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Vollzeitbeschäftigung und Nebenjob


06.04.2018 18:14 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: kein absolutes Nebentätigkeitsverbot


Guten Tag,

ich wollte mich erkundigen, wie die Gesetzesvorgaben sind, wenn man einer Vollzeitbeschäftigung nach geht (im juristischen Bereich) und dann noch eine 450 € Basis - Beschäftigung bei einer Zeitarbeitsfirma aufnehmen möchte. Vorwiegend würde die Nebentätigkeit samstags erfolgen, da arbeite ich grundsätzlich nicht.

Muss mein Arbeitgeber davon in Kenntnis gesetzt werden? Welche Nachteile folgen, wenn ich meinen Hauptarbeitgeber nicht in Kenntnis setze und er es raus bekommt?

Mit freundlichen Grüßen
06.04.2018 | 19:37

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.Muss mein Arbeitgeber davon in Kenntnis gesetzt werden?
Nur, wenn arbeitsvertragliche oder tarifvertragliche Anzeigepflicht besteht oder wenn der AN aus der arbeitsvertraglichen Treue- und Rücksichtspflicht heraus verpflichtet sein, eine Nebentätigkeit dem AG anzuzeigen, soweit die Aufnahme der Nebentätigkeit mit der vertraglich geschuldeten Arbeitsleistung nicht vereinbar ist und somit eine Verletzung der Arbeitspflicht darstellt (z. B., wenn nicht ausgeschlossen ist, dass der Arbeitnehmer durch die Nebentätigkeit so in Anspruch genommen wird, dass er seine Verpflichtungen aus dem Hauptarbeitsverhältnis nicht oder nicht ausreichend erfüllen kann). Aus dem Grund, dass es für den AN nicht immer klar ist, wann das vorliegt, ist grundsätzlich anzuraten, die NB anzuzeigen.
2. Welche Nachteile folgen, wenn ich meinen Hauptarbeitgeber nicht in Kenntnis setze und er es raus bekommt?
Sie können eine Abmahnung und später eine Kündigung bekommen, wenn die NB tatsächlich Ihrer Hauptbeschäftigung stört (auch, wenn keine arbeitsvertragliche oder tarifvertragliche Anzeigepflicht besteht) bzw. wenn die NB unzulässig ist. Das sind die Fälle:
(Quelle: http://www.rechtsanwalt-aabadi.de/ArbeitsrechtNebentaetigkeit.html):
„Wenn der Arbeitnehmer durch die Nebentätigkeit so in Anspruch genommen wird, daß er seine Verpflichtungen aus dem Hauptarbeitsverhältnis nicht oder nicht ausreichend erfüllen kann, weil er etwa ständig zu müde oder unaufmerksam ist.
Wenn der Arbeitnehmer mit der Nebentätigkeit zu seinem Hauptarbeitgeber wettbewerbsrechtlich in Konkurrenz tritt.
Wenn die Arbeitszeiten von Haupt- und Nebentätigkeit zusammengenommen die nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG), dort § 3, zulässige Höchstdauer von 8 bzw. 10 Stunden täglich überschreitet.
Wenn die Nebentätigkeit während des Erholungsurlaubs ausgeübt wird, § 8 BUrlG (Bundesurlaubsgesetz).
Wenn der Arbeitnehmer krankgeschrieben ist und während der Dauer der Krankschreibung eine andere Nebentätigkeit ausübt, die den Heilungsprozeß verzögert.
Bei Angestelltenverhältnissen des öffentlichen Dienstes ist vor Aufnahme der Nebentätigkeit eine entsprechende Genehmigung des Dienstherrn einzuholen."
Hier weitere Info:
http://www.rechtsanwalt-aabadi.de/ArbeitsrechtNebentaetigkeit.html




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.

Nachfrage vom Fragesteller 11.04.2018 | 20:55

Kann der Arbeitgeber Kenntnis von einer Nebentätigkeit erhalten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.04.2018 | 20:58

ja, das kann er.
Ihr Nebenjob AG kann eine Bescheinigung von dem Hauptarbeitgeber verlangen.


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