garage während der Arbeit getroffen.

Der Meister hat mir zuletzt die 2. Mahnung geschickt mit der Einklage-Drohung. Daraufhin habe ich ihm unter Hinweis auf getroffenen Vereinbarungen mit meinem Bekannten schriftlich Widerspruch eingelegt und eine Händlerrechnung für Materialien verlangt Wäre es genau so gut wie ein Verlangen nach der Korrektur? Und wie wahrscheinlich bekomme ich Recht im Falle des Prozesses oder wie müsster der/die Richter(in) entscheiden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.05.2014 | 11:53

Sehr geehrter Fragesteller,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Wenn Ihr Bekannter in Ihrem Auftrag mit dem Meister verhandelt hat, dürfte er als Ihr Stellvertreter gehandelt haben. Die Vereinbarung ist dann zwischen Ihnen (dem Vertretenen) und dem Meister zustande gekommen und Sie haben sogar einen Zeugen, nämlich Ihren Bekannten. Dadurch sind Ihre Aussichten in einem Prozess recht gut.

Ihr Widerspruch gegen die Rechnung dürfte reichen. Es geht nur darum klarzustellen, dass die Rechnung nicht bezahlt wird, weil der abgerechnete Betrag nicht der vorherigen (über Ihren Bekannten getroffenen) Absprache entspricht.

Sollten Sie Post vom Gericht erhalten, empfehle ich Ihnen, möglichst umgehend einen Anwalt einzuschalten, weil mit der Zustellung einer Klage Fristen zu beachten sind.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

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