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Motorrad gekauft,jetzt Motorschaden

17.07.2008 19:43 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Hallo,Ich habe bei Ebay ein Motorrad ersteigert,daß als "Top Zustand" angepriesen wurde.Ich bin nach Neuss gefahren,um sie abzuholen.In Berlin angekommen stellte Ich (leider nach meiner bei Ebay abgegebener Bewertung)fest,daß der Blinker links und die Hinterradbremse,trotz neuem Tüv nicht funktionerten und der Motor mächtige Geräusche von sich gab.Nun erlitt ich einen Motorschaden,der laut Werkstatt richtig teuer wird.Meine Fragen dazu:1.kann ich vom Verkäufer schadensersatz fordern,da er sie als "Top Zustand"verkaufte?(möglicherweise Geld zurück?)
2.Was kann man denn bezüglich des Tüv`s tun,denn ohne Bremse darf sie doch keinen Tüv bekommen.(Vielleicht ein Kumpel vom Verkäufer?)
3.Wie würden die Chancen bei Gericht sein?.Bitte um eine superschnelle Antwort,aus Berlin,da es für mich um viel Geld geht.Vielen herzlichen Dank im voraus.

Mfg aus Berlin

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Zugrundelegung Ihrer Darstellungen und Ihres Einsatzes erlaube ich mir, wie folgt zu den Fragen Stellung zu nehmen:

Grundsätzlich kommt ein Anspruch aus dem Gewährleistungskaufrecht in Betracht. Nicht funktionierende Blinker und Bremsen bzw. der Motorschaden stellen einen Mangel dar, der von dem beschriebenen Zustand ("top) bzw. dem gewöhnlichen Zustand abweicht und nicht unerheblich ist.

Man könnte also Nachbesserung (Mängelbeseitigung) verlangen oder aber Schadensersatz bzw. u.U. auch ganz vom Kauf zurücktreten.

Um die Rechtslage wirklich richtig beurteilen zu können und um zu entscheiden, wie zu verfahren ist, ist noch die Beantwortung folgender Fragen entscheidend:

1. Wann wurde die Maschine genau gekauft?
2. Wurde die Maschine von einem Händler oder einer Privatperson verkauft?
3. Wann traten die Mängel genau auf?
4. Sind noch die eBay-Unterlagen vorhanden, die belegen, daß die Maschine im Top-Zustand verkauft wurde?
5. Wurde der Verkäufer bereits aufgefordert, die Mängel zu beseitigen?

Bitte beantworten Sie mir kurzfristig diese Fragen, damit ich eine abschließende Beurteilung der Rechtslage vornehmen kann. Verwenden Sie hierzu entweder die kostenlose Nachfragefunktion oder (besser) kontaktieren Sie mich bitte direkt unter kanzlei@rechtsanwaeltin-klimsch.de Dann kann ich Ihnen umgehend (natürlich auch kostenlos) weitere Auskunft geben und Ihnen mitteilen, wie zu verfahren ist.

Mit freundlichen Grüßen

Klimsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 17.07.2008 | 20:59

Hallo Frau RA Klimsch,herzlichen Dank für die flinke Antwort.Also die Mängel der Bremse und des Blinkers fiel mir mit einem Freund erst in Berlin auf(kaufte sie in Neuss).Motor ging am 07.07.08 aus und ließ sich nicht mehr starten.15.07.08 hatte ich einen Termin bei einer Harley-Wekstatt,der Mechaniker rief mich heute an und sagte ich soll am 18.07.08 vorbei kommenund mir den Schaden unbedingt ansehen,da Nockenwellenseitig "ALLES Kaputt sei".
Also einen Mechaniker hätte ich.Ich werde morgen noch Fotos vom Motor machen.Nun die Frage:Wie sind die Chancen bei Gericht?
Würde mich auch gerne von Ihnen vertreten lassen.Also schreibe ich dem Verkäufer,warte ab was er sagt,und dann?Der Kilometerstand war auch mehr als angegeben.Ich bin ca.250km gefahren.Bei guten Aussichten(leider kein Rechtschutz)würd ich um einen Termin bitten.Ich muß aber erst mal sehen was der Mechaniker morgen sagt.
Vielen herlichen Dank nochmal
Mfg aus Berlin

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.07.2008 | 21:34

Hallo zurück, danke für die rasche Antwort. Sofern Sie morgen vom Mechaniker die Auskunft erhalten haben, melden Sie sich einfach unter meiner e-mail-Adresse. Ich werde anhand Ihrer Angaben von morgen dann die Erfolgsaussichten einer Klage prüfen.

