Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Lycos-DSL und Mahnung durch Creditreform


| 13.05.2007 01:36 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Sehr geehrte Damen und Herren,

Anfang des Jahres habe ich Online ein DSL-Vertrag bei der Fa. Lycos
(leider) abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um e. 24monate Vertrag welches die DSL-Leitung und der Internetzugang als Flatrate-Komplettpaket für 24,99 beinhaltete.

Die Bestellte Übertragungsrate war DSL-16000, explizit habe ich auf den Online-Formular die Option "Keine Bandbreiteanpassung Erwünscht" angecklickt, d.h. wenn an meine Oertlichkeiten keine Übertragungsraten DSL16000 entsprechend möglich sind, bin ich mit dem Zustandekommen des vertrages nicht einverstanden.

Von Lycos bekam ich via email zunächst einmal die Bestätigung der Bestellung und kurze Zeit spaeter (ebenfalls via email) die Zugangsdaten, die aber erst mit der Bereitstellung des Zuganges nutzbar gewesen wären.

Ein paar Tage spaeter bekam ich (erneut via email) die Benachrichtigung, dass an meine Adresse keine DSL16000 möglich waere sondern nur ein sogen. "Resale DSL6000 auf 3072 begrenzt"
d.h. konkret nur weniger als 1/4 der von mir gewünschte Bandbreite, welche aber ebenfalls mit 24,99 berechnet werden würde. Man teilte mir weiter in diese email mit, dass mann nun erst auf meine Antwort diesbezüglich warten würde und der Auftrag so lange ruht bis ich mich dazu äussern würde. Dass ich kein Interesse an DSL3000 zum Preis von DSL16000 hatte war wohl logisch, so habe ich mich dazu nicht geäussert und dachte das hätte sich wohl von selbst erledigt.

Aber weit gefehlt, widerrum ein paar Tage spaeter wurde ich dazu in Kenntnis gesetzt, dass meine Leitung nun von der DTAG auf Lycos portiert waere, ich meine Hardware (gabs beim vertrag dazu) geliefert bekomme und mein Zugang zum Januar 2007 freigeschaltet wird:

Da ich ja eine Bandbreiteanpassung bei der Bestellung widersprochen hatte und die Herren bei dieser Email angegeben hatten den Vertrag ruhen zu lassen bis ich mich z. der niedrige Bandbreite äussere, hatte ich nun angenommen, dass man evtl. bei eine genaue Überprüfung festgestellt hat, dass bei mir doch DSL16000 möglich sei und deshalb den Zugang freischalten ohne meine Antwort (negativ oder positiv) abzuwarten.

Am Tag der Freischaltung probierte ich es sofort aus und musste feststellen, dass es nur eine DSL-3000 Leitung war. Ich rief bei der "Hotline" (Service-Wüste Deutschland ist Realität!!) und musste mich mehr oder weniger wüste Beschimpfungen (warum, habe ich immer noch nicht verstanden)anhören.

Auf eine Schriftliche Anfrage von mir reagierte man mit den übl. Vertragsklausel-Floskeln ohne auf die von mir erwähnte "Bandbreite Anpassung nicht erwünscht" einzugehen.
Daraufhin habe ich d. Kontoeinzugsermächtigung widerrufen (1 mal haben Sie den Betrag noch einziehen können) und erneut um Prüfung meiner Argumente gebeten (Einschreiben mit Rückschein), seitdem bekam ich nur eine einzige Rechnung, die ich jedoch nicht bezahlte, da diese so "seriöse" Firma mir nicht die Leistung liefert, die ich bestellt habe.

Nun bekam ich plötzlich von eine noch "seriösere" Firma Creditreform eine Zahlungsaufforderung (bis spätestens 14.05.2007) in Höhe von Euro 97,76, die sich wie folgt zusammensetzt: 49,98 Forderungen seitens Lycos (2 x 24,99 Euro), 18,40 Euro Gläubigerspesen (wahrscheinlich dafür, dass Sie auf meine Briefe nicht reagiert haben) und letzlich 29,00 Inkassokosten für die Drohung seitens Creditreform "dass die Nichtzahlung zu eine Verschlechterung der Beurteilung meiner Kreditwürdigkeit führen kann" Creditreform teilt mir auch in einer Fussnote mit, dass " Über Sie sind diese Daten auch bei der Creditreform XXXXXXXXX (eine Stadt in meiner Nähe) gespeichert.

