Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Steuerprüfung Finanzamt

| 10.10.2016 18:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich habe folgende Situation: Ich bin Gewerbtreibender in einer Einzelunternehmung und mache eine EÜR ohne Steuerberater. Jetzt hat sich bei mir das Finanzamt zur Außenprüfung angekündigt. Nach Recherchen im Internet, was so geprüft wird etc., kam ich auf den Hinweis, das private Entnahmen wie z.B. bei Telefonausgaben geprüft werden. So was kam mir bisher gar nicht in den Sinn. Ich habe Internet und Telefonkosten zu 100% als Ausgabe angesetzt und natürlich wird das Internet und auch das Telefon von meiner Frau genutzt.

Nun meine Fragen: Muss oder soll ich das Versäumnis vor der Betriebsprüfung dem Finanzamt mitteilen? Ist das Versäumnis bereits eine Steuerhinterziehung? Oder streicht der Betriebsprüfer einfach 50% raus und die Sache ist erledigt.

Vielen Dank

Einsatz editiert am 11.10.2016 05:09:34

11.10.2016 | 09:49

Antwort

von


(529)
Charlottenstr. 14
52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Im Grunde ist das vorsätzliche Nichtberücksichtigen von privaten Entnahmen schon eine Steuerhinterziehung und das fahrlässige Tun eine Steuerverkürzung.

In der von Ihnen geschilderten Sachlage möchte ich vom Zweiten ausgehen. Da Sie keine Unterstützung von einem Vertreter der steuerberatenden Berufe zur Seite haben, KANN der Prüfer dies zu Ihren Gunsten auslegen.
Die Strafverfolgungsorgane der Finanzbehörden sind in der Regel nicht an solchen Kleinigkeiten interessiert und eröffnen nahezu in keinem solch ähnlich gelagerter Fälle ein Steuerstrafverfahren, durch Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft, sondern belassen es in der Regel mit der Änderung der jeweiligen Steuerfestsetzung und Forderung von Zinsen (0,5 % pro vollen Monat), ggf. wird noch ein Strafzuschlag bis zu 25 % je nach Nachzahlungshöhe verlangt. Dies muss aber nicht geschehen.

Letztlich wird mit aller Wahrscheinlichkeit die Sache glimpflich für Sie ausgehen. Für die Zukunft sollten solche Mißgeschicke jedoch nicht mehr passieren, da Sie ja nun von der privaten Entnahme Kenntnis erlangt haben.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe mit

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


Rechtsanwalt Andreas Wehle

Rückfrage vom Fragesteller 11.10.2016 | 11:03

Guten Tag Herr Wehle,

vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

Ich hatte noch gefragt, ob es Sinn macht, das Finanzamt VOR der Prüfung auf die falsche Buchung aufmerksam zumachen oder würde das keinen Unterschied machen? Schließlich will ich doch nicht dem Prüfer das Gefühl geben, ich würde hoffen, dass er es nicht sieht.

Vielen Dank und einen schönen Tag

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.10.2016 | 13:15

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Untersched liegt darin, ob Sie vorgeben wollen, nicht gewußt zu haben, dass die Eigenentnahme aufzuführen ist und damit lediglich fahrlässig eine Steuerverkürzung begangen zu haben, oder aber ob Sie dies mit Wissen und Wollen nicht angegeben haben und nun die vorsätzliche Steuerhinterziehung durch eine strafbefreiende Selbstanzeige NOCH VOR der angekündigten Außenprüfung durch entsprechende richtigstellende Erklärung aus der Welt schaffen wollen.

Ob das im vorliegenden Rahmen sinnvoll ist, kann ich in Unkenntnis der individuellen Rahmenbedingungen nicht einschätzen und es kommt hier auch ganz entscheidend auf die individuelle Persönlichkeit des jeweiligen Prüfers an.
Bei vielen Prüfungen, sind die beauftragten Außenprüfer in ihrer Aufgabe bestärkt und beenden zufriedengestellt mit keinem weiteren größeren Aufwand die Prüfung, wenn sie etwas Kleines finden konnten, Sie darauf hinweisen konnten, dass die nicht richtig gewesen ist. Sie zeigen hier ein einsehen und versprechen und halten Besserung. Dann sind solche Geschichten schnell erledigt und vergessen. Ggf. werden so auch andere Sachverhalte gern übersehen, die wesentlich mehr Umstände nach sich ziehen würden. Es hat auch etwas mit ein wenig Glück zu tun.

Sie können also, 1.) die Erklärung richtig stellen und hoffen dass bei der Außenprüfung nicht noch mehr "versehentliche" Unrichtigkeiten auftauchen; 2.) den Prüfer VOR der Prüfung auf Ihren Fehler hinweisen, der Ihnen zwischenzeitlich gewahr wurde ode 3.) davon ausgehen, dass Sie alles richtig gemacht haben und bei der Entdeckung des/der Versäumnisse/s überrascht sein und einlenkend Besserung versprechen.

Jeder der aufgezeigten Möglichkeiten birgt ein paar Unwägbarkeiten, soweit hier aber tatsächlich nur die private Nutzung der betrieblich vollständig angesetzten Telefon- und Internetnuzung in die erklärung einbezogen wurde, wird hier sicherlich kein großes aufwendiges Verfahren eröffnet werden, egal für welche Variante Sie sich hier entscheiden.

Ich hoffe IHre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Andreas Wehle in Aachen

Bewertung des Fragestellers 25.10.2016 | 10:16

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Die Antwort war sehr hilfreich, vielen Dank!

"
Stellungnahme vom Anwalt:

Vielen Dank auch für Ihre Bewertung. Ich hoffe Sie konnten die Steuerprüfung mit einem für Sie günstigen Ergebnis beenden. Ggf. ist die zeitweisen Einholung von Steuertipps bei einem Steuerberater, einem Steueranwalt bei Bedarf doch keine so schlechte Idee. Gern stehe ich Ihnen hierfür (auch außerhalb dieses Portals) zur Verfügung. Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Aachen Ihr Rechtsanwalt Andreas Wehle

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Andreas Wehle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 25.10.2016
5/5,0

Die Antwort war sehr hilfreich, vielen Dank!


ANTWORT VON

(529)

Charlottenstr. 14
52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht