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Käufer verweigert Zahlung

| 01.06.2009 22:04 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


Guten Tag,

ich habe auf Ebay ein Paysafecard-Abo (ähnliche einer Handykarte, jede Paysafecard hat einen Code, mit dem man sein Konto mit einem Betrag X aufladen kann, Zahlmittel z.B: bei Amazon.de) eingestellt.

Link zur Auktion:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&ssPageName=STRK:MESOX:IT&item=260420166193

Der Käufer weigert sich zu zahlen.
Er wollte mir anfangs im Gegenzug seiner Überweisungsbestätigung und Personalausweißkopie die erste der 12 Paysafekarten (wert ges. 1200 Euro, je 100 Euro/Monat, 12 Monate Laufzeit) abnehmen.
Ich weigerte mich und sagte ihm dass ich erst die erste der 12 Karten liefere wenn das Geld auf meinem Konto ist.

Danach folgten wirre behauptungen, er beruft sich darauf dass ich wohl nicht alle 12 Paysafes jetzt habe, was ich nie behauptet habe.

ich zitiere:

"soll das etwa heißen sie bieten ware an die sie noch gar nicht haben
sorry aber nicht mit mir ich hätte ihnen jetzt fast das geld überwiesen
aber jemand der mit schneeballsystem arbeit sorry das geht nun mal nicht wenn man ware anbietet muss man sie auch haben egal wann man verschicken will!"

"wenn sie ware anbieten die sie gar nicht haben sondern erst von meinem geld finanzieren müssen
dann ist das wohl für sie kein schneeballsystem aha
der jurist also
dann kann ich mir die karten ja gleich selber kaufen
ware anbieten die man nicht hat und von kundeneinahmen finanzieren lol das ich nicht lache klareres schneeballsystem gibt es gar nicht
ich hab im übrigen rechtswissenschaften studiert
also blasen sie sich hier nicht auf-ich kenn die gesetze"
____________________________
Zitat Ende.


Wie stehen die Chancen wenn ich klage dass er zahlen muss?
Die 20 Euro sind symbolisch, gerne würde ich mit einem Anwalt eine Summe vereinbaren und ihn somit beauftragen.
Mein Angebot wäre im Erfolgsfall 100 Euro Beteiligung an dem EbayVerkauf bei der Beauftragung.


Mit freundlcihen Grüßen
01.06.2009 | 23:38

Antwort

von


(46)
Heideweg 29f
22952 Lütjensee b. Hamburg
Tel: 041549888853
Tel: 09119601919
Web: http://www.ramusiol.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Antwort, die ich im Rahmen einer Erstberatung und Ihrem Einsatz beantworte.

Ein Kaufvertrag, der über die Plattform Ebay abgeschlossen wird, ist natürlich bindend und der Verkäufer kann Bezahlung und Abnahme der Ware verlangen und notfalls einklagen.

Ausnahme sind die Rücktrittsmöglichkeiten, z.B. wegen Lieferverzugs und vor allem das gesetzliche Widerrufsrecht beim Verbrauchsgüterkauf.

Auch wenn Sie kein Widerrufsrecht einräumen, könnte es dem Käufer trotzdem nach Gesetz (§ 355 BGB ) zustehen, wenn Sie die Karten als gewerblicher Verkäufer angeboten haben.

Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs (BGH), s. <a target="_blank" href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=36385&pos=0&anz=1" rel="nofollow">http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=36385&pos=0&anz=1</a> setzt die Unternehmereigenschaft ein planmäßiges und auf eine gewisse Dauer angelegtes Anbieten entgeltlicher Leistungen voraus. Nach neuerer Rechtsprechung ist aber nicht mehr maßgeblich, dass mit der Geschäftstätigkeit die Absicht verfolgt wird, Gewinn zu erzielen.

Nach der bisherigen Rechtsprechung kann bei insgesamt 28 Bewertungen wohl nicht von einer gewerblichen Tätigkeit auszugehen sein, es sei denn, Sie würden den Handel mit Karten nachweisbar systematisch betreiben. Dies könnte auch bei einer geringeren Zahl von Verkäufen dann der Fall, wenn diese in einem kurzen Zeitraum und mit immer demselben Produkt getätigt wurden.

Dies kann nach Auswertung Ihrer bisherigen Verkäufe beurteilt werden.

Schließlich müsste Ihr Käufer auch den Widerruf erklärt haben. Dies muss nicht ausdrücklich erfolgen, aber aus seinen Erklärungen zumindest eindeutig erkennbar sein.

In dem vorgelegten Auszug eines Schreibens verweigert der Käufer nur die vereinbarte Zahlungsabwicklung. Er gibt nicht zu erkennen, dass er seine Erklärung widerrufen will.

Um die Erklärungen abschießend beurteilen zu können, müsste der gesamte Schriftwechsel geprüft werden.

Jedenfalls hatte der Käufer kein Recht, die Abwicklung über Vorkasse zu verweigern, die im Angebot ausdrücklich angegeben war und über das Ebay-Portal üblich ist.

Nach den vorliegenden Informationen haben Sie gute Erfolgsaussichten, einen Rechtsstreit zu gewinnen.

Einen entsprechenden Auftrag können Sie über das Portal ausschreiben oder direkt erteilen. Die Kosten der Einreichung einer Klage richten sich nach den durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und das Gerichtskostengesetz (GVG) festgelegten Gebühren.

Beste Grüße

Rechtsanwalt Stefan Musiol


Rechtsanwalt Stefan Musiol
Fachanwalt für Gewerblicher Rechtsschutz

Bewertung des Fragestellers 02.06.2009 | 01:34

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