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Paypal - Zahlung

| 19.03.2013 12:44 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Sehr geehrte Damen und Herren,

am 13.Januar 2013 endete eine Auktion, in der ich eine hochwertige Armbanduhr verkauft habe.
Trotz, dessen, dass ich bei der Auktion keinen internationalen Versand angeboten habe, hat ein Bieter aus China die Uhr ersteigert.

Daraufhin habe ich dem Auktionsgewinner mit geteilt, dass ich nicht nach China versende und habe bei eBay einen Antrag auf Stornierung der Transaktion gestellt.

Die Stornierung hatte eBay mit der Begründung abgelehnt, dass der Käufer dieser erst zustimmen muß, was dieser aber nicht getan hat.

Auch beim eBay-Telefonservice wurde mir auf meine Frage, wieso ich eine Transaktion nicht einfach abbrechen darf, wenn ich doch gar keinen Auslandsversand angeboten habe, mitgeteilt, dass dies die Entscheidung des Käufers sei.

Der Käufer forderte mich dann in mehreren Mails auf, die Uhr nach China zu versenden, und zwar mit der Versandart "Brief Einschreiben International".
Diese Versandart habe er schon mehrmals gewählt und die Zustellung habe immer zuverlässig funktioniert.

Meine Antwort, dass ich nur versichert per DHL Paket (ca. 60,- Euro) versende, lehnte er mit der Begründung "zu teuer" ab. Er forderte wieder o.g. Versandart und verischerte mir, er übernähme die Veranwortung dafür.


Daraufhin habe ich ihm die Versandkosten für "Brief International Einschreiben" mitgeteilt, die er mir zzgl. des Kaufpreises per papypal übermittelte.

Die Sendung wurde von mir verpackt und online frankiert. Bei der Abgabe der Sendung im Postamt, teilte mir der Beamte auf meine Frage mit, ob ich keinen Einlieferungsbeleg erhalten würde, dass ich doch die Bestätigungsmail über die Online-Portozahlung hätte.
Auf meinen Einwand hin, dass ich aber einen Beleg über die tatsächliche Einlieferung beim Postamt brauche, kopierte der Mitarbeiter die Oberseite der Sendung und bestätigte mir auf der Kopie mit Unterschrift und Poststempel die Übergabe.

Laut Käufer kam die Sendung nie in China an und er beantragte Käuferschutz bei paypal, die mir den Kaufbetrag auf meinem paypal-Konto umgehend sperrten.

Ich habe paypal sofort alle Unterlagen, die mir zur Verfügung stehen, bereitgestellt und den Fall geschildert.

Wie sich mittlerweile herausstellte, liegt wohl ein Fehlverhalten des Postbeamten vor, der die Sendung sehr wohl hätte scannen und mir einen Beleg mit einer sog. Trackingnumber geben müssen, die dann den Postlauf nachverfolgbar gemacht hätte. Ein Nachforschungsauftrag bei der DP brachte bis jetzt rein gar nichts.

Nun stehe ich ohne Uhr und Geld da. Paypal verlangt von mir einen anderen Versandbeleg mit Trackingnumber und droht mit einer endgültigen Entscheidung zugunsten des Käufers.

Ich möchte gern wissen, wo ich in diesem Fall rechtlich stehe.

-- Einsatz geändert am 19.03.2013 14:50:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass Sie als Privatperson gehandelt haben. In diesem Fall trägt aber schon dem Gesetz nach der Käufer das Transportrisiko. Gemäß § 447 BGB haben Sie Ihre Pflicht gegenüber dem Käufer erfüllt, indem Sie „die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert" haben. Für diese Auslieferung an die Post haben Sie auch durch die Kombination von Online-Frankierung und Bestätigung durch die Post auf der Kopie zumindest einen Anscheinsbeweis.

Mit Übergabe an die Post ging das Risiko des Verlustes/der Beschädigung der Ware aber auf den Käufer über, sowohl nach dem Gesetz als auch nach der ausdrücklichen Bestätigung des Käufers im Vorfeld. Daher sehe ich hier keinen Anspruch des Käufers auf Rückerstattung des Kaufpreises.

Sollte PayPal tatsächlich trotz Vorlage aller Unterlagen zu Gunsten des Käufers entscheiden, sollten Sie sich einen Anwalt nehmen und hiergegen vorgehen. Es müssten dann auch Ansprüche gegen die Post auf Schadensersatz zum Einen wegen des Verlusts der Ware, zum Anderen wegen der falschen Beratung (die ja durch die Kopie mit Stempel zweifelsfrei belegt werden kann) geprüft werden.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2013 | 16:11

Vielen Dank für die schnelle und kompetente Hilfe.

Ich erlaube mir eine Nachfrage: Habe ich fahrlässig gehandelt, indem ich mich auf die Forderungen des Käufers einließ und die Sendung unversichert versandt habe?

Herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.03.2013 | 16:18

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Der Käufer hat ja ausdrücklich und nachweisbar darauf bestanden, aus Kostengründen auf einen versicherten Versand zu verzichten, und hat hierfür die Verantwortung übernommen. Dies ist im Rahmen der Vertragsfreiheit durchaus zulässig. Da Sie Ihrerseits auch alles versucht haben, um an den Beleg nebst Trackingnummer zu gelangen, was letztendlich nur am fehlerhaften Verhalten des Postmitarbeiters gescheitert ist, kann ich hier kein fahrlässiges Verhalten erkennen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 19.03.2013 | 16:29

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 19.03.2013 5/5,0
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