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Teilungsversteigerung


26.11.2007 16:19 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht




Hallo,

zusätzlich zu meiner Frage vom 02.11.07 habe ich zu diesem Thema
noch eine Frage.
Es geht um das Einfamilienhaus nach meiner Ehescheidung.
Im Grundbuch sind beide Ehepartner zu je 50 % eingetrragen.

Um das Haus ganz erwerben zu können, habe ich beim Amtsgericht
eine Teilungsversteigerung beantragt.


Die Fakten sind wie folgt :

Verkehrswert : 105 000 €
Grundbuchrechte : Abt. III, 1 92 000 Grundschuld
Andere Rechte : nein

Die Grundschuld ist durch Ablösen von der Bank auf meine Eltern übergegangen. Das Amtsgericht hat meinen Eltern dieses
Recht III, 1 bestätigt. Die Grundschuld für meinen Hausteil
habe ich an meine Eltern abgezahlt.
Meine Exfrau hat nichts abgezahlt. Ihr Schulden aus der Grundschuld betragen aktuell 60 000 €.

Die Ehe wurde 1993 geschieden. Zur Zeit wohne ich in dem Haus.

Nach Rücksprache mit dem Amtsgericht sagte man mir, das Gericht
interessiere sich beim Versteigerungstermin nicht dafür, wer was abgezahlt habe. Vielmehr gehe man im Termin von der eingetragenen Grundschuld , Recht III,1 , in Höhe von 92 000 €
aus. Das Meistgebot in Bar werde dadurch vermutlich gering aus-
fallen.


Jetzt meine Frage :

Wenn ich mit einem Meistgebot von 55 000 € den Zuschlag erhalte,
wie sieht dann später beim Verteilungstermin die gesetzlich
korrekte Geldaufteilung aus ?



Vielen Dank vorab für die gewünschte Antwort









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Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Die Ansicht des Amtsgerichtes ist richtig.
Die Verteilung des Versteigerungserlöses beschränkt sich in der Teilungsversteigerung auf die Begleichung der Verfahrenskosten (§ 109 I ZVG) und Verteilung des Überschusses auf die durch Zahlung zu deckenden Rechte Dritter, die nach § 10 ZVG Anspruch auf Befriedigung aus dem Grundstück haben (§109 II ZVG). Der den bisherigen Grundstückseigentümern zufallende Erlösüberschuss bleibt unverteilt, es sei denn alle Teilhaber geben eine übereinstimmende Erklärung hinsichtlich der Auszahlung ab.
Wenn ich Sie verstehe, lastet noch auf dem ganzen Grundstück eine valutiertes Darlehen bzw. Grundschuld in Höhe von 62.000,-- EUR, so dass bei der Abgabe eines Gebotes von 55000,-- EUR und nicht Bestehenbleiben der eingetragenen Grundschuld ein Übererlös an Sie bzw. Ihre geschiedene Ehefrau zu verteilen sein wird.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.


Mit besten Grüßen

RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht


www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!
Falls ich Sie mißverstanden

Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2007 | 13:21


Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Hermes,

meine Frage haben Sie nicht korrekt beantwortet. Ich weiß
natürlich, dass der Erlös zwischen mir und meiner Exfrau
aufgeteilt wird. Ich möchte wissen, in welche Einzelbeträge.

Das valutierte Darlehen aus der Grundschuld beträgt 62 000 €.
Bei Zuschlag zahle ich das Meistgebot von 55 000 € und zahle
auch das valutierte Darlehen von 62 000 €, um die Grundschuld
abzulösen. Mir geht es darum, zu wissen, ob ich die 55 000 €
alleine erhalte, weil meine Exfrau die Schulden aus dem valutierten Darlehen von 62 000 € hatte.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2007 | 14:33

Vielen Dank für Ihre Nachfrage. Ihre Frage habe ich korrekt beantwortet. Zur Klarstellung nochmals: Wenn Sie als bisheriger Miteigentümer das Grundstück ersteigern, besteht häufig die falsche Vorstellung, dass Sie den auf sich entfallenden Erlösanteil im Verteilungstermin nicht zu zahlen brauchen. Dies ist falsch, weil der gesamt Übererlös allen bisherigen Miteigentümern gemeinsam zusteht und eine Aufteilung in bestimmte Erlösanteile für die einzelnen Miteigentümer nur mit ausdrücklicher Zustimmung aller Miteigentümer möglich ist. Rein rechnerisch stehen Ihnen aber Ausgleichsansprüche in Höhe von 89500,-- EUR abzüglich der Verfahrenkosten, die sich aus dem für Ihre Frau valutierten Darlehen in Höhe von 62000,-- und der Hälfte des Meistgebotes zusammensetzen; de facto steht Ihrer Frau somit kein Übererlös zu, sondern Ihnen die 55.000,-- EUR.

Mit besten Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 26.11.2007 | 21:27

Entschuldigen Sie, hier wurden wichtige Worte vergessen. Es muss heissen: Wenn ich Sie richtig verstehe, lastet noch auf dem ganzen Grundstück ein valutiertes Darlehen bzw. Grundschuld in Höhe von 62.000,-- EUR, so dass bei der Abgabe eines Gebotes von 55000,-- EUR und nicht Bestehenbleiben der eingetragenen Grundschuld ein Übererlös an Sie bzw. Ihre geschiedene Ehefrau nicht zu verteilen sein wird.
Ergänzung vom Anwalt 27.11.2007 | 23:15

Zur weiteren Ergänzung: Im Verteilungstermin steht Ihnen ein Anspruch gemäß hälftigem Miteigentumsanteil rein rechnerisch in Höhe von 27500,-- EUR zu.
Diese Materie ist sehr komplex, falls Sie Rückfragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
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