Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Stornogebühren 40%

| 12.04.2008 17:08 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


15:52

Sehr geehrte Anwälte,

ich bitte um Beantwortung folgender Frage:

Am August 2007 habe ich bei einer Promotionveranstaltung des Reiseclub Viva D´or eine 9-tägige Aktionsreise (was das auch immer bedeutet, ich nehme an, diese Bezeichnung ist bewußt so gewählt worden, weil es sich um ein angebliches Sonderangebot handelt) für 4 Personen nach Sizilien gebucht. Die Reise soll am 04.07.2008 stattfunden. Unmittelbar nach Buchung erfolgte eine Anzahlung in Höhe von 25% des Reisepreises, der sich nach Abzug eines Rabattgewinn auf 666,50 €/P., also insgesamt 2.666,00 € beläuft.
Am 17.3.08 (also am 79.Tag !! vor Reiseantritt) erfolgte die schriftliche Stornierung von 2 Reiseteilnehmern.
Nun verlangt der Reiseveranstalter Stornierungskosten in Höhe von 40% (527,20 €) des Reisepreises und bezieht sich dabei auf seine AGB, aus der zu entnehmen ist, dass bei Aktionsreisen im Falle der Stornierung 40% verlangt werden.
Ist dies so hinzunmehmen oder verstößt diese AGB gegen gesetzliche Vorschriften (vgl. OLG Nürnberg 3 JU 1559/99 in NJW 1999, 3128 )? Aus meiner Sicht stellt eine Forderung in dieser Höhe eine unangemessene Benachteilung des Reiseteilnehmers dar.
Meiner Bitte um eine Kulanzregelung ist der Reiseveranstalter bisher nicht nachgekommen. Er reagiert überhaupt nicht auf meine Schreiben.
Wie kann ich nun vorgehen und mich gegen diese Forderung zur Wehr setzen.
Für Ihre sachkunde Rechtsauskunft bedanke ich mich im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Monika Micheli

12.04.2008 | 17:54

Antwort

von


(452)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Ratsuchende!
Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte.

Grds. ist ein Reiserücktritt vor Reisebeginn jederzeit möglich gem. § 651 i I BGB .
Der Reiseveranstalter verliert dann gem. § 651 i II BGB seinen Anspruch auf den Reisepreis, kann aber eine angemessene Entschädigung verlangen.
Hier ist die Entschädigung in den Stornogebühren zu sehen.
Ob die Stornokosten i. H. v. 40 % des Reisepreises verlangt werden können, richtet sich danach, ob diese AGB wirksam in den Vertrag einbezogen wurden, § 2 AGBG .
Zunächst ist der Reisende bei Vertragsabschluss ausdrücklich auf die dem Vertrag zugrundeliegenden AGB hinzuweisen. Des weiteren muss ihm Gelegenheit gegeben werden, in zumutbarer Weise vom Inhalt der AGB Kenntnis nehmen zu können, z. B. durch Aushang oder durch aushändigen der AGB.
Unerheblich ist, ob der Reisende hiervon Gebrauch macht.
Sind Ihnen die AGB ausgehändigt worden und haben Sie dann die Reise gebucht, so gelten mit Buchung die AGB als angenommen.

Die dann im Vertrag vereinbarte Entschädigung in Höhe von 40 % wäre dann bei Stornierung zu zahlen( vgl. Palandt, § 651 i BGB , Rn. 3,4).
M. E. verstößt diese AGB nicht gegen gesetzliche Vorschriften.

Leider konnte ich Ihnen keine erfreulichere Auskunft geben.
Ich hoffe, Ihre Fragen zunächst beantwortet zu haben.

Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.
Dieses Forum ist nicht geeignet, eine umfassende Beratung durch einen Rechtsanwalt zu ersetzen.

Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion auf dieser Seite.

Sollten Sie eine Interessenvertretung aus dem Bereich von frag-einen-Anwalt.de heraus wünschen, so kontaktieren Sie mich bitte unter der angegebenen e-mail-Adresse.
Gerne bin ich Ihnen im Rahmen der Mandatierung behilflich.


Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Rückfrage vom Fragesteller 15.04.2008 | 14:26

Die Buchung der Reise erfolgte telefonisch und die AGB wurde mir erst mit den Reiseunterlagen einige Tage später zugesandt. D.h., zum Zeitpunkt der Buchung lag mir die AGB nicht! in Textform vor.
Resultiert daraus evtl. ein Rechtsanspruch meinerseits auf Ablehnung der Stornogebühren?

Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.04.2008 | 15:52

Sehr geehrte Ratsuchende!
Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten.
Der Reisevertrag ist nach Ihren Zusatzinformationen wohl ohne Einbeziehung der AGB des Reiseveranstalters zustande gekommen, da Sie bei Vertragsschluss per Telefon ausserstande waren, bei Vertragsschluss Kenntnis von den AGB zu erlangen.

Somit wäre ein Rücktritt gem. § 651 i I BGB wirksam und der Veranstalter verliert dadurch gem. § 651 i II 1 BGB seinen Anspruch auf den Reisepreis. Gem. § 651 i II 2 BGB kann er jedoch eine angemessene Entschädigung verlangen.
Dieses sind grds. Stornogebühren, die entweder durch AGB pauschal berechnet werden oder aber eine konkret bemessene Summe.
Sie können daher die durch AGB vorgegebenen Stornogebühren i. H. v. 40% ablehnen. Ob Sie aber nach konkreter Berechnung der Entschädigung weniger zahlen müssen, vermag ich im Rahmen dieses Portals nicht abschließend sagen.

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben.

Gerne stehe ich Ihnen bei weiteren Fragen im Rahmen der Mandatserteilung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Obwohl für mich unerfreulich; in er Sache haben Sie mir jedoch durch Ihre Auskunft schlüssig weitergeholfen und mich somit vor einem aussichtslosen Kampf bewahrt.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Wibke Türk »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
4/5,0

Obwohl für mich unerfreulich; in er Sache haben Sie mir jedoch durch Ihre Auskunft schlüssig weitergeholfen und mich somit vor einem aussichtslosen Kampf bewahrt.


ANTWORT VON

(452)

HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Reiserecht