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Auffahrunfall Reparatur

| 17.01.2014 11:21 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Am Donnerstag, 24.10.2013 (ich war morgens auf dem Weg zur Arbeit im Stau und einen Moment unkonzentriert) habe ich mit meinem Wagen die Stoßstange des vor mir stehenden Wagens touchiert/ gestreift.
Da wir auf der Autobahn standen, haben wir uns kurz darauf verständigt, auf dem ersten möglichen Parkplatz den vermeintlichen Schaden zu begutachtet und die Adressen und Telefonnummern auszutauschen.
Da es um ca. 08.00 Uhr noch sehr dunkel war, war an den beiden Autos nichts zu sehen. Ich habe kein Photo gemacht. Der ganze Vorfall war eine Bagatelle. Da es sich um einen Firmenwagen handelte, wollte Herr P. sein Auto in eine Werkstatt geben.

Am Samstag, 26.10.2013 rief mich Herr P. an und berichtete, dass er mit dem Wagen in der Werkstatt war und ein Kratzer zu sehen ist. Es war noch unklar, ob dieser durch Polieren zu entfernen ist, oder ob die Stossstange neu lackiert werden muss.

Am 05.11.2013 kam folgende e-mail:

Vielen Dank für Ihre Email. Wie besprochen wird mein Auto nächste Woche repariert. Der Werkstatt hat mich Heute wissen daß in Fall eine Lackierung notwendig ist die Kosten ohne Mehrwertsteuer zwischen EUR 600 und EUR 800 liegen werden.

Bitte geben Sie Bescheid ob Sie diesen Betrag selbst zahlen werden oder ob es über Ihre Versicherung abgewickelt wird. Falls es über der Versicherung gehen soll, brauche ich Ihre Versicherungsdaten.

Mit freundlichen Grüßen

Ich habe keinen Gutachter herangezogen, da mein Auto Ende Oktober verkauft wurde und ich die Versicherung wechselte. Ich bin nicht auf die Idee gekommen, den Schaden zu melden, oder mir sonstige Hilfe zu holen. Da ich auf den Wagen aufgefahren bin, dachte ich, dass ich den Schaden übernehmen muss. Ich war leider immer noch der Annahme, dass es sich um eine Bagatelle handelt. Einen schriftlichen Kostenvoranschlag (von der Werkstatt) habe ich nicht erhalten, leider auch nicht angefordert. Ich wollte den Schaden selbst bezahlen.

Nun habe ich am 13.01.2014 folgende e-mail erhalten:
Am 27. November haben wir von unserem Autohaus eine Rechung empfangen in Höhe von EUR 1312,01 plus MWST. Da dieser Betrag weit über die erste Schätzung liegt, haben wir versucht diese Rechnung abzulehnen und eine andere Rechnung zu bekommen. Leider hat das Autohaus uns am Freitag mitgeteilt daß wir diese Rechnung unbedingt zahlen müssen und keine andere Rechnung kommt.

Wir haben dafür keine andere Wahl als Sie diesen Betrag in Rechung zu stellen. Falls Sie noch etwas brauchen, höre ich gerne.

Mit freundlichen Grüßen

Die beigefügte Rechnung beläuft sich auf 1561,29 €
Herr P. hat mir einen Kostenvoranschlag vom 11.11.2013 beigefügt, auf welchem sich die voraussichtlichen Reparaturkosten auf 1387,66 € belaufen. Leider habe ich diesen schriftlichen Kostenvoranschlag erst am 13.01.2014, mit der Rechnung erhalten.

Meine Frage ist, ob ich verpflichtet bin, den vollen Rechnungsbetrag zu bezahlen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die gestellte Frage.

Anhand Ihres geschilderten Falles antworte ich auf Ihre Fragen wie folgt:

Grundsätzlich haftet derjenige, der schuldhaft einen Verkehrsunfall verursacht hat, für die daraus folgenden Schäden- es haftet aber auch die Haftpflichtversicherung mit. Also könnten Sie grundsätzlich Ihre Versicherung den Schaden übernehmen lassen, zunächst einmal unabhängig von der Schadenshöhe.

Wenn Versicherungsnehmer nach Unfällen den Schaden nicht unverzüglich an ihre Versicherung melden, kann die Versicherung jedoch die Zahlung verweigern oder kürzen- in Ihrem Fall könnte genau dies eintreten. Genaueres müssten Sie mit Ihrer Versicherung klären- eine Selbstübernahme lohnt sich ja in der Regel nur dann, wenn die Schadenskosten niedriger liegen als die Höherstufung der Schadensfreiheitsklasse im Versicherungsvertrag. Wegen der Verzögerten Meldung kann es aber wie gesagt sein, dass die Versicherung ganz von der Leistungspflicht befreit ist.

Nun zu der Schadenshöhe: nicht selten erlebt man, dass sich die Reparaturkosten , auch bei Bagatellen, raketenhaft in die Höhe bewegen.

Sie müssen jedoch nur für den Schaden haften, den Sie verursacht haben. Halten Sie die Rechnung für zu hoch, so müssten Sie einmal die Rechnungsposten im Einzelnen überprüfen und vergleichen, ob diese zu dem von Ihnen verursachten Schaden korrespondieren.

Die Abweichung des Kostenvoranschlags von der Endrechnung ist übrigens, auch wenn es ärgerlich ist, rechtlich nicht zu beanstanden.

Sollte sich nun herausstellen, dass "mehr" repariert worden ist als nötig oder die Rechnung nicht mit dem Schaden korrespondiert, so können Sie die Zahlung ablehnen. Dann aber wird der Unfallgegner Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit verklagen, und die Rechnung wird von einem Amtsrichter überprüft werden. Sollte dort keine Klarheit herrschen, wird man ggf. einen Gutachter herbeiziehen, der die Rechnung auf Ihre Richtigkeit untersucht. Sollte sich dann die Richtigkeit herausstellen, können Sie mit Extrakosten für Verfahren etc. von etwa weiteren 1000 Euro rechnen.

Die Tatsache, dass keine Fotos existieren, erschwert die Beweisführung dabei zusätzlich und spricht leider nicht für, sondern gegen Sie. Der erste Anscheinbeweis wird dafür sprechen, dass sie die reparierten Schäden verursacht haben. Diese können Sie ohne Fotos nicht entkräften.

Ich kann Ihnen daher nur raten, einmal selbst mit dem Autohaus Kontakt aufzunehmen und die durchgeführten Reparaturen erläutern zu lassen. Bleiben Sie hartnäckig am Telefon bis Sie den Mechaniker o.ä. erreichen. Sollten Zweifel an den Angaben bestehen, können Sie entsprechend handeln. Spricht jedoch mehr für die Richtigkeit der Rechnung, so muss ich Ihnen empfehlen, diese zu begleichen bzw. der Versicherung unter Schilderung des Vorfalls zu melden. Wohlmöglich erklärt man sich dort dennoch mit einer Regulierung einverstanden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tamás Asthoff, Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 20.01.2014 | 20:08

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FRAGESTELLER 20.01.2014 4,8/5,0
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