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Pferdekauf Ankaufsuntersuchung


02.03.2007 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Ich habe mir ein Pferd in einem Gestüt angesehen, dass von einem Pferdezüchter dort zur Ansicht eingestellt worden war. Das Pferd (4 jährig) war toll und preiswert (10.000 €). Das Gestüt organisierte die Ankaufsuntersuchung, bei der durch Röntgen herauskam, dass das Pferd Spat an beiden Hinterbeinen hat. Nun habe ich eine Rechnung von der Tierklinik über 680 €. Ist der Besitzer verpflichtet, sich an den Kosten der Untersuchung zu beteiligen? Immerhin hat er für sein weiteres Vorgehen wichtige Informationen bekommem.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Zunächst einmal ist noch unklar, wer die Ankaufuntersuchung in Auftrag gegeben hat. War es der Besitzer, wird er die Kosten nicht auf Sie abwälzen können. Haben Sie den Auftrag erteilt, besteht die Möglichkeit, dass der Besitzer nach den Grundsätzen der Geschäftsführung ohne Auftrag (§§ 683, 677, 670 BGB) auf Aufwendungsersatz in Anspruch genommen werden kann. Zwar wird in Pferdekaufverträgen vielfach eine Übernahme der Untersuchungskosten durch den Käufer vereinbart, doch ist der Abschluss des Kaufvertrages hierfür Bedingung. Der Besitzer hat ein Interesse daran, zu erfahren, dass ein Pferd, welches er zu veräußern gedenkt, erkrankt ist. Auch kommt ein Schadenersatzanspruch wegen eines Verschuldens bei den Vertragsverhandlungen in Betracht, § 311 Abs. 2 BGB, da Sie auf die Gesundheit des Pferdes vertraut haben könnten.

Zur Geltendmachung dieser möglichen Ansprüche sollten Sie einen Rechtsanwalt beauftragen; in diesem Zusammenhang stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.03.2007 | 13:58

Sehr geehrter Herr Böhler, vielen Dank für die Antwort. Der Auftrag zur Ankaufsuntersuchung ist schon von mir, schließlich wollte ich wissen, ob das Pferd gesund ist. Bei anderen Pferdekäufen war es Brauch, dass der Käufer die Untersuchung zahlt, wenn das Pferd gesund ist, der Verkäufer aber, wenn es einen Mangel gibt. Dieses ist unzweifelhaft hier der Fall. Ich komme ggfs auf Ihr Angebot zurück.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.03.2007 | 14:27

Sehr geehrter Fragesteller,

dieser Handelsbrauch ist ein zusätzliches Argument im Hinblick auf die Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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