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Käufer will unversicherten Versand. Paypal Verkäuferschutz wird verwehrt. Was tun?

27.05.2013 00:40 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Verkauf Ebay

Hallo,

ich habe Anfang Mai ein Paar Schuhe im Wert von ca. 400 Euro bei ebay.com verkauft. Der Käufer besteht auf unversicherten Versand. Das Päckchen wird daraufhin durch einen Freund versandt, weil ich momentan studienbedingt in Österreich bin und das Paar bei meinen Eltern in Deutschland lag. Ein paar Tage später kriege ich eine E-mail von Paypal in der drinsteht, dass der Käufer einen Fremdzugriff auf seinen Account meldet und den Einkauf + Zahlung nicht getätigt hat. Da ich keinen Beleg dafür habe, dass das Päckchen an die in Paypal hinterlegte Adresse geliefert habe (ausser meinen Freund, der das bezeugen kann) greit der Paypal-Verkäuferschutz nicht. Jetzt steht mein Paypal-Konto 400 Euro im minus. Soll ich das Konto ausgleichen oder es auf Mahnungen + Klage ankommen lassen? Ich habe noch ein paar genauere Details unten aufgelistet.

Am 04.05.13 um 15:42:11 MESZ habe ich mich darüber gefreut, dass jemand meine Basketballschuhe bei Ebay gekauft hat. Ich hatte mich jedoch gewundert, warum der Käufer nicht direkt bezahlt hat.

Am 05.05.13 um 22:53 MESZ bekomme ich von Paypal die Nachricht, dass der Artikel bezahlt worden ist. Habe Paypal daraufhin kontrolliert. Alles in Ordnung. Ich habe direkt gesehen, dass "Unversicherter Versand" gewünscht worden ist. Verwundert war ich darüber, dass der versicherte Versand ja eigentlich nur 35 Dollar mehr kostet.
Deswegen habe ich dem Käufer eine Zusammenfassung geschrieben und geschickt. In dieser sollte er mir bestätigen, dass ausdrücklich kein versicherter Versand gewünscht wird.

Am 06.05.13 um 13:19 MESZ habe ich dann die Antwort bekommen, dass kein versicherter Versand gewünscht wird.

Da ich momentan Studienbedingt in Österreich bin und die Schuhe bei meinen Eltern sind, habe ich einen Freund darum gebeten den Versand zu übernehmen. Dabei habe ich extra darauf geachtet, dass die in Paypal angegebene Lieferadresse genommen wird und keine nachträglich geänderte Adresse.

Am 07.05.13 um 15:23 MESZ hat mir dann mein Freund ein Bild vom Päckchen in iMessage geschickt und gefragt, ob das so in Ordnung ist. Da alles gepasst hat habe ich das bestätigt und er hat das Päckchen verschickt. Daraufhin hat mein Freund noch eine "Quittung" bekommen, dass er das Päckchen bezahlt hat. (aber ohne Namen oder Adressenvermerk)

Am 11.05.13 bekomme ich eine Email von Paypal, dass der Käufer die Paypal-Zahlung nicht genehmigt hat. 1,5 Wochen später entscheidet Paypal, dass ich kein Anrecht auf Verkäuferschutz habe.

Wie sollte ich nun vorgehen? Was für Möglichkeiten habe ich?

Liebe Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zunächst einmal würde ich als aller erstes Strafanzeige stellen.

Vor allem würde ich den Accountinhaber auffordern mitzuteilen und vor allem nachzuweisen, inwieweit das Konto von einem 3. gehackt wurde, denn es kann auch nur ein Trick sein, dass nicht bezahl werden muss.

Denn dass das Konto gehackt wurde, kann im Prinzip jeder behaupten.

Hier ist eine Fristsetzung durch Sie erforderlich.

Entscheidend ist, dass Sie nachweisen können, dass das Paket abgesandt wurde (Zeugnis des Freundes).

Sie sollten auch den Empfänger des Paketes mit Fristsetzung zur Herausgabe der Schuhe und Androhung weiterer Schritte bei Fristablauf auffordern.

Diese 3 Schritte würde ich zunächst in Angriff nehmen. Sollten Schritt 2 und/oder 3 erfolglos verlaufen, sollten Sie einen Rechtsanwalt einschalten.
Gerne helfen wir Ihnen weiter.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
und Diplom-Ökonomin Dr. Corina Seiter, Rechtsanwältinn

Nachfrage vom Fragesteller 27.05.2013 | 01:22

Vielen Dank für die rasche Antwort. Es haben sich meinerseits ein paar Rückfragen ergeben.

- Stelle ich die Strafanzeige dann bei der Polizei? Auch wenn der Käufer sich in den USA befindet?

- Ist das dann eine Strafanzeige wegen Betrug?

- Soll ich dem Käufer dann via Ebay schreiben oder via Post, da ich die Adresse noch habe. Ich würde diesem dann in dem Brief/Mail um Erklärung bzw. Nachweisung bitten, inwieweit das Konto von einem 3. gehackt wurde. Zusätzlich setze ich ihm dann eine Frist zur Herausgabe der Schuhe und drohe mit weiteren Schritten. Habe ich das so richtig verstanden?

- Also soll ich erstmal das Paypal-Konto nicht mit den 400 Euro ausgleichen? Oder wie soll ich gegenüber Paypal reagieren?

Gerne melde ich mich dann bei Ihnen, falls die oben genannten Schritte erfolglos sein werden.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.05.2013 | 23:02

Es handelt sich hierbei scheinbar um eine "beliebte Masche".

Sobald Papypal benutzt wird, darf die Ware nicht unversichert Versand werden. Papypal ist dann berechtigt - wie bei Ihnen erfolgt - den Verkäuferschutz abzulehnen. Damit bleiben Sie auf dem Geld sitzen und die Ware ist weg.

Problematisch wird es auch sein, dass der Versand in die USA erfolgte, sodass es auf dem Zivilrechtswege schwierig sein wird, vor allem die Vollstreckung. Wenn sollten Sie aber dem Käufer per Post schreiben.

Auf alle Fälle müssen Sie als erstes Strafanzeige bei der Polizei (wegen Betruges) stellen.

Ich befürchte, Sie müssen ersteinmal das Konto bei Paypal ausgleichen.

Viele Grüße
Dr. C. Seiter

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