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Auffahrunfall Beschleunigungsstreifen

14.01.2014 19:21 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Vorfahrtsverstoß und Mitverschulden wegen wesentlich überhöhter Geschwindigkeit

Ich fuhr auf dem Beschleunigungsstreifen um auf die Bundesstraße zu gelangen.Meine Geschwindigkeit betrug ca. 50-55km/h. Ich blickte links über meine Schulter, setzte ordnungsgemäß den Blinker. Meiner Einschätzung nach war ausreichend Platz und Zeit, um auf die Bundesstraße aufzufahren. Ich befand mich etwa auf der Hälfte des Beschleunigungsstreifens, als ich auf die Hauptspur auffuhr. Während ich auf die Hauptspur auffuhr, konnte das Fahrzeug, welches ich als noch weit genug weg eingeschätzt hatte und welches offenbar sehr schnell fuhr, nicht bremsen und wich auf die linke Spur aus, um an mir vorbei zu fahren. Hierbei kollidierten mein linker Außenspiegel und sein rechter Außenspiegel miteinander. Auf dieser Strecke gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70km/h. Ich vermute, dass das Fahrzeug, mit dem ich kollidierte, mindestens 100km/h Geschwindigkeit hatte.

Als unerfahrene junge Fahrerin habe ich in dieser Situation sogleich meine Schuld eingestanden, da ich die Kollision auf mein Ungeschick zurückgeführt habe.

Der gegnerische Fahrer möchte gern, dass ich seinen leicht zerkratzten rechten Außenspiegel für etwa 300-500 Euro instand setzen lasse.

Wie kann ich mich hier argumentativ/rechtlich wehren?
Unter welchen Umständen würde ich hier tatsächlich die Schuld an dieser Kollision tragen?
Wie soll ich mich gegenüber dem Unfallgegner verhalten?

Meine Versicherung würde mir im Schuldfall empfehlen, diesen Schaden selbst zu tragen.

Vielen lieben Dank und herzliche Grüße!

14.01.2014 | 20:05

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst liegt nach Ihrer Schilderung ein Vorfahrtsverstoß vor. § 8 Abs. 2 S. 1 StVO : "Wer die Vorfahrt zu beachten hat, muß rechtzeitig durch sein Fahrverhalten, insbesondere durch mäßige Geschwindigkeit, erkennen lassen, daß er warten wird. Er darf nur weiterfahren, wenn er übersehen kann, daß er den, der die Vorfahrt hat, weder gefährdet noch wesentlich behindert."

Ich vermute, dass der Schaden nicht durch die Polizeidokumentiert wurde und Sie auch keine Fotos am Unfallort gemacht haben.

Es ist daher davon auszugehen, dass Sie für den Schaden des Unfallgegners verantwortlich sind und haften. Die nennt man den Beweis des ersten Ansscheins gegen den Wartepflichtigen (BGH Urt. v. 15.06.1982 – VI ZR 119/81 ).

Die vermutete überhöhte Geschwindigkeit des Vorfahrtsberechtigten müssten Sie beweisen. Erst bei einer bewiesenen wesentlich überhöhten Geschwindigkeit kommt eine Mithaftung des Unfallgegners von 25 % bis sogar 50 % in Betracht.

Der Unfallgegner kann den Betrag verlangen, der notwendig ist, um den Schaden zu beseitigen (§ 249 Abs. 2 S. 1 BGB ).

Sie sollten sich daher einen Kostenvoranschlag oder die Reparaturrechnung vorlegen lassen.

Wenden Sie die deutlich überhöhte Geschwindigkeit des Unfallgegners und eine Mithaftung ein.

Wenn Sie das Problem ohne anwaltliche Unterstützung lösen wollen, suchen Sie das Gespräch mit dem Unfallgegner. Fordern Sie einen Nachweis über die Schadenshöhe. Schildern Sie Ihm, dass er sich ein Mitverschulden (beispielsweise 25 %) anrechnen lassen muss und machen Sie 25 % des bei Ihnen entstandenen Schadens geltend.
Bieten Sie dann den noch offene Betrag zur Zahlung an.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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