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Nebenjob in Italien

11.06.2019 12:23 |
Preis: 55,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein Stellenangebot zum Nebenjob. Das Unternehmen hat Ihren Sitz jedoch in Italien. Die Tätigkeit wäre auf 450 €-Basis zusätzlich zu meinem ganz normalen Job hier in Deutschland.

Ich habe die deutsche Staatsangehörigkeit und bin auch hier ganz normal versichert.

Nun meine Frage, die Stellenbezeichnung lautet wie folgt:
1.
Unsere neuen Mitarbeiter kaufen zum ersten Mal selsbtändig ab (wir geben die Anweisungen und das Geld dafür). Wir überweisen einen Betrag auf Ihr Konto und Sie kaufen nötige Ware bei unseren chinesischen Partnern mit Bitcoin. Sie brauchen dieses elektronische Geld nach unseren Anweisungen zu kaufen, es kostet Ihnen nichts.
Wir als Unternehmen können jetzt kein Bitcoin kaufen. Wir wissen nicht, wie wir es in der Buchhaltung regeln müssen, da es um elektronisches Geld handelt. Unsere Partner aus China empfangen jetzt nur Bitcoin, da es ein entwickelndes Elektronengeld ist und wir müssen ihre Bedingungen unserer Zusammenarbeit auch akzeptieren. Sie melden sich auf der Plattform https://www.bitpanda.com/de (hier haben Sie genaue Anweisung) an, dann bestehen Sie eine Verifikation via Videodent, damit wir Bitcoin für etwa 10 000 Euro kaufen könnten. Wir überweisen diesen Betrag (in der Höhe von 9-10 000 Euro) auf Ihr Konto. Sie leiten es auf das Plattformkonto weiter (wir übernehmen alle Kosten), dann rechnet man Ihnen die Bitcoins an - in einer dem ausgezahlten Geld gleichwertigen Höhe. Dann senden wir Ihnen die Börsennummer (Bitcoin wallet) unserer chinesischen Partner und Sie überweisen Bitcoin mit einem Klick, alles läuft ganz schnell, ohne unnötige Handlungen und Bankbesuche, es ist wirklich sehr schnell.



Sehen Sie hier wegen Zoll oder dergleichen ein Problem?

Ist es überhaupt möglich in Italien angestellt zu sein

Den Arbeitsvertrag habe ich IHnen angehängt. Könnten Sie dies bitte prüfen!
11.06.2019 | 13:15

Antwort

von


(122)
ADOLFSALLEE 55
65185 Wiesbaden
Tel: 0611 974510
Web: http://www.kanzlei-klepsch.de
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Zunächst zur Information: Der Arbeitsvertrag war nicht beigefügt.

Theoretisch ist es kein Problem einen Nebenjob hier in Deutschland für ein Unternehmen auszuüben. Allerdings handelt es sich bei dem was Sie schildern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht um ein auch nur im Ansatz seriöses Angebot, sondern um einen Fall von Internetkriminalität insbesondere mit einem deutlichen Hinweis auf Geldwäsche. Ich kann Ihnen nur dringend empfehlen dieses Angebot unter gar keinen Umständen anzunehmen und auch keine persönlichen Daten wie sie in einem Arbeitsvertrag üblicherweise abgefragt werden an die Gegenseite zu übermitteln. Die Vorgehensweise die dort beschrieben wird ist geradezu typisch für Geldwäsche, sie werden dadurch zu einem sogenannten Finanzagenten. Diese Tätigkeit wäre strafbar!

Es ist natürlich vollkommener Unfug zu behaupten, das Unternehmen könne keine Bitkom einkaufen und wisse nicht wie das zu handhaben sei. Selbstverständlich sind Steuerberater in der Lage dieses Problem zu handhaben. Einen vernünftigen Grund dafür, dass man ausgerechnet im Ausland Menschen sucht die für das eigene Unternehmen eine solche Vorgehensweise abwickeln gibt es schlicht nicht.Es geht hier darum an Ihre persönlichen Daten zu kommen um eventuell mit dieser Identität (noch dazu über die Videoidentifizierung) andere kriminelle Handlungen durchzuführen.

Wie schon gesagt: Diese Vorgehensweise sollten Sie nicht unterstützen oder annehmen, Geldwäsche wird ziemlich hoch bestraft, auch die Gutgläubigkeit Ihrerseits würde Ihnen diesbezüglich nicht helfen. Antworten Sie nicht weiter auf dieses Angebot, wenn Sie schon geantwortet und persönliche Daten übermittelt haben sollten, dann empfiehlt es sich dringend eine Anzeige bei der Polizei zu machen.


Rechtsanwalt Jörg Klepsch
Fachanwalt für Arbeitsrecht, Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

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