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Erbschaftssteuer Frankreich


| 29.10.2017 19:59 |
Preis: 80,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Der Erblasser mit Wohnsitz in Deutschland hat sein in Deutschland belegenes Vermögen (v.a. Aktien) an seine 12 Enkel vererbt. Seine Kinder erhalten Vermächtnisse (Geldbetrag). Der Erblasser hat ein Kind mit Wohnsitz in Deutschland als Testamentsvollstrecker eingesetzt.
3 Enkel (Erben) sowie deren Mutter (Kind des Erblassers/Vermächtnisnehmerin) haben einen ständigen Wohnsitz in Frankreich.
In Deutschland fällt weder für die Erben, noch für die Vermächtnisnehmer Erbschaftssteuer an, da alles durch Freibeträge abgedeckt ist.

Nun zu den Fragen:
1. Wie hoch sind die Erbschaftssteuer Freibeträge in Frankreich jeweils für einen Enkel (Erbe) und wie hoch für ein Kind (Vermächtnisnehmerin)?
2. Wer ist zur Abgabe einer evtl. notwenigen Erbschaftssteuererklärung in Frankreich verpflichtet - der Testamentsvollstrecker oder die Erben bzw. Vermächtnisnehmerin?
3. Welche Fristen bestehen für die Abgabe einer Erbschaftssteuererklärung in Frankreich?
4. Wer hat eine evtl. in Frankreich anfallende Steuer zu begleichen - der Testamentsvollstrecker aus dem Nachlass oder jeder Erbe/Vermächtnisnehmerin für sich selbst?
29.10.2017 | 20:59

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


1. Der Erbschaftssteuerfreibetrag für ein Kind liegt in Frankreich derzeit bei 100.000 EUR. Bis 2012 lag der Betrag noch höher und zwar bei 159.000 EUR. Entscheidend ist aber der Eintritt des Erbfalls für die Bemessung, sodass 100.000 EUR steuerfrei vererbt werden können in Ihrem Fall. Für Enkel liegt der Freibetrag ebenfalls bei 100.000 EUR, da das französische Erbrecht alle direkten Abkömmlinge gleichstellt, wozu auch die Enkel zählen. Dies ergibt sich aus Art. 779 CGI.

2. Zur Abgabe der Erbschaftsteuererklärung ist der Erbe bzw. Vermächtnisnehmer verpflichtet. Wenn der Nachlasswert für den einzelnen Erben / Vermächtnisnehmer unter 50.000 EUR liegt und kein Anteil an einer Immobilie oder Gesellschaft vererbt wird, ist die Abgabe der Erklärung nicht obligatorisch.

3. Die Erklärung muss innerhalb von 6 Monaten beim Service des impôts des non-résidants, 10 rue du Centre, 93160 Noisy-le-Grand erfolgen, da der Erblasser keinen französischen Wohnsitz hatte.

4. Die Steuern muss der Erbe / Vermächtnisnehmer selbst begleichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 30.10.2017 | 09:21

Sehr geehrter Herr Dietrich,

vielen Dank für Ihre Beantwortung der Fragen des französischen Steuerrechts.
Hierzu habe ich noch ein paar kleine Nachfragen.

Zu 1:
Können Sie bitte nochmals bestätigen, dass der Freibetrag für Kinder (€100.000) nicht auf die Enkel aufgeteilt wird, sondern für jedes Kind und und jeden Enkel vollständig gilt. Aus dem von Ihnen genannten Paragrafen geht das nicht direkt hervor.

Zu 3.
Können Sie bitte die rechtliche Grundlage hierfür nennen. Manche Anwälte schreiben auf ihren Interntseiten, dass die Frist 1 Jahr beträgt, sofern der Erblasser nicht in Frankreich verstorben ist - so wie in diesem Fall.

Zu 4.
Was ist hierfür die gesetzliche Grundlagein Frankreich? Im Gegensatz hierzu muss in Deutschland der Testamentsvollstrecker die Erbschaftssteuern vor Erbauseinandersetzung direkt beim Finanzamt begleichen.

Besten Dank und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.10.2017 | 10:23

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Zu 1: Ja, der Freibetrag gilt für jeden Abkömmling separat.

Zu 3: Die Frist beträgt meiner Kenntnis nach 6 Monate, auch wenn sich im CGI keine konkrete Norm dazu finden lässt. Dies ist jedoch auch die offizielle Behördenauskunft:

https://www.impots.gouv.fr/portail/particulier/declarer-une-succesion

Zu 4: Es existiert meiner Kenntnis nach keine gesetzliche Grundlage, aus der sich die Verpflichtung des Testamentvollstreckers ergibt. Daher trifft die Pflicht den Nachlassempfänger. Allgemein hin hat der Testamentsvollstrecker in Frankreich weniger Rechte und Pflichten in Deutschland. In Deutschland ist diese Pflicht konkret geregelt.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 24.11.2017 | 12:37


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"Die Frage zum französischen Erbschaftssteuerrecht wurde offensichtlich falsch beantwortet. Danach wurden französische Anwälte bzw. Notare befragt, die eine völlig andere Einschätzung abgeben haben.
Fraglich ist, wie Herr Dietrich sich überhaupt im Stande sieht als deutscher Rechtsanwalt Fragen zum französischen Steuerrecht beantworten zu können. Ihm fehlt hierzu offenbar jegliche Kompetenz. Zumal bezweifelt werden darf, ob RA Dietrich eine solche Beratung eines fremdem Rechts überhaupt standesrechtlich erbingen darf. Seine zuständige Rechtsanwaltskammer wird das zu bewerten haben. "
Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrter Fragesteller,

es tut mir leid, dass Sie mit meiner rechtlichen Einschätzung nicht zufrieden gewesen sind. Ich habe diese jedoch nach bestem Wissen und Gewissen verfasst.

Dennoch bin ich bereit Ihnen die Gebühr für die Beantwortung Ihrer Frage (auch unabhängig von den Richtlinien der Plattform) zurückzuerstatten. Bitte melden Sie sich diesbezüglich bei mir.

Viele Grüße
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.11.2017
2,2/5.0

Die Frage zum französischen Erbschaftssteuerrecht wurde offensichtlich falsch beantwortet. Danach wurden französische Anwälte bzw. Notare befragt, die eine völlig andere Einschätzung abgeben haben.
Fraglich ist, wie Herr Dietrich sich überhaupt im Stande sieht als deutscher Rechtsanwalt Fragen zum französischen Steuerrecht beantworten zu können. Ihm fehlt hierzu offenbar jegliche Kompetenz. Zumal bezweifelt werden darf, ob RA Dietrich eine solche Beratung eines fremdem Rechts überhaupt standesrechtlich erbingen darf. Seine zuständige Rechtsanwaltskammer wird das zu bewerten haben.


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