Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.435
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Staubsaugen am Sonntags und 'Taetigkeiten' nach 18Uhr


| 11.01.2018 21:56 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Hallo, ich möchte das Problem melden, dass ich mit meinem Nachbarn habe. Wir (Ehemann, Kind und ich) wohnen seit 2014 in einer Wohnung. Als wir den Vertrag unterschrieben haben, wurden unter den "Ruhezeiten" nur die Zeiten von 13 bis 15 und von 22 bis 6 erwähnt. Als ich das erste Mal an einem Sonntagmorgen (10 Uhr) den Staubsauger - fuer 10 minuten -benutzt habe, haben wir eine schriftliche Beschwerde vom Hausmeister gekriegt, gefolgt von der kompletten Hausordnung von unseres Vermieters, die wir vorher noch nie gelesen hatten. In dieser vollständigen Hausordnung steht, dass Hauswirtschaftliche Arbeiten nicht nach 18.00 Uhr - und samstags erst nur am Vormittag erledigt werden sollten.Ist 18Uhr nicht zu früh? Wie ich auf dem Web lese, Abendruhe ist generell nach 19-20 Uhr.
Gibt es ein Gesetz, das die Nutzung des Staubsaugers an Sonntagen in Niedersachsen verbietet / erlaubt?
Da wir die Hausordnung nicht unterschrieben haben (und wir haben sie nicht zusammen mit dem Mietvertrag erhalten), gibt es einen Weg, wie wir die Toleranz unserer Nachbarn "erzwingen" können?

Danke sehr
11.01.2018 | 23:43

Antwort

von


329 Bewertungen
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: www.ra-vasel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte Fragestellerin,

eine gesetzliche Regelung, welche die Einhaltung von Mittags-, Abend- oder Sonn- und Feiertagsruhe in Wohnungen schützt, gibt es in Niedersachsen nicht (mehr). Nur noch in Kurorten dürfen die Gemeinden entsprechende Satzungen beschließen.

Durch eine Hausordnung können entsprechende Ruhezeiten zwar für die Mieter verbindlich geregelt werden, Voraussetzung ist für den jeweiligen Mieter jedoch, daß die Hausordnung auch Bestandteil des Mietvertrages wurde. Dies wäre nur dann der Fall, wenn Ihnen die Hausordung bei Abschluß des Mietvertrages zur Kenntnis gebracht wurde. Der Vermieter hätte diese Kenntnisnahme zu beweisen.

Ich rate allerdings davon ab, die Toleranz Ihrer Nachbarn zu „erzwingen". Zunächst sollten Sie versuchen, Ihrem Nachbarn freundlich zu erläutern, daß und warum Sie sich nicht immer an den Zeitrahmen der Hausordnung halten können.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 12.01.2018 | 10:40

Sehr geehrter Herr Vasel,
danke für die klare Antwort.
Ich habe einen unterschriebenen Brief mit Datum und Adresse von meinem Vermieter gekriegt, in dem er angibt, dass mir die Hausordnung nach dem ersten Beschwerdebrief des Nachbarn zugeschickt wurde.
Die einzige Unterschrift, die ich gemacht habe, ist auf dem Mietvertrag, der von einer Immobilienagentur gedruckt wurde, und wo, wie gesagt, nur die gesetzlichen Ruhezeiten (13-15 Uhr, 22-06 Uhr, jeden Tag) geschrieben wurden. Diese Ruhezeiten einhalten wir immer vollständig.
Reicht das aus, um zu zeigen, dass ich die Hausordnung nicht akzeptiert habe? Ist das nachträglich einführens von Hausordnungen erlaubt?
Ich kann natürlich wieder mit dem Nachbarn reden (was ich auch getan habe, ohne Ergebnis); Das wichtige für mich ist, dass der Vermieter wegen der Beschwerden meinen Vertrag nicht kündigen darf.

Danke nochmals


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.01.2018 | 19:23

Sehr geehrte Fragestellerin,

wie gesagt, würde die Hausordnung für Sie nur gelten, wenn Sie diese bereits bei Abschluß des Mietvertrages kannten und der Mietvertrag auf die Hausordnung hinweist.

Nach Ihren Angaben ist das nicht der Fall, die Hausordnung gilt also für Sie nicht.

Hausordnungen können grundsätzlich nicht nachträglich einseitig vom Vermieter eingeführt werden.

Um ganz sicher zu gehen, sollte der Wortlaut des Mietvertrages und etwaiger Anlagen überprüft werden. Ich kann das für Sie erledigen, wenn Sie mir den Mietvertrag an anwalt@ra-vasel.de übermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.01.2018 | 11:07


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Jürgen Vasel »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 12.01.2018
5/5.0

ANTWORT VON

329 Bewertungen

Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: www.ra-vasel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Baurecht, priv., Mietrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Inkasso, Kaufrecht, Erbrecht