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Schlägerei seitens Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber im privaten Bereich

16.10.2020 09:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Fehlverhalten eines Arbeitnehmers im privaten Bereich

Was passiert im Allgemeinen und was ist die arbeitsrechtliche Folge, wenn ein Arbeitnehmer im privaten Bereich aus der gemeinsamen privaten Feier in der Nacht alkoholisiert seinen Arbeitgeber mit Faust leicht schlägt, vor Wut, weil der Arbeitnehmer sauer ist, weil der Arbeitgeber einen anderen billigeren Taxi für seine Heim-Weiterfahrt wechseln und schicken wollte, und das auf Taxikosten vom Arbeitgeber? Die leichte Schlägerei fand jedoch ohne körperliche Verletzung statt, sondern nur ein Schock für den Arbeitgeber.

Wäre die sofortige Kündigung seitens Arbeitgeber berechtigt?

Und was nun, wenn der Arbeitnehmer doch bei seinem Arbeitgeber für sein Fehlverhalten um Entschuldigung bittet und seine Reue zeigt?

Kann der Arbeitgeber anordnen, dass der Arbeitnehmer zur Therapie bzw. Kur geht?

Wäre die Abmahnung seitens Arbeitgeber nach der Entschuldigung seitens Arbeitnehmer vorerst berechtigt bzw. erforderlich und notwendig?

Was muss der Arbeitgeber am besten tun, damit die Schlägerei von dem Arbeitnehmer gegen seinen Arbeitgeber nie wieder vorkommt? MIt irgendeiner schriftlichen Vereinbarung? Wenn ja, was muss darin geschrieben werden? Nie wieder Schlägerei, da Loyalität erforderlich ist, Therapie begeben, etc. ??

16.10.2020 | 11:07

Antwort

von


(303)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt, dass auch ggf. strafbare Fehlverhaltensweisen eines Arbeitnehmers in seinem privaten Bereich ausschließlich seinem privaten Bereich zuzuordnen und damit für den beruflichen Bereich zunächst nicht von Belang sind.

Eine Kündigung aufgrund eines Fehlverhalts im privaten Bereich kann nach der Rechtsprechung jedoch ausnahmsweise in Betracht kommen, wenn dieses in den privaten Bereich angesiedelte Fehlverhalten gravierende Auswirkungen auf betriebliche Belange hat. Hier ist stets eine Einzelfallprüfung erforderlich.

Vorliegend hat sich der Arbeitnehmer Ihren Angaben nach zu einer tätlichen Handlung gegenüber seinem Arbeitgeber hinreißen lassen. Trotz der Tatsache, dass dieses Fehlverhalten im privaten Bereich angesiedelt war spricht bei einem Faustschlag gegen den Arbeitgeber trotz glimpflichem Ausgang und Alkoholisierung des Arbeitnehmers vieles dafür, dass dem Arbeitgeber eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

In jedem Falle wäre hier eine Abmahnung gerechtfertigt auf deren Grundlage im Wiederholungsfalle eine verhaltensbedingte Kündigung ausgesprochen werden könnte. Mit einiger Wahrscheinlichkeit würde hier aber auch eine sofortige Kündigung ohne vorherige Abmahnung einer gerichtlichen Kontrolle standhalten. Insoweit wäre dem Arbeitgeber hier anzuraten den Vorfall zumindest zum Gegenstand einer schriftlichen Abmahnung zu machen.

Eine anderweitige "schriftliche Vereinbarung" mit dem Arbeitnehmer ist hingegen nicht erforderlich, da sich die Pflicht des Arbeitnehmers von weiteren An- und/oder Übergriffen zukünftig abzusehen bereits aus dem Gesetz ergibt.

Der Arbeitgeber kann den Arbeitnehmer hingegen nicht verpflichten sich einer Therapie zu unterziehen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie in dieser Angelegenheit weiterführende anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei gerade auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden. Soweit Sie rechtschutzversichert sein sollten, kann zudem auch eine kostenfreie Deckungsanfrage für Sie gestellt werden.

Ich hoffe ansonsten, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen




Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

ANTWORT VON

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