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DHL Schadenersatz für verlorenes Paket

| 10.11.2009 10:28 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Allerliebste Damen, Geehrte Herren,

ich habe eine Frage zur Schadenmeldung bei DHL; Ein Paket ist aus dem Postweg verschollen. Die Post stellt sich da nicht quer (mir wurden schon alle Unterlagen zur Abwicklung des Falles zugeschickt) aber ich brauche Ihren Rat zum feststellen des Schadenwertes. In meinem Paket befanden sich nämlich rund 5000 Photos (Dias und Negative) die an eine Firma zwecks Digitalisierung verschickt wurden. Der Materialwert (Diarahmen, Diamagazine, Filme als solche) ist einfach aufgrund der Marktpreise festzulegen. Was soll (kann) ich aber als „den“ Wert der Photos (der eben nicht aus dem Wert des Materials resultiert, aus dem ein Photo angefertigt wurde) angeben? Ich weiß; alles ist relativ: Würde ich Helmut Newton oder Annie Leibovitz heißen, hätten wir hier einen Fall, in dem es um Millionen (!) ginge. Meine Photos sind vielleicht keine Millionen wert (außer für mich allein, da sie die Dokumentation meines halben Lebens darstellen) aber etwas sind sie ja doch wert. Also hier meine Frage: Gibt es irgendwelche Richtlinien, die solche Fälle regeln und den Schadenwert bestimmen lassen?

Grüßchen aus der Hauptstadt.

J. Z.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage darf ich anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Der Schadensersatzanspruch durch den Verlust des Paketes bezieht sich auf den sog. materiellen unmittelbaren Schaden. Dies ist der materielle Wertverlust - den Vermögensschaden, den Sie erlitten haben.

Was Sie daneben ersetzt haben möchten- und dafür habe ich mit Sicherheit volles Verständnis- ist der sog. immaterielle Schaden (z.B. Schwerzensgeld).

Der immaterielle Schaden ist aber gem. § 253 Abs.1 BGB nur ausnahmsweise vom Schädiger zu ersetzen:

§ 253 BGB

(1) Wegen eines Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, kann Entschädigung in Geld nur in den durch das Gesetz bestimmten Fällen gefordert werden.

(2) Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten, kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden.

Das Gesetz und erst Recht nicht die Schadensgrundsätze der DHL sieht aber im Falle des Paketverlustes keinen Ausgleich für immat. Schäden vor, so dass Sie bedauerlicherweise wohl keinen Ersatz fordern können.

Das heisst aber nicht, dass Sie nicht zumindest den Versuch unternehmen sollten, die DHL zum Ersatz des Schadens zu bewegen. Da es sich nach Ihrer Schilderung wohl nicht um einen versichertern Versand gehandelt hat, wäre die Schadenshöhe auf 500,00 EUR begrenzt. Diese Betrag sollten Sie auch fordern.
Sofern DHL einen Ersatz aber ablehnt, kann ich Ihnen eine gerichtliche Geltendmachung nicht empfehlen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit im Rahmen dieser Erstberatungsplattform erschöpfend beantwortet zu haben.

Bewertung des Fragestellers 18.11.2009 | 00:12

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