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Mietminderung wegen lauten Nachbarn


09.03.2005 18:35 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo!

Ich wohne seit einem Jahr in meiner jetzigen Wohnung, habe direkt angrenzend an meine Wohnung "nette Nachbarn"! Diese Leute tyranisieren das ganze Haus. In kurzen Abständen streiten diese Leute permanent in einer Lautstärke die nicht zu tolerieren ist! Das ganze wäre noch nicht so schlimm, wenn die Zeiten nicht immer nachts zwischen 1.00-6Uhr morgens wären! Sie ist Südländerin, mit starken Temperament und dementsprechend auch sehr laut und aggressiv! Bin es leid, dort zu klingeln, habe in Vereinbarung mit den übrigen Mietern ständig die Polizei hier! Die sind wieder weg und es geht von vorne wieder los! Diese Nacht hat Sie um 5Uhr morgens anderthalb Stunden im besoffenen Zustand versucht Ihre Tür aufzubrechen! Vorher hat Sie, einschließlich bei mir, bei 5 anderen Mietern geklingelt! Nachdem eine andere Mieterin sich beschwert hat bei Ihr, hat Sie diese beschimpft und ist auf Sie losgegangen und wollte Ihr eine Klatschen! Habe meinen Vermieter darauf hingewiesen der sagte er kann nichts machen ich sollte weiterhin immer die Polizei rufen(in diesen Haus befinden sich unterschiedliche Eigentümer, meiner hat hier nur eine Wohnung zu vermieten). Wir haben mit dem Ordnungsamt gesprochen, die sagten Sie können auch nichts tun, da Sie die Post nicht beantwortet! Na super, habe ich gar keine Rechte als Mieter! Bin Mutter einer 4Monate alten Tochter, die ständig durch diesen Lärm wach wird! Bin sehr tolerant, aber jetzt ist Schluß! Selbst die Nachbarn im Hazs gegenüber(100m weiter) beschweren sich über diese Leute!!Ihr Sohn macht ständig zu den Mittagsruhezeiten Lärm, indem er bei sich ununterbrochen klingelt, auch mit Steinen ans Fenster wirft, damit Ihm seine Mutter die Tür öffnet, lautes Rufen über mehr als eine halbe Stunde habe ich vergessen! Irgendwann öffnet Sie Ihm dann!Solche Sachen sind hier mittlerweile Routine! Die Liste ist noch sehr lang! Der Vermieter dieser Wohnung wurde von der Hausverwaltung angeschrieben mehrmals und hat nicht reagiert, jetzt läuft es auf eine Räumungsklage hinaus! Was habe ich für Rechte ? Kann ich Mietminderung verlangen, wenn ja wieviel? Kann ich das einfach so einbehalten? Muß ich meinen Vermieter das mitteilen? Wie muß ich genau vorgehen?Bitte helfen Sie mir, muß auf jeden Pfennig achten und bei 600euro für eine 60qm Wohnung, wären 50euro für mich viel Geld.Kann leider nicht soviel bezahlen, bin alleinerziehend. Entschuldigung, trotzdem danke!
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Wohnung weist durch die extremen Ruhestörungen einen recht erheblichen Mangel auf; dass Ihr Vermieter nichts dafür kann, ändert hieran nichts. Sie sind aufgrund des Mangels berechtigt, die Kaltmiete zu mindern.

Wie hoch die Minderung ausfallen darf, darüber gehen die Meinungen auseinander. Das Amtsgericht Bergisch Gladbach hat in einem Urteil vom 24.07.2001 (Az.: 64 C 125/00) eine Minderungsquote von (nur) fünf Prozent wegen nächtlicher überlauter Streitgespräche in einer Nachbarwohnung für rechtens erkannt, wohingegen das Amtsgericht Neuss in einem Urteil aus dem Jahr 1988 (Az.: 36 C 88) einem Mieter, der sich durch übermäßigen Kinderlärm während der Ruhezeiten gestört fühlte, das Recht gegeben hat, die Miete um 50 Prozent zu mindern. Die Wahrheit liegt für Sie wohl ungefähr in der Mitte: Ich halte in Ihrem Fall eine Mietminderung von 25 Prozent auf jeden Fall für angemessen. Sie sollten Ihrem Vermieter anzeigen, dass Sie die Miete ab sofort um diesen Betrag kürzen.

Die Mietminderung allein kann Ihre psychische Situation allerdings natürlich nicht entschärfen. Sie sollten sich nach einer anderen Wohnung umsehen, da es noch lange dauern kann, bis die Ruhestörer aus der Wohnung gesetzt sind.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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