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Motorrad bei Ebay Keinanzeigen verkauft -Käufer will sein Geld zurück

| 21.08.2015 23:01 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Werte Damen und Herren !

Vor ca 14 Tagen verkaufte ich ein Fahr und meiner Meinung nach ein verkehrssicheres Motorrad 125 ccm mit 1 Monat Rest TÜV,
und gab eine zweite identische Maschine im zerlegten Zustand mit dazu.
Das fahrbereite Motorrad wurde meinerseits einen Tag vor Verkauft abgemeldet und nochmals komplett durchgecheckt ... mit dem Ergebnis das ich keine Mängel fand und dem Käufer das Motorrad mit den Worten " TÜV sollte kein Thema sein " verkaufte .
Ich selbst habe das Krad fast 2 Jahre gefahren und habe es nur verkauft weil ich zufällig mein Traummotorrad bekam ....
Das verkaufte Krad bekam meinerseits einen anderen Vergaser da der Orginale Probleme machte ...dies hatte ich dem Käufer aber auch mitgeteilt und er hat dies so zur Kenntnis genommen
Im Vorfeld hatte ich Ihn angeboten auf den Krad neuen TÜV zu machen ,da der alte TÜV ablief .Er sollte mir nur die TÜV gebühren begleichen was er aber ablehnte so das ich auf neuen TÜV verzichtete und das Krad mit 1 Monat Rest TÜV verkaufte .
Der Käufer kam schaute sich das Krad sehr genau an und bemängelte eine Beule im Tank und den Chromzustand auf dem Voderer Schutzblech ,belies es aber dabei .
Er lehnte eine Probefahrt des Krades komplett ab,also verkaufte ich das Krad + Ersatzteile und noch andere Materialien mit besten Gewissen .
Damit er auch sieht das das Krad funktioniert habe ich vor seinen Augen schnell noch eine Runde um den Block gemacht bevor wir das Motorrad auf dem Anhänger verluden .
Jetzt gut eine Woche später kommt der Käufer mit Anwalt und verlangt sein Geld zurück da das Krad keinen neuen TÜV bekommen könnte .
Eine Fachwerkstatt hätte gravierende Mängel festgestell die ich im Vorfeld hätte sehen und auch merken hätte müssen ...Aussage des Anwaltes und der Werkstatt ...
Man wirft mir arglistige Täuschung vor und verlangt die Wandlung des Vertrages ...ich bin mir aber keiner Schuld bewust .
Verkauft wurde das Krad von Privat an Privat .
Muß ich den Verkauf wirklich Rückgängig machen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich unterliegen Sie auch beim Verkauf einer Sache als Privatperson an eine andere Privatperson dem sogenannten Sachmängelgewährleistungsrecht. Das bedeutet, Sie haben dem Käufer eine mangelfreie Sache zu liefern. Tritt trotzdem ein Mangel auf, kann der Käufer von Ihnen Nachbesserung verlangen, also die Beseitigung des Mangels. Das gilt auch bei gebrauchten und "alten" Sachen. Lehnen Sie die Nachbesserung ab, kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten, dann müsste das Geschäft rückabgewickelt werden.

Will man diese Rechtsfolgen vermeiden, kann man unter Privatpersonen die Sachmängelgewährleistung ausschließen. Dazu bedarf es aber einer ausdrücklichen Vereinbarung, aus Beweisgründen am besten schriftlich. Ob das hier vorliegt, kann ich leider nicht erkennen.

Etwas anders liegt die Sache, wenn Sie tatsächlich eine bestimmte Eigenschaft der Sache zugesichert haben (etwa: TÜV kein Problem), die dann aber objektiv nicht vorliegt. Dann kommt tatsächlich unter Umständen eine Anfechtung des Kaufvertrags durch den Käufer wegen Irrtums in Betracht. Rechtsfolgen dann wie oben, d. h. Rückabwickling. Der Käufer müsste die Umstände und das Nichtvorliegen der zugesicherten Eigenschaft aber fundiert vortragen und beweisen. Auch hier kann ich nicht erkennen, inwieweit das der Fall ist.

Meine persönliche Empfehlung in solchen Fällen ist: wenn Sie finanziell "zu Null" herauskommen können, machen Sie das Geschäft rückgängig. Beim erneuten Verkauf verwenden Sie dann einen vernünftigen schriftlichen Kaufvertrag (Muster gibt es überall, auch hier auf 123recht.net) mit Ausschluss der Sachmängelgewährleistung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.08.2015 | 12:52

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