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Schmerzensgeld-Anspruch trotz Mitverschulden?

| 19.01.2005 16:25 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Am 29.11.2004 zog ich mir beim Zusammenstoß mit einem Autofahrer einen Trümmerbruch des 5. Mittelfuß-Basisknochens zu.
Folge: eine Operation bei der eine Plastik implantiert werden mußte und 6 Wochen Liegegips. Die Arbeitsunfähigkeit dauert noch an (voraussichtlich bis Anfang Februar, also insgesamt ca. 9 Wochen).

Der Unfall (Wegeunfall auf dem Weg zur Arbeit) ereignete sich in der verkehrsberuhigten Zone (so genannte Spielstraße). Ich trage wohl eine Mitschuld weil ich - wenn auch langsam und am äußersten Straßenrand - mit dem Fahrrad entgegen der Fahrtrichtung der Einbahnstraße fuhr. Ich wurde von einem in die Straße einbiegenden Autofahrer gestreift, so dass es zum Sturz kam. Weil ich ziemlich erschrocken war und nicht sofort die Schwere der Verletzung erkennen konnte, tauschten der Autofahrer und ich erst einmal nur Telefonnummern aus und zogen keine Polizei hinzu. Zeugen gab es keine. Der Autofahrer hat den Unfall zwischenzeitlich bei seiner Versicherung gemeldet. Ich hatte ihm dazu geraten, weil die Berufsgenossenschaft entsprechende Angaben gefordert hat.
Meine Frage: Macht es Sinn eine Schmerzensgeldforderung zu stellen oder bestehen aufgrund der geschilderten Umstände nur geringe Aussichten auf Erfolg? Oder soll ich erst abzuwarten ob die Berufsgenossenschaft Regreßansprüche gegen den Autofahrer durchsetzt?
Da ich nicht rechtschutzversichert bin würde ich ungern ein eventuell teures Verfahren in Gang setzen und dann auf den Kosten sitzen bleiben.

Sehr geehrte Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich sollten Sie schon wegen der Schwere der Verletzung einen Anspruch auf Schmerzensgeld geltend machen. Ein solcher Anspruch ergibt sich aus § 11 S. 2 StVG und setzt kein Verschulden des Gegners voraus. Vielmehr kann ein Anspruch auf Schmerzensgeld bereits dann bestehen, wenn die Voraussetzungen der Gefährdungshaftung nach § 7 StVG (Gefährundshaftung) vorliegen, also wenn durch den Betrieb eines Kraftfahrzeuges ein Mensch verletzt wurde.

Zwar ist das Mitverschulden anspruchmindernd zu berücksichtigen. Grundsätzlich wird aber ein Anspruch auf Zahlung von Schmerzensgeld bestehen, sofern Sie nachweisen können, daß die Verletzung des Fußes durch den Unfall bedingt war.

Da dieser Nachweis mit weiterem Zuwarten erfahrungsgemäß schwerer zu führen sein wird, sollten Sie umgehend einen Rechtsanwalt mit der konkreten Prüfung Ihrer Ansprüche und der Anmeldung des Personenschadens bei der gegnerischen Haftpflichtversicherung beauftragen. Gerne dürfen Sie sich diesbezüglich auch an mich wenden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen,

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt


--
Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: +49 (221) 3559205 / Fax: +49 (221) 3559206

www.rechtsanwalt.andreas-schwartmann.de

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