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Pay Pal Inkasso Forderung+Mahnbescheid


30.11.2010 10:18 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel



Sehr geehrte Anwälte,

ich stecke momentan in einer scheinbar aussichtslosen Situation.
Folgendes hat sich zugetragen:
Ich habe im Januar diesen Jahres privat ein MacBook über Ebay angeboten und verkauft für 1995€. Der Käufer hat dann auf seinen Wunsch hin, über Paypal bezahlt. Als das Geld auf meinem PayPal Konto einging , überwies ich es sofort auf mein richtiges Bankkonto bei der VoBa , erst danach verschickte ich das MacBook versichert bis 2500€(wie im Vorfeld mit dem Käufer versprochen) über die DHL. Soweit so gut, jetzt kommt das Problem:

Das Paket ist scheinbar bei der Post verloren gegangen. Daraufhin hatte
mich der Käufer telefonisch kontaktiert, ich habe ihm den Fall geschildert und ihm den Sendungsidentcode des Paketes gegeben- anfangs dachte ich noch das Paket wird schon noch ankommen. Dies war leider nicht der Fall.
Der Käufer hat dann den Fall PayPal gemeldet um von seinem Käuferschutz gebrauch zu machen --> mein PayPal Konto wurde daraufhin den besagten 1995€ belastet und war somit 1995€ im Minus.
Realtiv verdutzt über diesen Vorgagng habe ich dann mit der "Kundenhotline" von PayPal telefoniert. Dort teilte man mir mit ich solle die Quittung der Sendung an Paypal schicken- dies habe ich per Email wie besprochen getan ---> eine Kopie dieser Mail liegt mir allerdings nicht mehr vor!!!

Für mich war damit der Fall gegessen bis ich ca 4-6 Wochen später Post von der KSP Kanzlei bekam: Die KSP Kanzlei wolle die Forderung von PayPal durchsetzen.
Dies hat mich natürlich noch mehr negativ überrascht und ich nahm Kontakt mit der KSP Kanzlei auf. Dazu muss ich sagen das es sich mit deren "Kundenhotline" verhält wie mit der PayPal Kundenhotline--> keiner ist wirklich zuständig und keiner kann so wirklich Auskunft geben.

Dort teilte man mir mit das ich im Grunde Recht hätte und die Quittung schicken solle. DIes tat ich dann Schriftlich per Einschreiben mit einer beiliegenden Schilderung des Falls. DIes war ca im Juli/August.


Trotz dessen bekam ich dann am 10.9 eine weitere 3 Seitige Mahnung in der mir Mitgeteilt wurde das man meinen Quittungsbeleg nicht anerkennen würde da ich die PayPal Frist nicht eingehalten hätte und die Forderung jetzt zu zahlen sei. Dies tat ich nicht da ich mich aus meiner Sicht klar im Recht sehe, ich habe das Paket wie besprochen verschickt.

Mittlerweile bekam ich Post vom Amtsgericht: Mahnbescheid!

Jetzt weis ich nicht was ich tun soll. Ich fühle mich klar im Recht und habe alles wie mit dem Käufer besprochen erledigt. Trotzdem macht mir der Mahnbescheid etwas Angst da ich nicht weis ob ich gesetzlich auch im Recht bin, auserdem ist PayPal ein großes mehr oder weniger namenhaftes Unternehmen was die Situation für mich noch aussichtsloser erscheinen lässt. Die Kosten bzw Forderungen sind mittlerweile auf 2300€ angestiegen, die die KSP Kanzlei nun von mir fordert.
Ich muss dazu sagen das ich auser dem Quittungsbeleg und dem Brief den ich der KSP Kanzlei geschickt habe "nichts" in der Hand habe.

Nun meine Frage:

-Ist es Sinnvoll es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen zu lassen? Und wie sind dann ggf meine Chancen?

-Oder sollte ich mich lieber um eine Zahlung bemühen?
( obwohl ich dann doppelt der Gelackmeierte wäre da ich ja wie bereits erwähnt das Mac Book versendet habe) ---> dann hätte ich nicht nur das MacBook nicht mehr sondern noch knapp 300€ Inkasso+Gerichtskosten drauf zahlen ?! )


Im bedanke mich im voraus für Ihre Mühe bei der Beanwortung meiner Fragen.
MfG

-- Einsatz geändert am 30.11.2010 11:51:49

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Gegen den gerichtlichen Mahnbescheid müssten Sie binnen zwei Wochen Widerspruch einlegen. Dies macht dann Sinn, wenn Sie nachweisen können, dass Sie die verkaufte Sache tatsächlich auch versandt haben. Diesen Nachweis können Sie ggf. durch Vorlage der Quittung und Zeugenaussage erbringen. Gibt es also jemanden, der den ordnungsgemäßen Versand der Ware bezeugen kann, so sollten Sie sich gegen die Forderung auch zur Wehr setzen. Mit der ordnungsgemäßen Ablieferung an das Transportunternehmen hätten Sie dann nämlich im Falle eines Privatverkaufs Ihre Verpflichtung erfüllt.

Sofern Sie eine weitere Vertretung durch mich wünschen, können Sie sich gern per Mail mit mir in Verbindung setzten.

Nachfrage vom Fragesteller 30.11.2010 | 12:45

Sehr geehrter Herr Steidel,

zunächst vielen dank für die schnelle antwort das hört sich doch schonmal gut an, denn:
ein Bekannter von mir war dabei als ich es eingepackt und zur Post gebracht hatte.

Einige kleine Fragen hätte ich jedoch noch:

-> Wenn ich Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlege, kommt es dann in jedem Falle zu einer Verhandlung oder kann es ggf. sein, dass das Amtsgericht bzw das Gericht
nach vorlage meiner Quittungen etc. die "Klage" bzw die Forderung von PayPal zurückweist?

-> Wie verhält es sich- wie oben beschrieben- wenn ein Vollstreckungsbescheid vorliegt und ich gegen diesen Einspruch erhebe?


Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe bei der Beanwortung meiner Fragen.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.11.2010 | 21:07

Wenn Sie Widerspruch einlegen, KANN die Gegenseite Klage erheben, muss dies allerdins nicht. Wenn Klage erhoben wird, kommt es auch zu einer mündlichen Verhandlung und sehr wahrscheinlich auch zu einer Beweisaufnahme. Erst anschliessend wird das Gericht über die Klage entscheiden.

Wenn Sie gegen einen bereits ergangenen Vollstreckungsbescheid Einspruch einlegen ( Frist 2 Wo) kommt es auf jeden Fall zu einer Verhandlung über den Einspruch ( es sei denn, die Gegenseite nimmt den Antrag zurück ).

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