Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Pferdekauf mit Mangel

01.08.2011 23:08 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,
folgendes Problem ist leider im Zusammenhang mit meinem Pferdekauf aufgetreten.
Ich habe einen Decksprung eines teueren Pferdes vereinbart, ohne die Mutterstute zu besitzen. Der sog. Verkäufer des Decksprunges erklärte er würde ein adequates Pferd für den Decksprung besorgen. ( Preis Decksprung normal über 6 TEUR - ich habe diesen verbilligt bekommen) Ich bin Leie im Pferdebereich, dies teilte ich dem Verkäufer des Decksprunges mit, dieser erklärte er würde alles für mich erledigen. Schriftlich wurde nichts vereinbart. nach 14 Tagen hat mich der Verkäufer des Decksprunges kontaktiert und mir mitgeteilt er hätte nun zwei Mutterstuten, die sehr gut wären besorgen können und ich solle mir diese vor Ort ansehen. Ich besichtigte nur in der Box zwei brave Pferde und verließ mich auf den Verkäufer des Decksprunges dass die Pferde in Ordnung wären. Der Verkäufer des Decksprunges erklärte er habe mit einer Kollegin noch einen weiteren Sprung den er mir zu vergünstigten Konditionen anbieten könne und ich könne doch beide Pferde kaufen zu einem relativ guten Preis. Ich erklärte ich müsse mich mit meinem Partner besprechen und verließ mich auf die Aussage des Decksprungverkäufers, dass die Pferde für dieses Vorhaben bestens geeignet wären. Mein Partner stimmte zu und wir kauften die beiden Stuten. Diese wurden dann in unseren Stall gefahren und bar bezahlt. Der Decksprungverkäufer erhielt die Summe in bar, und erklärte er besorge die Rechnung/Quittung und den Kaufvertrag vom Besitzer der Pferde bzw. von der Person von der wir die Pferde beziehen würden. Diese Personen waren mir gänzlich unbekannt. Eine Rechnung Quittung einen Kaufvertrag habe ich bis dato nicht erhalten. Relativ schnell war die Fehlstellung der Hufe, einfach keine geraden Hufe (für mich als Laien am Besten so zu erklären) zu erkennen. Dies teilte ich dem Decksprungverkäufer mit, dass ich davon ausgehe, dass die Pferde für einen so teueren Decksprung nicht besonders hochwertig wären. Ein bekannte Pferdehändler und auch erfahrener Pferdetrainer bestätigte ebenfalls dass die Pferde sich im Niedrig-Preis-Segment befinden würden, sprich 500,-- bis 800,-- Euo maximal wert wären. Unser Kaufpreis lag wesentlich höher. Nach vierzehn Tagen hatten die Pferde Probleme beim Laufen, sie gingen wie auf rohen Eiern. drei Wochen nach dem Kauf war der Hufschmid am Hof und stellte fest, dass die Pferde erhebliche Probleme mit den Hufen hatten. Er vermutete Huf-Rehe, dies bestätigte mir der Tierarzt am Folgetag. Ein Anspritzen für die Rossigkeit und den damit dann zu vollziehenden Decksprung verneinte der Tierarzt, er erklärte, dass dies unrentabel und auch nicht durchführbar wäre wg. der Krankheit. Ich kontaktierte sofort den Decksprungverkäufer und erklärte nach 3 Wochen sofort den Rücktritt aufgrund der bereits seit längerem bestehenden Krankheit der Pferde. Auf einmal war der Decksprungverkäufer nicht mehr der Verkäufer der Pferde sondern nur noch der Vermittler. Der Verkäufer wäre ein anderer und er würde die Sachlage besprechen. Ich wartete ab, es kamen weitere Kosten für die Pferde vom TA auf mich zu, aufgrund meines Herzens für Pferde bezahlte ich diese alle und ließ die Pferde weiterhin behandeln. Eine Besserung ist bis dato nicht wirklich eingetreten. nach nun sieben Wochen muss ich nun handeln. Ich wurde immer wieder vertröstet. Eine Rechnung Quittung Kaufvertrag habe ich bis heute nicht. In diesen sieben Wochen erhielt ich irgendwann die Telefonnummer des nun anscheinend erklärten Verkäufers - mit diesem sprach ich und erklärte den Sachverhalt. Dieser erklärte er nehme die Pferde nicht zurück er würde nur tauschen. Ich will überhautp nichts tauschen, ich will mein Geld zurück und möchte die Rückabwichlung des Kaufes vollziehen. Einen Decksprung kann ich aufgrund der voran geschrittenen Zeit (August) in diesem Jahr nicht mehr vollziehen und ich bin der Meinung ich wurde massiv getäuscht.
Folgende Fragen stellen sich mir:
Wer ist nun für mich der eigentliche definitive Ansprechpartner bzw. wer ist der Verkäufer der Pferde an mich?
Besteht ein richtiger Kaufvertrag da keine Belege Dokumente erstellt ausgehändigt etc. wurden, die Pässe habe ich erhalten.?
Laut TA ist Hufrehe in dieser kurzen Zeit nicht als neuauftretende Krankheit diagnostizierbar sondern ist mit Sicherheit dem Verkäufer bekannt gewesen?
WEr trägt all die Kosten für TA?
Wie soll ich nun vorangehen und wie kann ich schnellstmöglich eine Rückabwicklung erzielen?
Ich fühle mich massiv getäuscht und gehe von einem vorsätzlichen Betrug aus.

