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Rohrverstopfung in Mietwohnung - wer trägt die Kosten?

27.08.2013 22:40 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Am 25.7.2013 hatten wir im Bad eine Badewannenverstopfung und riefen unsere Vermieterin an. Wir wiesen darauf hin, dass die Badewanne verstopft ist, das Wasser also nicht abläuft und sich bereits Wasser unter einer großen Bodenfliese befindet. Die Vermieterin bat uns, mit einer von ihr benannten Sanitärfirma Kontakt aufzunehmen und einen Termin zur Beseitigung der Rohrverstopfung zu vereinbaren. Die Mitarbeiterin (vermutlich Sekretärin) der Rohrreinigungsfirma erklärte uns, dies sei keine große Sache und meinte, in drei Tagen werde ein Mitarbeiter erscheinen, es sei Urlaubszeit, ihre Mitarbeiter wären ausgebucht. Dieser Mitarbeiter sorgte dafür, dass das Wasser wieder ablief, fand aber keine konkrete Ursache für die Verstopfung. Wir erhielten letzte Woche von dem Vermieter nun die Rechnung der Sanitärfirma, mit der Bitte, die Kosten zu übernehmen. Gemäß unserem Mietvertrag heißt es, dass wir Verstopfungen bis zum Hauptrohr nur zu beseitigen hätten, wenn wir sie nicht vertragsgemäß gebrauchen. Vertragsgemäß bedeutet für uns, dass Duschen erlaubt ist. Unsere Vermieterin meint nun, es hätte sich nur um eine Rohrreinigung gehandelt, da der Mitarbeiter der Sanitärfirma keine konkrete Ursache für die Verstopfung fand. Wir behaupten, es war eine Verstopfung. Wir erbitten nun rechtlichen Rat. Wer hat die Kosten zu tragen?
 
Freundliche Grüße senden
27.08.2013 | 23:22

Antwort

von


(1950)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Es ist grundsätzlich Sache des Vermieters, dafür zu sorgen, dass die Abwasserrohre sich in einem funktionsfähigen Zustand befinden. Daher ist er auch für die Beseitigung einer Rohrverstopfung verantwortlich. Der Vermieter kann die Beseitigungskosten vom Mieter nur verlangen, wenn der Mieter die Verstopfung schuldhaft verursacht hat (z.B. Toilettenverstopfung durch heruntergespülte Windeln, Binden etc.). Hierfür trägt aber der Vermieter die Beweislast. Baden und Duschen gehört dagegen zur vertragsgemäßen Nutzung - wenn hierdurch die Verstopfung (mit-)verursacht wurde, trifft den Mieter kein Verschulden und der Vermieter muss die Reinigung bezahlen.

Im Streitfall wird der Mitarbeiter der Sanitärfirma bezeugen können, dass das Wasser nicht mehr ablief und daher eine Rohrreinigung notwendig war. Wenn Ihre Vermieterin Ihnen aber nicht nachweisen kann, dass die Verstopfung durch Ihr Verschulden eingetreten ist, kann sie auch keine Übernahme der Rechnung verlangen. Daher sollten Sie es ablehnen, die Kosten zu übernehmen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

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