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Strafanzeige gegen Klägerin

| 29.07.2018 12:51 |
Preis: 60,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Strafverfahren und Vergleich

In einem Honorarstreit mit einer Anwältin, die in einer Scheidungssache für mich tätig war, kam es zu einem Termin vor dem Landgericht, der mit einem Vergleich endete. Es ging darum, dass die Anwältin (Klägerin) ab mitte des Verfahrens praktisch nicht mehtr für mich tätig war. Der Termin endete in einem Vergleich ohne Beweisaufnahme, nachdem die Richterin klarmachte, dass eine Weiterführung des Verfahrens für mich sehr kostspielig sein würde.

In ihrem Schriftsatz log die Anwältin derart, dass einem die Luft wegblieb. Auf meiner Seite konnte ich die unterlassene Tätigkeit dagegen lückenlos (e-mails, Schriftwechsel, Zeugenaussagen) beweisen.

Ist die Tatsache, dass eine Anwältin das Gericht nach Strich und Faden belog, ein ausreichender Grund, eine Strafanzeige zu stellen? Ist sie erfolgversprechend? Dass dies keinen Einfluß auf den Vergleich hat, ist mir klar.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie hätten im Zivilstreit Unrichtigkeiten aufklären müssen und sollen. Worauf Sie strafrechtlich hinauswollen, wäre der Tatbestand des Prozessbetruges. Da Sie sich jedoch geeinigt haben und einen Vergleich geschlossen haben, würde das sich nur auswirken, wenn sich dadurch Ihre Vergleichsausgangssituation geändert hätte, also z.B. von ganz aussichtslos auf Gewinn und Sie dann den Vergleich nicht oder nicht so geschlossen hätten. Wenn Sie allerdings nicht oder nicht ausreichend oder nicht gut genug gegenargumentiert haben, sehe ich für ein Strafverfahren wenig Aussicht. Das würde Ihnen auch nur etwas bringen, wenn Sie Schadensersatz einfordern wollen - anderenfalls könnten Sie einfach so aus einem Strafverfahren keinen Nutzen ziehen und würden als Zeuge auch nicht beteiligt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 31.07.2018 | 21:05

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