Bitte informieren Sie mich und helfen Sie mir zeitnah, da die Sache inzwischen ins unermessliche für mich läuft.
vielen Dank.
Eine Pferdekäuferin
01.08.2011 | 23:59

Antwort

von


(2213)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich kann ein Kaufvertrag auch mündlich geschlossen werden, oh e jemals etwas schriftlich festgehalten zu haben.
Durch die Übergabe der Pferde und des Geldes ist davon auszugehen, dass ein Kaufvertrag zunächst vorliegt.

Da der Geldempfänger sich auch immer als Vertragspartner ausgegeben hatte und niemals einen Dritten erwähnte, ist auch davon auszugehen, dass dieser auch der Vertragspartner geworden ist und nicht ein ominöser Dritter, da dies sehr nach einer Schutzbehauptung aussieht.
Aber auch selbst wenn er insgeheim für einen Dritten handeln wollte, dieses Ihnen aber nicht mittelte, ist er dennoch vertraglich gebunden (§ 164 Absatz 2 BGB).

Nun hatten die Pferde jedoch einen erheblichen Mangel und es scheint offensichtlich, dass der Verkäufer diesen Mangel bereits kannte.

Das Geschäft ist also wegen arglistiger Täuschung anfechtbar. Auch sonst wäre ein Rücktrittsgrund gegeben, da die Pferde einen Mangel haben, der auch nicht durch einen Tierarzt behoben werden kann.

Für die Tierarztkosten muss in diesem Fall auf jeden Fall der Verkäufer aufkommen, da er rechtlich die Pferde zurücknehmen muss und die Arztkosten in seinem Sinne gewesen sein dürften.

Praktischerweise sollten Sie den Vertrag wegen arglistiger Täuschung (§ 123 BGB) anfechten und vom Vertrag wegen Unmöglichkeit zurücktreten (§§ 323, 326, 275 BGB).
Sie sollten ihn auch gleichzeitig unter Fristsetzung auffordern, die Tiere abzuholen.

Des Weiteren können Sie Schadensersatz in Höhe der Tierarztkosten verlangen und des erwarteten Gewinns durch die Zucht sowie die Differenz zwischen den Kosten eines Decksprungs bei einem Drittanbieter und des vereinbarten und von Ihnen bezahlten Preises.

Vorsichtshalber sollten diese Erklärung, also

1) Anfechtung wegen Täuschung
2) Rücktritt vom Vertrag wegen Unmöglichkeit
3) Schadensersatzaufforderungen
4) Aufforderung zur Abholung der Tiere

an den Verkäufer und an den ominösen Dritten geschickt werden, um alle möglichen Parteien gleich außergerichtlich in Verzug zu setzen.

Die Aufforderungsschreiben sollten am Besten mit einem Einschreiben und Rückschein passieren, um den zugang später beweisen zu können.

Wenn Sie dafür Hilfe benötigen sollten, stehe ich Ihnen gerne zur Seite.


ANTWORT VON

(2213)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69556 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Also mir hat es sehr geholfen, auch wenn man die Antworten und die Umsetzung erst durchführen muss. Aber alles in allem war es sehr gut um einen Überblick zu bekommen. Sicherlich wird es noch mehr fragen geben, aber das muss ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist ausreichend.Ich bedanke mich dafür. Mit freundlichen Grüßen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort war OK, ich hatte noch eine Zusatzfrage: wenn sich Verein auflöst, kann der Vorstand als Liquidator fungieren? mfg PH ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen