Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sperre ALG2 bei eigener Kündigung in der Probezeit

30.09.2010 16:10 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo ich möchte gerne meinen geringfügigen job kündigen..ich bin auf 401 euro Basis eigestellt und beziehe zusätzlich ALG2.Ich bin 28 und alleinerziehend. Meine Chefin kündigt mich nicht hat sie mir heute gesagt...meine frage bekomme ich wenn ich selber kündige eine Sperre vom Arbeitsamt...lg
30.09.2010 | 17:15

Antwort

von


(110)
Mainzer Strasse 139-141
66121 Saarbrücken
Tel: 0681-9405552
Web: http://www.rechtsanwaeltin-stiller.de
E-Mail:


Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche
Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:


Nach Ihren Angaben zufolge erhalten Sie Leistungen nach dem SGB II als „ Aufstocker".

Da Sie schreiben, dass Sie in der Probezeit sind, gehe ich davon aus, dass Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld nach dem SGB III haben, da bei Ihnen höchstwahrscheinlich die Anwartschaftszeiten nicht erfüllt sind.

Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/SGB_II/10.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 10 SGB II: Zumutbarkeit">§ 10 Abs.1 SGB II</a> ist dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass

1.er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
2.die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere körperliche Anforderungen stellt,
3.die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kindes oder des Kindes seines Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet, soweit seine Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird,
4.die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,
5.der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund entgegensteht.

Im Ergebnis ist damit jede Arbeit im Grundsatz zumutbar, soweit nicht einer der in Nr.1-Nr.5 genannten Hinderungsgründe vorliegt.

In <a href="http://dejure.org/gesetze/SGB_II/2.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 2 SGB II: Grundsatz des Forderns">§ 2 SGB II</a> ist der Grundsatz des Forderns normiert, d.h. der Hilfebedürftige hat konkrete Schritte zur Behebung oder Verringerung der Hilfebedürftigkeit zu unternehmen.

Das Arbeitslosengeld II wird gemäß <a href="http://dejure.org/gesetze/SGB_II/31.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 31 SGB II: Pflichtverletzungen">§ 31 Abs.1 SGB II</a> in einer ERSTEN Stufe um 30% der für den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen nach <a href="http://dejure.org/gesetze/SGB_II/20.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 20 SGB II: Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts">§ 20 SGB II</a> maßgebenden REGELLEISTUNG abgesenkt, wenn

1. der erwerbsfähige Hilfebedürftige sich trotz Belehrung über die Rechtsfolgen weigert,
a) eine ihm angebotene Eingliederungsvereinbarung abzuschließen,
b)in der Eingliederungsvereinbarung festgelegte Pflichten zu erfüllen, insbesondere in ausreichendem Umfang Eigenbemühungen nachzuweisen,
c) eine ZUMUTBARE ARBEIT, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit, eine mit einem Beschäftigungszuschuss nach § 16a geförderte Arbeit, ein zumutbares Angebot nach § 15a oder eine sonstige in der Eingliederungsvereinbarung vereinbarte Maßnahme aufzunehmen oder FORTZUFÜHREN, oder
d) zumutbare Arbeit nach § 16 Abs. 3 Satz 2 auszuführen,

2.der erwerbsfähige Hilfebedürftige trotz Belehrung über die Rechtsfolgen eine zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit abgebrochen oder Anlass für den Abbruch gegeben hat.

Dies gilt nicht, wenn der erwerbsfähige Hilfebedürftige einen WICHTIGEN GRUND für sein Verhalten nachweist.
Bei der Anerkennung eines wichtigen Grundes ist ein sehr strenger Maßstab anzulegen.

Eine absenkungsrelevante Fortführungsverweigerung demnach liegt dann vor, wenn der Arbeitnehmer sein Arbeitsverhältnis ohne wichtigen Grund kündigt.

Sollten Sie also keinen wichtigen Grund für Ihre Kündigung haben, wird Ihre Regelleistung auf der ersten Stufe um 30% verringert.


Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positive Nachricht überbringen konnte.
Dennoch hoffe ich, dass ich Ihnen eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte.




Mit freundlichen Grüßen

Tanja Stiller
Rechtsanwältin
<!--dejureok-->


Rechtsanwältin Tanja Stiller

ANTWORT VON

(110)

Mainzer Strasse 139-141
66121 Saarbrücken
Tel: 0681-9405552
Web: http://www.rechtsanwaeltin-stiller.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Mietrecht, Verkehrsrecht, Sozialrecht, Strafrecht, Familienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80321 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
super zufrieden und glücklich, schnell und präzise und verständlich geantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Superschnelle und kompetente Antwort, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Toller Service, schnelle und verständliche Antwort. Unkomplizierter Kontakt , sehr gut. Werde mich bei Fragen gerne wieder an ...... Frag einen Anwalt wenden. ...
FRAGESTELLER