Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nachehelicher Unterhalt bei Bezug von Krankengeld?

27.10.2006 10:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

wie errechnet sich der im Verbundverfahren geltend gemachte nacheheliche Unterhalt, wenn das Einkommen des unterhaltsberechtigten Ehegatten derzeit ausschließlich im Bezug von Krankengeld (das er schon sehr lange erhält) besteht?

Nicht richtig, weil wohl zu hoch, ist es offenbar, ihm dann 3/7 aus der Einkommensdifferenz (die feststeht und unstreitig ist) als Unterhalt zuzusprechen.

Bitte benennen Sie mir einige Urteile dazu.

Für Ihre Antwort bedanke ich mich bereits an dieser Stelle.

Mit freundlichen Grüßen

......


Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame,

auf Grundlage der geschilderten Details erlaube ich mir, Ihre Frage wie nachfolgend summarisch zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass bedingungsgemäß eine Erstberatung geboten wird, die eine genaue und abschließende weiterführende Beratung nicht ersetzt!

Krankengeld ist (wie Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld) eine Lohnersatzleistung und daher als Einkommen voll anzurechnen (OLG Köln in <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202001,%20177" target="_blank" class="djo_link" title="FamRZ 2001, 177 (3 zugeordnete Entscheidungen)">FamRZ 2001, 177</a> ; OLG Karlsruhe in <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202000,%201091" target="_blank" class="djo_link" title="FamRZ 2000, 1091 (3 zugeordnete Entscheidungen)">FamRZ 2000, 1091</a> ; vgl. auch die Leitlinien der OLGe). Vor dem Hintergrund wird bei der Ermittlung des Unterhaltsbedarfs dieses Einkommen voll berücksichtigt. Abgezogen werden jedoch krankheitsbedingte Mehrkosten (BGH <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201987,%2036" target="_blank" class="djo_link" title="BGH, 01.10.1986 - IVb ZR 68/85: Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens">FamRZ 1987, 36</a> , 38). Beachten Sie aber bitte, dass der Erwerbstätigenbonus dabei nicht abzuziehen ist (OLG Hamburg, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201992,%201308" target="_blank" class="djo_link" title="OLG Hamburg, 10.04.1992 - 12 UF 58/91: Pflichten des Unterhaltsschuldners bei hohen Werbungskos...">FamRZ 1992, 1308</a> ).


Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Für eine weitere Vertretung schreiben Sie mich bitte ausschließlich über die untenstehende email an, ich rufe dann gerne zurück!

Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt Hinrichs

rahinrichs@gmx.de

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80374 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle, ausführliche und verständliche Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage wurde zu meiner Zufriedenheit beantwortet! Herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich hätte niemals gedacht, dass sich ein Anwalt hier so viel Zeit nimmt und dann auch noch so ausführlich und detailliert Fragen beantwortet. Top! ...
FRAGESTELLER