Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sinnloses Gutachten bezahlen?


07.05.2007 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende November 2006 habe ich einen Vertrag, der u.a Erstellung eines Gutachtens für eine ETW beinhaltet hat –Kosten sollten auf Kredit aufgeschlagen werden, unterschrieben, in der Hoffnung, dass der, von der Fa. aus Bayern angebotene 1,7% Fremdwährungskredit, zustande kommt. Statt 1,7% kam 5,08% in Euro. Damit war ich nicht einverstanden, was ich dem Herrn R. ( Fa. aus Bayern) sofort gemailt habe. Er hat meine Absage ignoriert und einen Fax , mit der Bitte um vervollständigen der fehlenden Dokumente, geschickt. Ich wiederholte meine Absage. Er reagierte wieder nicht.
Erst im März 2007 schickte mir der Anwalt von Herrn R. oder von der von Herrn R. beauftragten Gutachter_Firma C... d.o.o., eine Mahnung für
die Rechnung vom Januar 2007 in der Höhe von 1029,09 Euro plus Mahngebühren.
Diese Januar-Rechnung und auch das Gutachten habe ich nicht bekommen.
Inzwischen ist das Gutachten mir zugeschickt worden ist, was ich wieder
zurück geschickt habe. Das Gutachten basierte auf Informationen, Dokumenten und Fotos, die ich dem Herrn R. gesandt habe; noch einige allgemeine Belehrungen
und Informationen aus dem Internet ( dafür über 1000€ ???).
Ich schilderte meinen Standpunkt und widersprach der Forderung. Im Mai 2007
kam die zweite Mahnung vom Amtsgericht Stuttgart in der Höhe 1253,59€.

Frage: Da ich Unterschrieben habe – muss ich für ein Gutachten zahlen, was niemandem etwas nützt.

Mit freundlichen Grüßen


Elboro

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.
Bitte überprüfen Sie den zugrunde liegenden Vertrag, ob hierin die Gültigkeit an die Bedingung mit den von Ihnen genannten günstigen Prozenten geknüpft ist. Fehlt es an einer derartigen Bedingung ist davon auszugehen, dass der Vertrag und somit auch die Beauftragung des Gutachtens wirksam ist. Sofern das Gutachten dann laut Vertrag ordnungsgemäß erstellt wurde (mittlere Güte, zu dem ursprünglich vereinbarten Zweck ausreichend)sind Sie zur Zahlung verpflichtet.
Wieso haben Sie denn dem Gutachter nach dessen Aufforderung Bilder, etc. Zugesendet wenn Sie doch gewusst haben, dass Sie kein Interesse mehr an dem Gutachten haben? Es wäre doch u.U. Ein Rücktritt gegen Reuegeld oder ähnliches möglich gewesen.
Da Ihnen keine Rechnung gestellt wurde und auch das Gutachten nach dem anwaltlichen Schreiben zugegangen ist, stellt sich natürlich die Frage ob Sie sich in Verzug befunden haben. Dazu müsste entweder ein Zeitpunkt nach dem Kalender (überprüfen Sie den Vertrag), eine Fristsetzung oder eine generelle Leistungsverweigerung Ihrerseits erfolgt sein. Trifft nichts von diesen Kriterien zu, so befanden Sie sich nicht in Verzug und haben natürlich auch nicht die Anwaltskosten (Verzugschaden) zu tragen. Für die den Anspruch begründenden Tatsachen ist die Gegenseite beweispflichtig.
Ich gehe davon aus, dass die zweite Mahnung, dieses Mal vom Amtsgericht Stuttgart, ein Mahnbescheid ist. Gegen diesen können Sie binne einer Frist von 2 Wochen nach der Zustellung (Datum auf dem Briefumschlag) Widerspruch einlegen, da der Gegner ansonsten einen Vollstreckungsbescheid gegen Sie beantragen wird und somit einen vollstreckbaren Titel gegen Sie in der Hand hat. Hier besteht natürlich ein Kostenrisiko (Gerichtskosten, gegnerische Kosten, ...) im Falle des Untelriegens. Ich sehe – unter Annahme des vorher gesagten – keine großen Chancen für ein erfolgreiches Widerspruchsverfahren bezüglich der Hauptsache (Gutachtenkosten).
Treffen die Annahmen zu, so würde ich Ihnen raten zu versuchen, die Gegenseite zu einem Vergleich zu bewegen . Dieser könnte in etwa so aussehen, dass Sie einen Teil des Betrages anerkennen und sofort überweisen, der Rest Ihnen dafür erlassen wird.
Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER