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Schenkung-Unterhaltszahlung


06.12.2006 08:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Meine verstorbene Mutter hat mich monatlich mit Unterhaltszahlungen unterstützt und diese in der Steuererklärung unter ``Unterstützung für eine bedürftige Person `` angegeben.
Ich war nicht in der Lage meinen Unterhalt zu erarbeiten oder nur sehr geringfügig.
Fällt diese Unterhaltsleistung nun bei der Erbschaftssteuererklärung unter Schenkungen.
Und wird somit bei der Erbschaftssteuer berücksichtigt. Und wenn ja, wie kann man die Besteuerung der Unterhaltsleistung abwenden ?
Kara_Hir

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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächstmöchte ich Ihnen einen kurzen Einblick hinsichtlich der Besteuerung des angefallen Erbes eben, damit Sie die Angelegenheit insgesamt beurteilen können und sich ggf. eine weitergehende Prüfung erübrigt

Die Erbschaftsteuer und die Schenkungsteuer werden nach drei Steuerklassen erhoben:

Für Sie als Tochter ist es die Steuerklasse I.
Sie gilt für den Ehegatten, die Kinder (eheliche und nichteheliche Kinder, Adoptivkinder, Stiefkinder, nicht jedoch Pflegekinder), Enkel und Urenkel sowie für Eltern und Großeltern bei Erwerben von Todes wegen (d. h. zum Beispiel das Schenkungen von Kindern an die Eltern unter die Steuerklasse II fallen!)
Das bedeutet, dass die Besteuerung des Vermögens zwischen 7 und 30 % liegen kann (nach Höhe des Erbes gestaffelt).

Der persönliche Freibeträge für Sie also für Kinder und Stiefkinder beträgt 205.000 €.

Kindern unter 27 Jahren wird zusätzlich ein besonderer Versorgungsfreibetrag gewährt.In wie weit dass bei Ihnen relevant sein könnte vermag ich aufgrund fehlender Angaben nicht zu beurteilen.

Neben diesen Freibeträgen gibt es eine Reihe von sachlichen Steuerbefreiungen, insbesondere für den Erwerb von Hausrat usw.. Jede Person der Steuerklasse I kann Hausrat bis zum Wert von 41.000,00 € und andere bewegliche körperliche Gegenstände, z. B. Kunstgegenstände und Sammlungen, Pkw, Schmuck bis zum Wert von 10.300,00 € steuerfrei erwerben.
Die Befreiung gilt jedoch nicht für Zahlungsmittel, Wertpapiere, Münzen, Edelmetalle, Edelsteine und Perlen.

Damit die Freibeträge für einen Zeitraum von 10 Jahren nur einmal in Anspruch genommen werden können, werden alle Schenkungen, die ein Erwerber innerhalb der letzten 10 Jahre vom Erblasser erhalten hat, dem Erwerb von Todes wegen hinzugerechnet (unter Anrechnung der Steuer, die für die Schenkungen zu entrichten war bzw. zu zahlen wäre).

Das bedeutet in ihrem Fall, dass die Zahlungen ihrer Mutter an Sie für die vergangenen 10 Jahre steuerlich relevant sein könnten, mit der Folge, dass im Falle einer Überschreitung der oben erläuterten Freibeträge diese erbschaftsteuerpflichtig wären.
Dabei gehe ich davon aus, dass ihre Mutter nicht gesetzlich verpflichtet war Sie zu unterstützen, da die Zahlungen in diesem Fall nicht als Unterstützung einer bedürftigen Person hätte gelten können.

Eine 100 % ige seriöse Beurteilung läßt sich nur nach Prüfung der entsprechenden Erklärungen Ihrer Mutter und der Bescheide des Finanzamtes abgeben.


Eine Vermeidung der Besteuerung ist im Grunde nicht möglich. Es besteht aber anhand der Möglichkeiten bei der Berechnung des Nachlasses im Rahmen der Steuererklärung ihre persönlich geltenden Freibeträge vollständig auszunutzen.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und stehe Ihnen selbstverständlich bei einer weitergehenden Beratung und Unterstützung zur Verfügung.


Rechtsanalt
Philipp Kampe
Grossflecken 11
24534 Neumünster

Tel. 04321-9657010
E-Mail: mail@ra-kampe.de

Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegeben Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten.
Diese Beratung kann dass umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch duch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keinesfalls ersetzen. Bitte beachten Sie dies.

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2006 | 08:19

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Unter welchen Vorraussetzungen wäre die monatliche Unterstützung
meiner Mutter nicht erbschaftssteuerpflichtig ?
Ohne die Zuwendungen hätte ich mich an das Sozialamt wenden müssen.
Und dann wäre meine Mutter unterhaltspflichtig gewesen.
Kara_Hir

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.12.2006 | 17:14

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für ihre Nachfrage.
Leider kann ich diese erst jetzt beantworten.

Sollte ihre Mutter tatsächlich zu der Unterhaltszahlung verpflichtet gewesen sein, dürfte der entsprechende Betrag dann nicht der Erbschaftssteuer unterliegen.
Das gilt aber nur für den Betrag zu dessen Leistung ihre Mutter verpflichtet gewesen wäre.
Bevor Sie Angaben hinsichtlich einer entsprechenden Erklärung machen, rate ich dringend diese überprüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüssen

Philipp Kampe
Rechtsanwalt

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