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Pferdekauf Nachbesserung

29.04.2008 14:54 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo liebe Rechtsanwälte

Ich habe Ende Dezember mir ein Pferd bei einem Händler gekauft. Es wurde ein Vertrag angefertigt usw. In diesem Vertrag war auch eine Ankaufsuntersuchung von einem Tierarzt. Aber diese wurde bereits Ende Oktober erstellt. Also gute 2 Monate nach dem Kauf.
Mitte Januar wurde eine Lahmheit festgestellt mit einem masiven Muskelabbau am Hinterbein vom Pferd. Diagnose: Kniescheibengelenksentzündung. Der behandelnde Tierarzt meinte das die Verletzung wohl schön länger da sein muss weil der Muskel extrem zurück gegangen wäre. Ich habe mit dem Vorbesitzer geredet und ich sollte das erstmal behandeln.
Er will aber jetzt nicht die Rechnungen zahlen und meint das er die Verletzung beim Kauf noch nicht hatte obwohl er es nicht beweisen kann weil die Untersuchung ja im Oktober war und der Kauf im Dezember. Die Tierarztrechnungen sind alle auf meinem Namen geschrieben.
Was kann ich jetzt für Schritte einleiten ? Kann ich vom Vertrag zurück treten und den Kaufpreis + Tierarztrechnungen verlangen ?

MfG

Möppi83

Sehr geehrter Ratsuchender,

hier sollten Sie zunächst Ihren Tierarzt darum bitten, schriftlich die Diagnose zu erstellen einschließlich der Behauptung, dass die Verletzung schon vor dem Kauf aufgetreten und dem damaligen Besitzer bekannt gewesen sein muss.

Dann dann werden Sie hier dem Verkäufer in der Tat einen Arglist nachweisen und den Vertrag rückabwickeln können. Auch können Sie dann die Beträge der Tierarztbehandlungen neben dem Kaufpreis fordern und zwar einschließlich Zinsen.

Entscheidend ist, ob die Verletzung wirklich schon vor dem Verkauf vorgelegen hat, was SIE aber auch dann nachweisen müssen, wenn der Händler es bestreitet (wovon auszugehen ist).

Wenn Sie also so eine Bescheinigung haben, sollten Sie den Händler mit einer Frist von 14 Tagen zur Zahlung Zug um Zug gegen Rückgabe des Tieres auffordern. Zahlt er nicht, sollten Sie dann einen Anwalt beauftragen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 29.04.2008 | 15:17

Hallo Frau Sylvia True-Bohle

Es kann ja sein das der Verkäufer/gewerblicher Händler das selber nicht bemerkt hat dass das Pferd am lahmen ist und er es nicht wusste. Er selber hat das Pferd auch nicht geritten. Beweisen wird nicht so einfach werden. Ich würde auf die Aussage vom Tierarzt bauen plus der Ankaufsuntersuchung die 2 Monate her ist. Alleine wegen der Untersuchung hätte ich gedacht das der Händler es nicht beweisen kann dass das Pferd an dem Tag nicht schon die Verletzung hatte.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.04.2008 | 15:52

Sehr geehrter Ratsuchender,

die von Ihnen dangedachte Beweislastumkehr ist aber leider so einfach nicht zu unterstellen, da es hier ganz wesentlich auf die Krankheit, den Mangel, ankommt. Und eine Gelenksentzündung ist nun einmal eine solche Krankheit, die auch sehr schnell - z.B. durch die Gewöhnung an den neuen Untergrund, Laufen auf Pflaster - entstehen kann, also nicht zwangsläufig schon bei Übergabe vorgelegen haben muss. Dann aber kommt Ihnen die Beweiserleichterung nicht zugute und SIE müssen den beweis antreten.

Dieses wird ja nach Ihrer Schilderung durch die tierärztliche Stellungnahme möglich sein.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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