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Nur 800 Euro Schmerzensgeld nach Auffahrunfall?

| 19.03.2011 20:53 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Ich hatte am 07.02.2011 einen Auffahrunfall ( ich selbst bin die Geschädigte ) Ich habe eine HWS - und LWS Distorsion und war beim Arzt, seit 5 Wochen krank geschrieben, kann meinen Haushalt nicht machen, bekomme wahrscheinlich auch keine Lohnfortzahlung, da ich auf Abruf nach Stunden bezahlt werde in der Altenpflege. Nun war ich beim Anwalt, der hat 800,00 € Schmerzensgeld an mich bezahlt von der gegnerischen Versicherung. Nachdem ich sagte, ich bekomme vom Arbeitgeber kein Geld, meinte er ob ich meinen Arbeitgeber verklagen will, dann gibt er die Akte weiter. Dann meinte er noch ein anderes mal, vielleicht sind Sie bald gesund, dann kann ich die Akte schließen. Es muß doch mehr wie 800,00 € kommen, da ich meinen Haushalt nicht machen kann und noch krank geschrieben bin. Über einen Tipp wäre ich sehr dankbar. Den Anwalt kann ich leider nicht wechseln, denn meine Rechtsschutzversicherung hat ihm schon eine Kostenzusage gemacht!!

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne nehme ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:

Gemäß § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) bleibt dem Arbeitnehmer der Vergütungsanspruch bestehen. Die Fortzahlung des Arbeitsentgelts richtet sich nach § 4 EFZG . Der Arbeitnehmer hat also Anspruch auf die regelmäßige Vergütung, die er bei Arbeitsfähigkeit erhalten hätte. Hatte der Arbeitgeber bereits den konkreten Einsatz festgelegt, so bleibt dem Arbeitnehmer bei Krankheit der Anspruch auf Entgeltfortzahlung erhalten. Probleme ergeben sich bei Abrufarbeitsverhältnissen,in denen lange Bezugszeiträume von einem Monat, mehreren Monaten vereinbart worden waren. Bei längerer Krankheit des Arbeitnehmers könnte hier der Arbeitgebervom Abruf der Arbeit absehen,mit der Folge, dass auch kein Entgeltanspruch besteht. Durch die in § 12 TzBfG vorgenommene Beschränkung des Bezugszeitraumes auf die Woche werden diese Probleme ausgeräumt.

Bei § 12 TzBfG Abs. 1 steht: "Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen hat (Arbeit auf Abruf). Die Vereinbarung muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen. Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von zehn Stunden als vereinbart. Wenn die Dauer der täglichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, hat der Arbeitgeber die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers jeweils für mindestens drei aufeinander folgende Stunden in Anspruch zu nehmen."

Die Höhe des Entgeltsfortzahlungsanspruch nach § 3 EFZG richtet sich nach der im Vertrag vereinbarten regelmäßigen durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit.

Demnach müssten Sie im Prinzip mehr als das genannte Schmerzensgeld bekommen, sogar die Höhe des Schmerzensgeldes in Höhe von 800 € halte ich für niedrig.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Ahmet Aktug
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 20.03.2011 | 12:45

Man kann doch nur einmal Schmerzensgeld bekommen oder kann ich noch eine Forderung stellen diesbezüglich? Wieviel Haushaltsgeld steht mir zu? Ansonsten haben Sie mir geholfen, vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.03.2011 | 13:19

Sehr geehrte Ratsuchende:

Natürlich erhält eine Person nur einmal das Schmerzensgeld. Die Frage ist nun, ob das außergerichtlich oder gerichtlich gelöst wurde. Wenn das außergerichtlich gelöst wurde, kann Ihr Anwalt den Betrag unter Angabe einer Gerichtsentscheidung erhöhen lassen per Klage. Dazu gibt es die Schmerzensgeldtabelle.

Für die Ausrechnung des Haushaltsgeldes kann ich keine Angaben machen, da ich konkrete Informationen brauche, die unter diesem Forum nicht dargestellt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Ahmet Aktug
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.03.2011 | 13:24

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