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Schreiben vom Anwalt nach negativer Bewertung

23.07.2008 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Es geht hier um eine Ebay Auktion, bzw. deren folgen nachdem ich den Verkäufer negativ Bewertet hat.

Die Entstehung:

Ich habe bei Ebay Glas für mein Terrarium gekauft.
Das ganze sollte so ablaufen, Glas bei Ebay kaufen, Angebot von Käufer abwarten ( da das glas nach gewünschten Maßvorgaben gefertigt wird ), bezahlen und kurze Zeit später das Glas zugeschickt bekommen.

Was ist nun passiert:

Das Angebot das ich erhalten hatte ist plötzlich deutlich teuerer (fast doppelt so teuer) als die von mir vorab berechneten Preise anhand der Angaben in der Ebay Auktion. Zudem wurde ein minderwertigeres Glas angeboten.
Nun habe ich in ca. 7 Emails den Verkäufer gebeten mir das teurere Angebot zu erklären bzw. eine Begründung für den Mehrpreis zu liefern. Dies hat er aber jedes mal unterlassen, und teilweise in einem sehr beleidigenden Ton zurückgeschrieben. Ich könne nicht rechnen, ich sei zu dumm sein Angebot zu verstehen usw. . In einer der Mail habe ich ihm mitgeteilt, das die ganze Sache für mich nach Kundenverarschung und Abzocke aussieht.
Hierrauf hat der Verkäufer dann nichtmehr reagiert, worauf ich einige Tage später ihm eine Negative Bewertung bei Ebay geschrieben habe.
Leider habe war meine Wortwahl etwas unglücklich. "Preise fast doppelt so teuer wie suggeriert, Betrüger, so nicht..."
Darauf hin meldete der Verkäufer bei Ebay eine Unstimmigkeit, beleidigte mich weiter und drohte mir mit Anwalt wenn ich die negative Bewertung nicht entfernen würde. Da meine Wortwahl wie schon bemerkt hatte etwas unglücklich war, habe ich einer Entfernung zugestimmt. Der Verkäufer hätte die Entfernung der neg. Bewertung nur bei Ebay beantragen müssen und innerhalb weniger Stunden wäre die Sache erledigt gewesen.

5 Tage später erreichte mich ein schreiben des Anwalts vom Verkaüfer, mit der Aufforderung die Negative Bewertung zu entfernen ( dieser hatte ich ja bereits tage vorher zugestimmt ). Desweiteren hätte ich ihn Beleidigt & Rufschädigung betrieben usw. Als Streitwert hat der Anwalt 25000 € angesetzt was völlig absurd ist, das ist 1/4 des Jahresumsatzes das der Verkäufer macht ( hat er mir in einer seiner Mails geschrieben ). Begründet wurde das ganze mit dramatischen rückgang an anfragen, aufgrund der Negativen Bewertung. Man kann aber anhand der Ebay Bewertungen des Käufers sehen, dass er 5 Wochen vor meiner negativen Bewertung keine positive Bewertung erhaten hat, also er wohl ohnehin nicht allzuviel bei Ebay verkauft. Die Anwaltskosten die ich bezahlen soll belaufen sich auf 1085 €.

Was kann ich nun unternehmen ? Ich habe nachweislich im Vorfeld alles mir mögliche getan um eine Faires,verständliches und angemessenes Angebot zu erhalten, für mich sieht es so aus als wolle der Verkäufer mich einfach nur Abzocken.

Der gesamte Mailverkehr sowie sämtliche Schriftstücke, ist in digitaler Form vorhanden.

Vielen Danke schonmal.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wie Sie bereits selbst erkannt haben, hätte das Wort "Betrüger" in der Bewertung nicht erscheinen dürfen, da offenbar noch keine entsprechende rechtskräftige Verurteilung vorlag.

Auch die Bewertungen müssen den Tatsachen entsprechen, so dass Ihr Zugeständnis, die Bewertung zu entfernen, korrekt gewesen ist.

Offenbar versucht die Gegenseite aber nur, Kapital aus der Sache zu schlagen, dem Sie entgegentreten sollten:

Denn die Einschaltung des Anwaltes war hier nicht mehr notwendig, nachdem Sie bereits die jetzt nochmals geforderte Zustimmung schon erklärt hatten.

Dieses sollten Sie mit den entsprechenden Emails dem Anwalt mitteilen, Ihre Zustimmung nochmals wiederholen, aber darauf deutlich hinweisen, dass Sie die Zustimmung bereits erteilt haben, also die Beauftragung unnötig gewesen ist und Sie daher die Übernahme der Rechnung ablehnen.

Eine Beleidung und auch eine Rufschädigung kann diese Bewertung zwar in der Tat darstellen und Sie dem Grunde nach zum Schadensersatz verpflichten; den Schaden müsste der Verkäufer aber auch dann genau und nachvollziehbar darstellen, woran es offenbar fehlt, zumal der Anwalt offenbar auch nicht einen konkreten Schaden ersetzt verlangt haben will

Auch insoweit sollten Sie die Ansprüche also zurückweisen, wobei da aber der genaue Inhalt des Anwaltsschreibens wichtig wäre. Faxen Sie mir dieses doch einmal zu, damit ich dann dazu noch ergänzend antworten kann.

Aber insgesamt und vorbehaltlich der Einsicht in das anwaltliche Schreiben stimme ich Ihnen in Ihrer Einschätzung zu; hier werden Sie vermutlich nichts zu zahlen haben.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Ergänzung vom Anwalt 23.07.2008 | 13:53

Wie bereits mitgeteilt, sollten Sie hier die Zahlung verweigern; insoweit verweise ich auf die Direktmail.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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