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SKY Kündigung angeblich zu spät

| 16.06.2019 23:22 |
Preis: 25,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Vertragsverlängerung

Ich habe 2015 ein 24-Monats-Abo bei SKY abgeschlossen mit einer Vertragslaufzeit bis 28.2.2017. Es wurde mitgeteilt, dass sich das Abo automatisch um 12 Monate verlängert, zum regulären Preis, falls nicht 2 Monate vor Ablauf gekündigt wird. Dies liegt mir schriftlich vor. So weit, so gut.

Ich habe dieses Abo dann 2017 um weitere 24 Monate verlängert, ohne mündliche oder gar schriftliche Vertragsänderung. Das Abo würde dann also bis 28.2.2019 laufen.
Dieses Abo wurde von mir, unter Einhaltung der 2-monatigen Kündigungsfrist, am 15.12.2018, ordnungsgemäß per mail gekündigt. Es folgte eine mail, in der der Erhalt der Kündigung bestätigt wurde.
Mit Datum vom 24.12.2018 erhielt ich die Kündigungsbestätigung auch noch per Post.

Kurz vor Ablauf des Abos fielen mir überhöhte Abbuchungen von SKY auf, die ich sofort meldete. Zu diesem Zeitpunkt hätte eine letzte Gebühr von 21,99€ abgebucht werden dürfen. Es erfolgte keine Reaktion.

Jetzt zum Problem – SKY behauptet, dass die Vertragsverlängerung für 23 Monate und nicht 24 Monate gegolten hätte. Dies ist nicht Inhalt meines Vertrages. Es wird daher behauptet, dass der aktuelle Vertrag nicht bis zum 28.2.2019, sondern nur bis zum 31.1.2019 gelaufen wäre und ich daher spätestens bis zum 30.11.2018 hätte kündigen müssen. Meine Kündigung vom 15.12.2018 wäre daher zu spät eingegangen und das Abo hätte sich deshalb „automatisch" bis zum 31.1.2020 verlängert!

Hingewiesen auf die Tatsache, dass hierzu keinerlei Mitteilung erfolgt ist, wurde mir gesagt, dass in einer „Vertragsbestätigung vom 26.2.2017" festgehalten sei, dass mein Abo eine Laufzeit von nur 23 Monaten hätte! Wie bereits erwähnt, gibt es keine solche Vertragsbestätigung, weder vom 26.2.2017, noch von einem anderen Datum. Ich habe daraufhin diese „vermeintliche" Vertragsbestätigung angefordert. Es erfolgte keinerlei Antwort.

Mittlerweile versucht man mich einzuschüchtern. Von Kosten für „Abonnementgebühr, Rücklastschriftgebühr, Mahngebühr und Schadenersatz" von derzeit 438,50€ ist die Rede! Das obligatorische Inkassounternehmen wird natürlich auch angedroht.

Ich sehe mich, nach wie vor, im Recht, zumal in meinem Vertrag nichts von verkürzten 23 Monaten Laufzeit steht. Außerdem bin ich der Meinung, dass in der Kündigungsbestätigung hätte erwähnt werden müssen, dass die Kündigung nicht zum 28.2.2019, sondern erst zum 31.1.2020 erfolgen kann. Spätestens dann wäre mir aufgefallen, dass da etwas nicht stimmt.
Soll ich reagieren? Und wenn ja, wie? Herzlichen Dank im Vorfeld!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich liegen jedem Vertrag die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu Grunde. Ich habe mir diese für Sky Fernsehen (nicht Sky Go) angeschaut. dort ist von einer automatischen Verlängerung von 12 Monaten die Rede
8.3 Die Laufzeit des Abonnementvertrags verlängert sich automatisch jeweils um weitere 12 Monate,
wenn nicht entweder der Kunde oder Sky jeweils 2 Monate vor Ablauf in Textform kündigt. Informationen zur Kündigung finden sich auch unter der Website www.sky.de/agb-info.

Das wurde vermutlich verändert, da die Rechtsprechung bei einer Vertragsverlängerung von 24 Monaten die Klausel als kritisch ansieht.

