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Bestellung bei Tchibo / Katalogpreis geringer als Preis in der Rechnung

11.02.2008 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Guten Abend
Als Gelegenheitskunde der Fa. Tchibo haben wir Bestellmagazine mit Warenangeboten erhalten. Aus einem dieser Kataloge wählten wir eine erzgeb. Pyramide (€ 79,90) und zwei erzgeb. Spieluhren (a € 29,90) aus. Die Ware wurde Anfang November mit der von Tchibo gestellten Bestelliste bestellt, die Katalogpreise wurden von uns entsprechend eingesetzt. Ein oftmals üblicher Hinweis wie "... für Irrtum oder Druckfehler entfällt die Haftung... o. ä. fehlt im Katalog vollkommen.
Am 06.11.07 kam eine mail von Tchibo mit dem Status, die Sendung habe das Logistikzentrum verlassen. Ein Hinweis auf fehlerhafte Preise oder sonstige Probleme fehlte.
Mit der Sendung ging die Rechnung ein. Für die Spieluhren wurde dabei ohne besonderen Hinweis oder eine Information der Stückpreis auf € 99,00 erhöht. Wir haben den im Katalog geforderten und in die Bestelliste eingesetzten Preis von 29,90 pro Stück und den veranschlagten Preis von € 79,90 für die Pyramide am 09.11.08 überwiesen.
Am 12.11. 2007 teilte uns dann Tchibo per mail mit, dass "leider ... ein falscher Preis von 29,90 angegeben ... wurde. Sie boten einen Nachlaß von € 30 pro Spieluhr an oder aber eine Rücknahme.
Wir haben beides abgelehnt, da wir der Meinung sind, Tchibo hätte uns vor Sendung der Ware und vor dem Ausstellen der Rechnung von dem Fehler in Kenntnis setzen müssen und entsprechende Minderung des Preises oder den Rücktritt der von uns durch Auslösung der Bestellung bekundeten Kaufabsicht anbieten müssen.
Eine Abholung der ungebrauchten Ware von uns zu Hause in Originalverpackung abzüglich € 20.- Minderung für unsere Auslagen (Schriftstücke inkl. Einschreibgebühren "Übergabeeinschreiben") entsprechend unserem Vorschlag vom 08.01.08 wurde von Tchibo nicht anerkannt, lediglich eine Rücksendung durch uns (unfrei)wegen "... nicht gewohnter Tchiboqualität ... " und Gutschrift des Kaufpreises auf unser Kundenkonto wurden angeboten.
Dies wollen wir nicht. Letztmalig haben wir uns dazu am 21.01. 2008 geäußert mit dem Hinweis, dass es sich nicht um eine Beanstandung der Qualität, sondern die Beanstandung des angebotenen und aus unserer Sicht auch vereinbarten Preises handelt. Von Tchibo kamen daraufhin bis heute zwei weitere Mahnungen, einmal mit Mahngebühren und der Androhung weiterer Schritte durch die Tchiborechtsabteiling, zum letzten Mal wieder mit weiteren Mahngebühren und der Androhung, nun die Angelegenheit einem Inkassobüro zu übergeben, welches gerichtliche Schritte einleiten wird.

Können Sie uns bitte raten, wie wir uns rechtlich sicher in dieser Situation zu verhalten haben?

Sehr geehrter Fragender,

es handelt sich bei dem Angebot im Katalog um eine so genannte invitatio ad offerendum, d.h. eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes durch den potentiellen Käufer.

Sie haben daher kein Anrecht auf den ausgezeichneten Preis.
Die Firma hätte sie auch nicht vorher informieren müssen bzw. einen Hinweis auf "Irrtum" etc. geben müssen - es gelten die gesetzlichen Grundsätze.

Daher hat die Firma auch richtig gehandelt, indem sie Ihnen - aus Kulanz - einen Preisnachlass gab oder aber den Rücktritt anbat.

Ggf. können Sie jedoch Auslagenersatz verlangen, jedoch nur wenn diese notwendig waren.

Allerdings hat Ihnen die Firma auch - richtig - die Rücksendung auf deren Kosten angeboten.

Ich bedaure, Ihnen mitzuteilen, dass die Firma leider rechtlich recht hatte und hoffe, ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter





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