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Mietminderung bei Lärmbelästigung


29.03.2006 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,
Folgendes Problem ist in unserem ,aus 6 Parteien bestehendem Mietshaus aufgetreten:
Vor ca. einem halben Jahr ist im 1.Stock eine Familie mit 2 Kindern (ca.1 u. 4 Jahre alt) einezogen.
Die Kinder sind fast den ganzen Tag am Schreien,Spielen,Rumtrampeln und "Krachmachen" - deutlich über das normale Maß hinaus (z.B. Fahren mit dem Bobbycar in der Wohnung von 17.00 bis 22.00 Uhr ohne Unterbrechung).Mit anderen Worten sie toben sich in den Wohnung so richtig aus.Nach draußen zum Spielen kommen die Kinder leider so gut wie überhaupt nicht.Desweitern lassen die neuen Mitbewohner auch abends bis ca 22.00 Uhr elektrische Geräte laufen (wahrscheinlich einen Geschirrspüler/Waschmaschine?), die im ganzen Haus zu hören sind und z.B. eine Unterhaltung im Erdgeschoß fast nicht mehr ermöglichen.
Zwei Mitbewohner des Hauses haben sich schon bei der Verwaltung beschwert, diese hat auch einen Brief geschrieben und danach ist es geringfühgig besser geworden mit dem Krach. Leider kann man mit der Familie selbst nicht reden , da sie kein Wort Deutsch versteht.
Muß man als Mieter diesen Krach hinnehmen oder kann man weitere Schritte unternehmen? Gedacht wäre z.B. an eine Mietminderung.In welcher Höhe wäre sie angemessen? Kann man eine Einhaltung der allgemein in Deutschland üblichen Ruhezeiten (z.B. 13.00-15..00 Uhr)verlangen?
Für die Beantwortung der Frage schon im voraus besten Dank
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es so, dass Spielen, Lachen, Weinen oder Schreien von Kleinkindern von jedem Hausbewohner als natürliches Verhalten der Kinder hinzunehmen ist. Dies gilt auch für Ruhezeiten, da Kinder ja nicht einfach per Knopfdruck „abgestellt“ werden können.. Die Unruhe, die durch den normalen Spiel- oder Bewegungsbetriebes der Kinder entsteht, ist, da es sich um ein elementares Bedürfnis eines jeden Kindes handelt, in einem Mehrparteienhaus hinzunehmen. Allerdings darf das Spielen nicht zu einer unzumutbaren Störung der anderen Hausbewohner führen darf.

Wann diese Unzumutbarkeit erreicht ist, ist im Einzelfall zu bewerten. Wenn zum Beispiel eine Wohnung besonders hellhörig ist und die Mitmieter deshalb oft von Kinderlärm gestört werden, so kann dies ggf. ein Recht zur Mietminderung geben. Um den Grad der Beeinträchtigung darlegen zu können, empfehle ich Ihnen, ein Lärmprotokoll zu erstellen, in welchem Sie zunächst für eine Woche Dauer, Art und Auswirkungen (z.B. kein Gespräch in Zimmerlautstärke mehr möglich) sowie Beweismittel (z.B. Zeugen) aufführen. Dieses Lärmprotokoll sollten Sie dann verbunden mit einer Mängelanzeige an Ihren Vermieter schicken und ihn auffordern, den Mangel zu beseitigen. Zur Höhe der möglichen Mietminderung lässt sich so allgemein leider nicht viel sagen, da es dabei auf die konkreten Gegebenheiten im Einzelfall ankommt, jedoch scheint oft eine Minderung von 10% angenommen worden zu sein.

Hinsichtlich der Störung durch elektrische Geräte kommt es zunächst darauf an, ob Ihre Hausordnung dazu Bestimmungen trifft. Ansonsten kann ich Ihnen auch in diesem Fall nur empfehlen ein Lärmprotokoll zu erstellen und Ihrem Vermieter schriftlich den Mangel anzuzeigen. Hier können Sie von Ihrem Vermieter natürlich verlangen, dass die Störung aufhört, da die Betätigung elektrischer Geräte auch zu anderen Tageszeiten möglich ist. Hier kommt es ebenfalls auf den Grad Ihrer Belästigung an, um die Höhe eines ggf. entstandenen Mietminderungsanspruches zu ermitteln.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Gerne stehe ich Ihnen im Rahmen der einmaligen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Nicole Maldonado
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