Fordern Sie daher schriftlich mit Einschreiben die alten AGBs, die damals Ihrer Verlängerung zeitlich zu Grunde lagen an. Daraus wird sich ergeben, welche Verlängerung erfolgt ist.

Wenn Sie diese haben, können Sie hier eine kostenlose Nachfrage stellen.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 29.06.2019 | 21:46

Sehr geehrte Frau Dr. Seiter,

zunächst einmal ganz herzlichen Dank für Ihre prompte Antwort zu einer Zeit, zu der ich wahrlich nicht mit einer Antwort gerechnet hätte! (Sonntagabend)

Entschuldigen Sie bitte die Verspätung, ich wollte mich erst nochmals melden, wenn mir eine Antwort vorliegt.

Leider erhielt ich sowohl auf die Anforderung der ominösen Vertragsverlängerung vom 26.2.2017, als auch auf die Vorlage der Allgemeinen Geschäftsbedingungen zum damaligen Zeitpunkt keinerlei Antwort, obwohl letzteres, auf Ihren Rat hin, per Einschreiben verlangt wurde. Meine konkreten Nachfragen werden schlichtweg ignoriert.

Es wird weiterhin ausschließlich darauf verwiesen, dass die Vertragsverlängerung für 23, statt für 24 Monate gegolten hätte und meine Kündigung daher zu spät erklärt worden sei. Beweise für all dies bleibt man schuldig.

In den Vertragsbedingungen zum Vertragsabschluss am 7.3.2015 steht unter Kündigung der Punkt 8.1 „Der Abonnementvertrag hat die vereinbarte Laufzeit und verlängert sich automatisch jeweils wieder um weitere 12 Monate, wenn nicht entweder der Kunde oder Sky jeweils 2 Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit schriftlich kündigt."
Dies kann von mir ja nachgewiesen werden und der Erhalt der Kündigung wurde ja auch von Sky bestätigt.

Der Punkt 8.3., den Sie angesprochen haben, bezieht sich in meinem Vertrag nur auf Extras wie einzelne, angebotene Programmkanäle. Dies trifft auf mich nicht zu. Zudem ist die Kündigungsfrist ebenfalls 2 Monate zum Vertragsende bei sonstiger Verlängerung um 12 Monate. Eine Datumsangabe, bzw. Gültigkeit, fehlt bei den AGB.

Fakt ist also, dass Sky keine seiner Behauptungen beweisen kann, oder will, was deren Vorgehen, in meinen Augen, unseriös macht.

Ich fürchte dennoch, dass Sky weiterhin auf Einschüchterung setzt und ein Inkassobüro auf mich „hetzen" wird. Zahlreiche ähnliche Fälle kursieren im Netz.

Zu welchem weiteren Vorgehen würden Sie mir aufgrund dessen raten?

Danke nochmals für Ihre Hilfe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.06.2019 | 15:39

Ich befürchte, Sie kommen um einen Anwalt nicht herum - anderenfalls werden Sie weiter diese Standardschreiben erhalten, in denen null auf Ihre Argumentation eingegangen wird! Gefährlich wird es, wenn ein Mahnbescheid folgt! Geben Sie auf alle Fälle Abbuchungen zurück und widersprechen schriftlich einer Abbuchung!

Ergänzung vom Anwalt 30.06.2019 | 15:40

Gebühren/stunden durch Sky kommen übrigens nur auf Sie zu, wenn diese doch die 23 Monate nachweisen können.

Bewertung des Fragestellers 12.07.2019 | 15:38

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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"Die erste Antwort auf meine Anfrage war ausführlich und engagiert. Ich wurde gebeten, Unterlagen anzufordern, was ich auch tat, zwar vergeblich, aber diese Reaktion gab ich per kostenloser Nachfrage weiter. Die Antwort darauf war nur sehr allgemein gehalten, dass ich mir doch einen Anwalt suchen sollte. Ehrlich gesagt, klang es mir danach, als wäre diese Antwort von jemand anderem gekommen. Es mag daran gelegen haben, dass mein Einsatz als zu niedrig eingeschätzt wurde. Daher ist meine Bewertung nur durchschnittlich. Danke trotzdem. "
FRAGESTELLER 12.07.2019 3,4/5,0
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