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Paket angenommen f. Nachbar angenommen - jetzt soll ich zahlen!


28.06.2006 06:38 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Einen schönen Guten Morgen!

Ich habe ein dringendes Anliegen, bei dem ich nicht weiß, wie die rechtliche Grundlage ausschaut und wie ich mich nun verhalten soll.
Hier kurz die Sachlage:

Ich habe auf meiner Arbeitsstelle Anfang des Monats für einen Nachbarn, der in dem Haus wohnt, in dem sich der Laden befindet ein Paket angenommen (dies ist bei uns so üblich, da sich den ganzen Tag immer eine von 8 Mitarbeiterinen, bis in die Abendstunden im Laden befindet und von Postboten natürlich gerne als Anlaufstelle genommen wird). Es war ein recht großes, neutrales Paket, welches mir mit den Worten "nehmen sie es schnell an" überreicht wurde, für das ich nichtsahnend den Empfang quittiert habe und es beiseite gelegt hatte. Bei 3 Schichten & 3 versch. Mitarbeiterinen endeete meine Schicht und ich lies das Paket im Glauben zurück, der Empfänger wird von DHL benachrichtigt worden sein und der Nachbar es sich, wie sonst auch üblich abholen.

Gestern bekam ich nun ein Schreiben (an die Adresse der Arbeitsstelle)mit einer Zahlungsaufforderung der Telekom mit Kopie meiner Unterschrift von DHL, für ein Handy (ganze 450 Euro), welches ich an den Empfänger nicht weitergeleitet hätte, sondern behalten.... zahlbar bis 30.6.

Es war wohl nun so, dass der Empfänger im Urlaub war und eine Mitarbeiterin, im Gespräch das Paket der Nachbarin, welche sich während der Abwesendheit um Zeitung, Post etc. kümmern sollte, mitgegeben hat. Diese wiederrum hatte es erst bei sich aufbewahrt und dann am Tag der Rückkehr vor die Tür des Empfängers gestellt.
Kurzum, das Paket ist angeblich nicht mehr dagewesen, (wobei dies dahingestellt sei, da der Empfänger es nach seinem Verhalten auf meine Drohung einer Anzeige wegen Betruges hin und seinen Kommentaren nach zu urteilen, ganz sicher erhalten hat), und ich soll dies nun zahlen! Was ich natürlich nicht einsehe.

Zum einen war das Paket nicht irgendwie als Wertsendung deklariert (sonst hätte ich es gar nicht erst angenommen), zum anderen kann ich mir nicht vorstellen, dass es an Dritte herausgegeben werden darf, zumal dann wohl nicht einmal eine Benachrichtigung durch den Boten vorgenommen wurde (keine Karte im Briefkasten). Dass ich dieses Handy nicht behalten habe, das ist ausser Frage! Das können und werden mir, sowohl meine Kollegin, die das Paket weitergegeben hat, als auch besagte Nachbarin bezeugen. Grundsätzlich könnte dann ja selbst nach einer persönlichen Übergabe jeder behaupten er habe sein Paket nicht bekommen und ich müsste dann aufgrund der Unterschrift zahlen!?

Nun wollte ich ein Schreiben an die Telekom aufsetzen und die Bestätigung dieser beiden Personen beilegen, da ich nicht weiß, wie ich mich nun anders verhalten soll. Wie sieht es rechtlich aus, da heile wieder herauszukommen?



Ich würde mich über eine schnelle Antwort sehr freuen & bedanke mich schonmal vorab!

-- Einsatz geändert am 28.06.2006 06:38:09
Eingrenzung vom Fragesteller
28.06.2006 | 08:46

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Sehr geehrter Fragesteller,
sehr geehrte Fragestellerin,

in Betracht Ihres Einsatzes und Ihrer Schilderung möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Sie sehe hier kein Fehlverhalten, dass DHL zu einem Schadensersatzanspruch berechtigt.

Nach Ihrer Schilderung ist es üblich, dass Sie oder andere Mitarbeiter für Nachbarn Pakete annehmen und weiter leiten. Es war nicht Ihre Aufgabe selbst und persönlich das Paket zu überreichen. Sie konnten darauf vertrauen, dass eine andere Mitarbeiterin das Paket übergibt. Darüber hinaus sehe ich kein Problem darin, dass von Ihrer Kollegin quasi eine andere Nachbarin eingeschaltet wurde.

Sie sollten DHL daher genauso ausführlich, wie in diesem Forum erklären, wie das Paket an den Nachbarn verbracht wurde. Dann ist es Aufgabe der DHL Ihnen eine Unterschlagung nachzuweisen.

Das sollte der Firma ziemlich schwer fallen, besonders wenn Ihre Kollegin und die Nachbarin Ihre Angaben bestätigen. Fragen Sie diese, ob Sie in dem Anschreiben an DHL deren Angaben als Zeugen weiter geben dürfen. Reichen Sie möglichst sogar schriftliche Aussagen Ihrer Zeugen an DHL weiter.

Ich denke Ihnen mit meiner Antwort weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Honsel
Rechtsanwalt
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