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Wer trägt die Kosten für die Erneuerung des Teppichbodens, die Mieter oder der Vermieter?

22.03.2009 13:16 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler


Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Vater hat 6 Jahre eine Wohnung bewohnt und nun gekündigt.
Der Teppichboden ist fleckig und muss m.E. ersetzt werden.
Frage: Wer trägt die Kosten ?

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Hinsichtlich des Teppichbodens sollten Sie zunächst einmal den Mietvertrag durchsehen, ob darin eine diesbezügliche Vereinbarung getroffen wurde. Denn diese ist vorrangig vor dem Gesetz.

Sind im Vertrag keine Regelungen getroffen, gilt nach dem Gesetz, dass der Vermieter für eine normale Abnutzung verantwortlich ist. D.h. liegt nur eine normale Abnutzung vor, besteht keine Verpflichtung Ihres Vaters

Wenn die „Flecken“ bzw. der aktuelle Zustand des Teppichs allerdings von Ihrem Vater in Form einer übermäßigen Abnutzung verursacht wurden (z.B. Rotweinflecken, Brandlöcher oder ähnliches) ist er dem Vermieter zur Beseitigung oder zum Schadensersatz verpflichtet.

Als Beseitigung von Flecken kommt z.B. die Fleckenentfernung in Betracht.

Als Schadensersatz kommt der Betrag in Betracht, der für die Beseitigung des von Ihrem Vater verursachten Schadens notwendig ist. Wenn dies nach Ihrer Schilderung nur durch einen Austausch des Teppichs möglich ist, gilt als Ausgangssumme die Neuanschaffung. In einem zweiten Schritt ist allerdings die Nutzungsdauer eines Teppichs (grds. 10 Jahre) zu berücksichtigen. D.h. der Vermieter hätte sich einen Abzug „neu für alt“ zurechnen zu lassen. D.h. im Ergebnis kann der Vermieter nur den (anteiligen) Schaden an einem sechs Jahre alten Teppich (oder ggf. auch älteren Teppichs) ersetzt verlangen.

Sollte Ihr Vater den Teppich während der Mietzeit selbst eingebracht haben, hätte er ihn beim Auszug auf eigene Kosten wieder zu entfernen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
Rechtsanwalt





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