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Nicht gelieferte Ware, Drohung Inkasso wenn ich nicht zahle

| 28.07.2020 09:10 |
Preis: 50,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Ich habe am 16.03.20, über eine große Onlinefirma, ein Becher Honig bestellt und mit PayPal bezahlt. Der Verkäufer hielt die angegebenen Lieferfristen nicht ein und ignorierte 2 Nachfragen, zwecks Lieferung meines Artikels per E-Mails. Am 27.03.20 markierte dann Dieser den angeblichen Versand. 2 Wochen lang stand bei der Sendungsinformation, das der Artikel versandt wurde, am Ende stand laut Sendungsverlauf, dass der Artikel ausgeliefert wurde an "Nachname CO". Erst am 23.04.20 antworte erst diese Firma. Er berief sich auf die angebliche Zustellung von GLS. Laut Sendungs-Beleg wurde das Paket am: 30.03.2020 um 11:21 Uhr zugestellt. Unser Grundstück wird Video überwacht und zu dieser Uhrzeit + 60min vorher und nachher wurde von niemand ein Paket abgelegt bzw. überreicht. Es hielt kein Transporter/ Auto vor dem Grundstück und es betrat auch niemand unser dieses! Ich habe diesen Versandhandel drei Fotos von der angegebenen Uhrzeit der Zustellung zugesandt, wo klar ersichtlich war, dass kein Auto vor dem Grundstück stand bzw. niemand das Grundstück betrat. Ich bat ihn auch zu klären, was „Lehn Co" bedeutet. Ich habe den Verkäufer bei der Aufklärung des Sachverhaltes unterstützt und nachgewiesen, dass keine Auslieferung erfolgt ist. Alles andere sollte der Verkäufer abklären, denn er hat diesen Versand veranlasst. Dieser Versandhandel reagierte nicht weiter, also schaltete ich PayPal ein, weil der Artikel bezahlt, aber nicht geliefert wurde und das Paypal den Sachverhalt aufklärt. Ich übersandte der Kundenhotline alle Schriftstücke und Fotos des angeblichen Lieferzeitraumes. PayPal kontaktierte den Verkäufer und bat um Stellungnahme. Der Versandhandel berief sich, trotz Wissen, dass es keine Zustellung gab, auf den Sendungsbeleg. Das ist mir bekannt, weil ich von PayPal die Antwort zugesandt bekam. Am 26. Mai 2020 entschied PayPal nach gründlicher Überprüfung aller Unterlagen und Sachverhalte den Fall zu meinen Gunsten zu schließen. Das Geld wurde mir daraufhin zurückerstattet. Umso überraschter war ich, als ich am 10.07.20 die erste Mahnung erhielt. Ich habe diese am 17.07.20 7:04 Uhr per Fax, Sendebericht liegt vor, zurückgewiesen, da ich die Ware nicht erhalten habe und aus meiner Sicht die Mahnung unberechtigt ist. Mein Schreiben wurde ignoriert, weil gestern (geschrieben am 22.7.20) eine letzte Mahnung mit Androhung das die Forderungssache zum vorgerichtlichen und gerichtlichen Inkassoverfahren an das coeo Inkasso GmbH übergeben wird. Ich soll etwas bezahlen, was ich nicht erhalten habe. und nun droht man mir mit einem Inkassoinstitut. Muss ich etwas bezahlen, was ich nicht erhalten habe? Wie reagiere ich nun auf das Schreiben? Wenn Sie das Inkassoinstitut einschalten, wie verhalte ich mich dann? Wie stehen rechtlich meine Chancen, wenn es am Ende vor dem Gericht kommt? Paypal hat ja schon alles überprüft und entschieden, mir mein Geld zurückzuüberweisen. Kann der Versandhandel überhaupt noch auf die Bezahlung bestehen? Ursprünglich hatte ich ja bezahlt, über Vorkasse, nun sieht es ja so aus, als ob ich diesen Artikel nie bezahlt habe. Eigentlich habe ich das auch nicht, nachdem mir das Geld zurückerstattet wurde. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich mich verhalten soll.
Mit freundlichen Grüßen
28.07.2020 | 10:46

Antwort

von


(270)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Sie haben alles richtig gemacht.

Sie müssen auch für nichts bezahlen, was Sie nicht erhalten haben. Ich würde Ihnen dazu raten, wie folgt vorzugehen:

Teilen Sie dem Verkäufer schriftlich mit, dass Sie die Ware nicht erhalten haben und auch nicht bezahlen werden. Teilen Sie ihm ferner mit, dass Sie zusätzlich noch von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen, etwa mit dem folgenden Wortlaut:

"Zudem widerrufe ich hiermit den zwischen Ihnen und mir zustande gekommenen Kaufvertrag über den Honig."

Dann sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite, denn unabhängig von der Frage der Lieferung sind Sie berechtigt, Verträge zu widerrufen, sofern auf der einen Seite ein Unternehmer, also ein Onlinehändler, steht und auf der anderen Seite Sie als Privatperson.

Abgesehen von diesem Schreiben an den Verkäufer würde ich dann nichts weiter unternehmen. Sollte dann tatsächlich ein Brief vom Inkassobüro kommen, sollten Sie diesem kurz mitteilen, dass Sie den Vertrag widerrufen haben. Sollte die Forderung trotz allem weiter verfolgt werden, haben Sie ausgezeichnete Chancen, ein gerichtliches Verfahren zu gewinnen.

Sie können die Angelegenheit also entspannt betrachten.

Ich hoffe, Ihre Frage in Ihrem Sinne beantwortet zu haben und wünsche Ihnen alles Gute in dieser Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 28.07.2020 | 12:52

Sehr geehrter Herr Zimmlinghaus,

ich frage mich , ob mein Widerrufrecht immer noch gilt, obwohl ich am 16.3.20 bestellt habe und muss ich es an Rakuten.de senden oder an den Verkäufer der dort den Honig mir verkauft hat? Den Rakuten.de droht mir ja jetzt, nicht der eigentliche Verkäufer. Dieser Verkäufer hat das Ganze sehr in der Länge gezogen.

Mit freundlichen Grüßen

D.L.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.07.2020 | 13:23

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Da ich jetzt nicht weiß, ob der Kaufertrag lediglich durch Rakuten.de vermittelt oder direkt mit Rakuten.de zustande gekommen ist, rate ich vorsorglich dazu, den Widerspruch an beide zu richten.

Da Sie den Honig bis heute nicht erhalten haben, ist die Widerrufsfrist noch nicht abgelaufen, denn diese beginnt erst mit Zugang der Ware. Von daher wäre das also kein Problem.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.07.2020 | 07:55

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"Herr RA Zimmlinghaus hat innerhalb kurzer Zeit meine Frage beantwortet. Dadurch konnte ich, wie er empfohlen hat, auch gleich richtig (2x Widerruf einegreicht) reagieren. Keine Frage blieb mehr offen und ich kann gelassen dem entgegen sehen, was noch kommt. Ich kann RA Zimmlinghaus sehr gerne weiter empfehlen. "
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.07.2020
4,8/5,0

Herr RA Zimmlinghaus hat innerhalb kurzer Zeit meine Frage beantwortet. Dadurch konnte ich, wie er empfohlen hat, auch gleich richtig (2x Widerruf einegreicht) reagieren. Keine Frage blieb mehr offen und ich kann gelassen dem entgegen sehen, was noch kommt. Ich kann RA Zimmlinghaus sehr gerne weiter empfehlen.


ANTWORT VON

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