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Schimmel im Neubau - wer trägt die Schuld?

| 22. Mai 2021 19:56 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Wie ist der Fall zu bewerten?

Beschreibung des Schadenfalls:

• Bei unserem Bauvorhaben liegt ein Schimmelschaden vor, welcher bereits von unserem unabhängigen Baugutachter gesichtet und bestätigt wurde.

• Konkret handelt es sich dabei um den von den Zimmerern verlegten Rauspund im Dachboden, der verschimmelt ist, weil er von Oktober 2020 (= Montage durch die Zimmerer) bis Mai 2021 (= Schadensmitteilung durch den Bauleiter) dauerhaft und vollflächig mit einer Plastikfolie bedeckt war, worunter sich die Feuchtigkeit gestaut hat.

• Die besagte Plastikfolie hat die ausführende Zimmerei im Rahmen der Montage des Rauspunds dort befestigt; vermutlich um den Rauspund vor Nässe und Regen zu schützen, bis der offene Dachstuhl geschlossen wird. Dies geschah erst drei Wochen nach Errichtung des Dachstuhls und Montage des Rauspunds; in Form der Unterspannbahn und der Dachlattung. Die Dachziegel kamen dann weitere 5 Tage später auf das Dach.

• Die ausführende Zimmerei hat allerdings niemanden darüber informiert, dass diese Folie im weiteren Verlauf der Bauphase entfernt werden muss, da es ansonsten zu einem Feuchtigkeitsstau unter der Folie und somit zu Schimmel kommen kann.

Nun gibt es eine Meinungsverschiedenheit hinsichtlich der Schuldfrage:

• Unser Baugutachter ist der Auffassung, dass der Bauträger die Verantwortung für den Schadensfall trägt.

- Die Begründung lautet, dass unser Bauleiter seiner Aufsichts- und Informationspflicht in der Bauphase nicht ausreichend nachgekommen ist, wodurch der Schaden sowohl vom Bauleiter als auch von den beteiligten Subunternehmen zunächst unbemerkt blieb.

- Erst in der vergangenen Woche wurde der Schimmelbefall beim Einbau der Dachbodentreppe von den Trockenbauern festgestellt, woraufhin diese unseren Bauleiter in Kenntnis setzten, welcher uns dann per SMS über den Schaden informierte.

- Nach Ansicht unseres Baugutachters hätte der Bauleiter die notwendige Entfernung der Plastikfolie bereits frühzeitig in der Bauphase entweder direkt bei uns als Bauherren anzeigen müssen (damit wir tätig werden können) oder die Plastikfolie selbst entfernen (lassen) müssen.

- Unser Baugutachter sieht somit keinerlei Verschulden bei uns als Bauherren, da wir nicht über die notwendigen fachlichen Kenntnisse verfügen und zudem nicht in der Verantwortung stehen, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um einen reibungslosen und schadensfreien Bauablauf sicherzustellen.

• Unser Bauleiter hingegen sieht die Verantwortung bei uns als Bauherren, da es sich bei der erbrachten Leistung (= Montage von Rauspund im Dachboden) um eine außervertragliche Leistung handelt.

- Das heißt, ich als Bauherr habe die ausführende Zimmerei in meinem Namen mit den Arbeiten beauftragt.

- Laut unseres Bauleiters handele es sich damit offiziell um eine Eigenleistung, weshalb der Bauträger keinerlei Schuld an dem Schadensfall trage.

• Die beauftragte Firma weist die Schuld ebenfalls von sich und beharrt darauf, dass sie ihre Leistung fachgerecht ausgeführt hat.

Einsatz editiert am 22.05.2021 20:36:37

23. Mai 2021 | 09:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Diese Frage ist nicht ohne weitere Prüfung zu entscheiden. Letztlich ist davon auszugehen, dass solche Fälle vor Gericht landen.

Zunächst einmal wären hier genau die vertraglichen Regelungen zu untersuchen, ob und inwieweit es sich tatsächlich um eine Eigenleistung handelt und vor allem, ob sich der Bauträger hier von seiner Haftung hinsichtlich Überwachung frei gezeichnet hat und, ob er das überhaupt konnte, sprich, ob eine solche Regelung überhaupt wirksam wäre.
Die Rechtsprechung geht eher davon aus, dass das nicht so einfach möglich ist. Es kommt aber immer auf den Einzelfall an.
Auch wäre zu untersuchen, wer wann auf der Baustelle war und was dabei geprüft wurde.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieser online Beratung weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 23. Mai 2021 | 19:57

Sehr geehrte Frau Draudt, verstehe ich Sie richtig, dass daher in solchen Fällen eine außergerichtliche Einigung/Schlichtung unter den beteiligten Parteien sinnvoll sein kann, damit nicht der (lange und kostenintensive) Rechtsweg bestritten werden muss?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24. Mai 2021 | 08:43

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn das zur Zufriedenheit aller möglich ist, kann es durchaus Sinn machen.

Mit freundlichen Grüßen

Draudt Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 24. Mai 2021 | 14:02

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