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25% Mitverschulden, obwohl ich an dem Unfall keine Schuld habe


25.03.2007 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller



Hallo,

ich hatte im Dezember 2006 einen Unfall. Mir wurde die Vorfahrt genommen.
Ich stand an einer Kreuzung auf der geradeaus Spur und der Unfallgegner stand mir gegenüber auf der Linksabbiegerspur. Als die Ampel bei uns beiden grün wurde, fuhren wir los, ich fuhr geradeaus und der Unfallgegner sollte eigentlich in der Mitte der Kreuzung stehen bleiben um mich vorbei fahren zu lassen. Das tat er aber nicht, er bog einfach links ab und fuhr mir genau vor das Auto. Obwohl ich stark bremste und ausweichte, konnte ich die Kollision leider nicht mehr vermeiden. Der Unfall wurde Polizeilich aufgenommen und ich habe auch einen Zeugen (mein Arbeitskollege fuhr mit mir mit).

Jetzt habe ich gestern von der gegnerischen Versicherung einen Brief bekommen und da steht:
Ausweislich der uns vorliegenden polizeilichen Ermittlungskarte missachtete unser Versicherter zwar die Vorfahrt, jedoch war der Unfall für Sie nicht unvermeidbar. Der Kollisionsbereich des bei uns versicherten Fahrzeuges liegt im Heckbereich. Demnach hätte der Unfall durch ein Ausweichen Ihrerseits bzw. eine Reduzierung der Geschwindigkeit vermieden werden können. Wir lasten Ihnen ein Mitverschulden in Höhe von 25% an.
Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie auf Grundlage des uns vorliegenden Gutachtens abrechnen möchten, oder ob uns eine Reparaturrechnung vorgelegt werden wird.

Meine Fragen:
- was heißt das jetzt für mich, dass ich 25% Mitverschulden habe?
Bekomme ich weniger Geld für die Reparatur?
Steige ich mit meiner Versicherung auch hoch?
- lohnt es sich dagegen zu klagen?
Da ich keine Rechtschutz-Versicherung habe möchte ich nicht auf den Kosten sitzen bleiben oder übernimmt das die gegnerische Versicherung?

Das ist mein erster Unfall und ich hätte nie gedacht, dass es so schwer ist sein Recht zu bekommen, wenn man keine Schuld hat.

Vielen Dank im Voraus.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Fragen.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall den Gang zu einer Kollegin/ einem Kollegen vor Ort ersetzt.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann nämlich die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Fragen beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

1.
Die gegnerische Versicherung ist der Ansicht, dass Sie eine Teilschuld an der Verursachung des Unfall haben.
Ob das wirklich der Fall ist, kann nur ermittelt werden, wenn die Ermittlungsakte vorliegt.

2.
Wenn Sie diese Quotelung akzeptieren, bekommen Sie auch die Reparaturkosten um die Teilschuld gekürzt, d.h. Sie bekommen nur 75% Ihres Schadens ersetzt.

3.
Falls der Unfallgegner bei Ihrer Versicherung einen Schaden meldet und diese auch den Schaden reguliert, werden Sie wohl auch hochgestuft werden.
Ihre Versicherung hat die alleinige Regulierungsbefugnis.

4.
Ob rechtliche Schritte bzw. eine Klage sinnvoll sind, kann erst nach Akteneinsicht beurteilt werden.
Daher sollten Sie einen Anwalt/ eine Anwältin Ihres Vertrauens vor Ort aufsuchen, der/die dann Akteneinsicht nehmen kann und alles weitere mit Ihnen bespricht.

5.
Die gegnerische Versicherung übernimmt die Kosten, wenn ihr Versicherungsnehmer auch den Unfall verursacht hat. Bei Quotelung werden auch die Kosten der Rechtsverfolgung gequotelt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin Tanja Stiller
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