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Pferdekauf von Privat

21.07.2009 09:13 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Morwinsky


Ich habe vor 3,5 Monaten ein 7 Jährige Stute als Freizeitpferd von Privat für 4500 € gekauft. Auch steht im Kaufvertrag das ich auf eine Ankaufsuntersuchung verzichte.
Ich reite sehr viel und lange sowie auch Dressur in der Halle und das Pferd wurde vor ca 2 Wochen wegen Rückenproblemen unreitbar.
Ich war in der Tierklinik und die hat das Pferd geröngt und festgestellt das sie zwischen dem 14 und 16 Rückenwirbel die Abstände geringer hat.
Kann ich das Pferd wieder zurück geben?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Zugrundelegung Ihrer Angaben beantworte.

Vorweg möchte ich darauf hinweisen, daß die nachfolgende Einschätzung allein auf den mitgeteilten Vertragsteilen beruht. Überprüfen Sie bitte den Kaufvertrag auf einen eventuell vereinbarten ausdrücklichen Gewährleistungsausschluß.

Sie haben grundsätzlich das Recht, das Pferd zurückzugeben.
Dies erläutere ich Ihnen gerne wie folgt:

Durch den Kaufvertrag wird der Verkäufer gemäß § 433 Abs. 1 BGB verpflichtet, dem Käufer Eigentum an einer mangelfreien Sache (Tiere werden wie Sachen behandelt, § 90a BGB) zu verschaffen. Der Kaufgegenstand ist frei von Sachmängeln, wenn er sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, § 434 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 BGB.
Die Verwendung des Tieres als Freizeitpferd setzt die Reitbarkeit voraus. Diese ist nach Ihren Angaben wegen zu geringer Abstände der Rückenwirbel nicht gegeben. Somit war das erworbene Pferd bereits zum Zeitpunkt der Übergabe an Sie mangelhaft und Ihnen stehen Gewährleistungsansprüche gegen den Verkäufer zu.

Eine Nachbesserung scheidet vorliegend wohl aus, da eine Mangelbeseitigung bzw. Nachlieferung nach meinem Verständnis unmöglich ist.
Falls die Korrektur der Wirbelabstände operativ erfolgen kann, müßten Sie den Verkäufer hierzu unter Fristsetzung auffordern. Nach erfolglosem Fristablauf können Sie vom Vertrag zurücktreten, den Kaufpreis zurückfordern und ggf. Schadensersatz geltend machen.

Der Verzicht auf die Ankaufuntersuchung spielt insoweit keine Rolle bei der Beurteilung Ihrer Rechte. Insbesondere ist in diesem Verzicht keine schlüssige Vereinbarung über den Ausschluß der gesetzlichen Gewährleistung zu erkennen.


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