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Pferdekauf-Schadenersatz bzw. Rückabwicklung


| 19.07.2005 11:05 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht



Ich habe im Juli 2004 von einem Profi-Reiter ein Dressurpferd mit dem Ausbildungsstand der Klasse L - Anfang M-Lektionen gekauft. Laut Angaben des Verkäufers war das Pferd gesund und hatte auch keine Vorerkrankungen. Ich habe daraufhin eine große Ankaufsuntersuchung machen lassen, wobei der Rücken des Pferdes nicht mitgeröngt wurde. Jetzt stellte sich heraus, daß das Pferd
"Kissing Spines" hat, Laut meinem Tierarzt kann diese Krankheit unmöglich im letzten Jahr entstanden sein.
Wir haben den Kauf per Handschlag mit Barzahlung abgewickelt.
Es liegt also kein schriftlicher Vertrag vor.
Habe ich irgenwelche Möglichkeiten, den Verkäufer in Anspruch zu nehmen bzw. den Kauf rückabzuwickeln, da das Pferd, aufgrund dieser Krankheit nicht die zugesagten Eigenschaften eines Turnierpferdes mitbringt?

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Guten Tag!

Auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben kann ich Ihnen folgendes mitteilen:

Auch beim Kauf eines Tieres gelten die allgemeinen Regelungen der §§ 433 ff BGB über den Kaufvertrag.

Auch wenn Sie das Pferd von einem Profi-Reiter erworben haben, gehe ich davon aus, dass hier ein Privat-Kauf vorliegt. Der Verkäufer also nicht gewerbsmäßig mit Pferden
handelt.

Das Gesetz sieht auch bei solchen Privat-Käufen Gewährleistungsrechte für den Käufer vor. Diese können jedoch ausgeschlossen werden. Es kommt deshalb entscheidend darauf an, was Sie mit dem Verkäufer bei Vertragsschluss vereinbart haben.

An ausdrückliche Zusicherungen ist der Verkäufer gebunden. Da Sie keinen schriftlichen Vertrag haben, werden Sie ( ohne Zeugen für etwaige Vereinbarungen ) diese kaum beweisen können.

Wurde das Pferd "wie gesehen" gekauft, ist davon auszugehen, dass alle Mängel, die Sie in Rahmen der Ankaufuntersuchung hätten erkennen können, nicht mehr geltend gemacht werden können. Auch wenn ein Ausschluss jeder Gewährleistung erfolgt ist, haben Sie dann keine Rechte diesbezüglich mehr. Einen Ausschluss müsste jedoch der Verkäufer notfalls beweisen.

Hinzu kommt, dass Sie beim Privat-Kauf beweisen müssen, dass die Erkrankung des Pferdes, also der Mangel, bereits bei Übergabe des Pferdes vorlag. Dies kann nur ein Sachverständiger entscheiden.

Falls Gewährleistung besteht, können Sie den Kaufpreis mindern
oder vom Vertrag zurücktreten ( und ggfs. Schadensersatz geltend machen ).

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Ziegler
Rechtsanwältin, Witten


Nachfrage vom Fragesteller 20.07.2005 | 08:27

Bei dem Kauf des Pferdes war ein Vermittler zwischengeschaltet.
Dieser hatte das Pferd im Internet auf seiner eigenen Homepage (nur Pferdeverkäufe)angeboten. Bei diesem Vermittler habe ich das Pferd probegeritten. Der Kauf wurde auch über diesen Vermittler abgewickelt. Den eigentlichen Besitzer des Pferdes habe ich nie kennengelernt. Ist dann nicht vielleicht sogar der Vermittler als Verkäufer anzusehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2005 | 10:22

Ein "Vermittler" kann in verschiedenen Funktionen zwischen gestaltet werden. Möglicherweise ist er als Vertreter des Pferdebesitzers aufgetreten. Vielleicht agierte er aber auch auf eigene Rechnung und war damit selbst Verkäufer. Leider kann ich dies ohne genaue Kenntnis sämtlicher Umstände des Vertragsschlusses nicht abschließend beurteilen. Da Sie keinen schriftlichen Vertrag haben, muss der gesamte Sachverhalt des Kaufes ausgelegt werden. Hierbei kann Ihnen ein Rechtsanwalt vor Ort sicherlich helfen.






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