Zunächst aber einfach die Mängel der Gegenseite darstellen und unter Fristsetzung die Mängelbeseitigung unter Androhung eines Klageverfahrens und einer Betrugsanzeige fordern bzw. die Erklärung der Übernahme der Kosten bestätigt fordern von der Gegenseite (Fristsetzung 1 Woche).

Dann bleibt erst einmal deren Reaktion abzuwarten.

Melden Sie sich, wenn Sie die weiteren Informationen haben. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Beste Grüße,

K. Klimsch
Rechtsanwältin

Ergänzung vom Anwalt 17.07.2008 | 20:21

Hallo nochmal, ich habe den Link zu der Auktion gefunden. Es handelt sich um eine Auktion vom Juni, der Verkäufer war Privatperson.

Daher ergibt sich folgendes:

Meines Erachtens sollten Sie zunächst den Verkäufer auffordern, die beschriebenen Mängel auf seine Kosten zu beheben. Sofern Sie nämlich zurücktreten wollen vom Kaufvertrag oder Schadensersatz haben wollen, müssen Sie den Verkäufer zunächst zur Nachbesserung auffordern. Lehnt dieser eine Nachbesserung ab, können Sie weitere Ansprüche geltend machen.

Für ein gerichtliches Verfahren ist insbesondere die Beweissituation entscheidend. Ich sehe diese aber recht positiv: Insbesondere eine defekte Handbremse und ein Motorschaden sind Mängel, die bei einem angeblich in Top-Zustand befindlichen Motorrad nicht nach einigen Kilometern Fahrleistung nach dem Kauf auftreten dürften. Mit dem Blinker ist das eventuell problematischer zu beweisen.

Die Gegenseite (der Verkäufer) dürfte wahrscheinlich seine Frau als Zeugin für den Top-Zustand und die Mangelfreiheit benennen. Daher ist es entscheidend, daß auch Sie möglichst Zeugen dafür haben sollten, daß die Maschine bereits nach dem Kauf mangelbehaftet war.

Was auch nicht schlecht wäre ist ein Gutachten, das belegt, daß die von Ihnen geltend gemachten Mängel nicht erst seit dem Kauf durch Sie entstanden sein können (eventuell kennen Sie einen Motorrad-Werkstatt-Mitarbeiter?).

Der Gewährleistungsausschluß, der in der Auktion vereinbart war, sollte jedenfalls dann nicht gelten, wenn die Sache vom behaupteten Zustand erheblich abgewichen hat. Man könnte hier schon fast an eine Täuschung denken, da eine kaputte Handbremse bzw. Blinkeranlage schon auffallen müßte.

Zunächst sind also die Mängel gegenüber der Gegenseite zu rügen und Nachbesserung zu verlangen. Um dem Ganzen mehr Nachdruck zu geben, sollte eventuell mit einer Betrugsanzeige im Fall des Nichtbehebens der Mängel gedroht werden.

Für eine kostenlose Nachfrage stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Klimsch
Rechtsanwältin

Ergänzung vom Anwalt 17.07.2008 | 20:30

Letztendlich bitte ich aber noch um Klärung, wann genau Ihnen die Mängel an dem Motorrad aufgefallen sind (gleich nach Kauf oder erst einige Tage/ Wochen später), da hiervon einiges abhängt, gerade im Hinblick auf den Gewährleistungsausschluß. Bitte schreiben Sie mir hier einfach eine mail.

Beste Grüße

K. Klimsch
Rechtsanwältin

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