Nun nach der lange Vorgeschichte, die konkrete Fragen:

1. Darf Lycos einfach meinen Wunsch "Keine Bandbreiteanpassung" einfach ignorieren (kann ich zwar nicht nachweisen, da online-Formular, aber Lycos selbst gibt das zu, indem Sie mir eine email senden und "mehr oder weniger" sagen: wir machen in
der Sache nicht weiter bis Sie sich dazu äussern)

2. Darf Creditreform mich einfach "einschüchtern" in dem Sie mir eine Verschlechterung meiner Kreditwürdigkeit androhen (nebenbei bemerkt: ich pfeiffe darauf, Gott sei Dank brauche ich keine Kredite)?

3. Dürfen diese Creditreform-Komiker einfach meine Daten an alle oder Teil Ihre Filialen weitergeben, Datenschutz ist mittlerweile zu einem leerem Wort verkommen in Deutschland.

Ich gebe zu, 35 Euro ist als Einsatz nicht viel und damit hätte ich ja schon zumindest die "Inkassokosten" decken können, aber mir geht es um Prinzip: es kann doch nich sein, dass man heutzutage nur noch besch.. , betrogen und schikaniert wird!!!


Mit freundlichen Grüssen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen möchte ich auf Grundlage der vorliegenden Informationen wie folgt beantworten:

1. Nein, Ihren Wunsch, keine Bandbreitenanpassung vorzunehmen, darf Lycos nicht ignorieren. Der Vertrag sollte nur bei Verfügbarkeit von DSL 16000 zustande kommen. Ihr Schweigen auf die Anfrage von Lycos, ob Sie dennoch am Vertrag festhalten wollen, darf seitens Lycos nicht einfach als Zustimmung gewertet werden.
Nachteilig für Sie ist leider, dass Sie besagtes Online-Formular nicht haben bzw. es nicht ausgedruckt haben (sofern technisch möglich). Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung würde hier aber bspw. auch helfen, wenn Sie eine entsprechende Zeugenaussage einer Person beibringen könnten, die dabei war, als Sie das Formular abgeschickt haben.
Die E-Mail von Lycos kann natürlich ebenfalls als Beweismittel verwendet werden.

2. Ein "Einschüchtern" im Sinne einer Drohung, wie Sie bspw. im Rahmen einer strafrechtlich zu ahndenen Nötigung vorkommen könnte, wäre der Creditreform untersagt. Der bloße Hinweis auf eine mögliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit wird dagegen wohl noch als ein bloßer Hinweis auf tatsächlich mögliche Folgen verstanden werden können. Inkassofirmen arbeiten gerne mit unterschwelligen Drohungen, um den Zahlungsdruck zu erhöhen, bewegen sich hierbei aber in der Regel noch auf legalem Boden.

3. Sofern die Creditreform die Sie betreffenden Daten nur intern weitergibt, sei es auch an eine Filiale in einer anderen Stadt, begenet diese Vorgehensweise keinen Bedenken. Bei internen Filialen handelt es sich nicht um eine Übermittlung an "Dritte" im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes.

Dem Zahlungsverlangen sollten Sie, jdf. dann, wenn Sie sich vor weiteren, auch mit Kostenrisiken behafteten, Auseinandersetzungen nicht scheuen, nicht nachgeben, denn einen Anspruch auf Zahlung hat Lycos nach Ihrer Schilderung nicht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten ÜBerblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2007 | 02:32

Auch wenn es mir mehr kostet als die Summe um die es hier geht, ich will es mir nicht einfach so gefallen lassen.

1.Wären Sie bereit das für mich zu übernehmen?
2. Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
3.Kann man das auch über die Rechtsschutzversicherung abwickeln?
4. Ich könnte Ihnen alle Dokumente (Emails, Schriftverkehr usw.)
per email zusenden.
Ich kenne viele Anwälte hier bei uns in der Stadt, viele von Ihnen können Internet nicht mal buchstabieren, daher kommen Anwälte Vorort für mich nicht i. Frage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2007 | 12:36

Sehr geehrter Fragesteller,

1. Sie können sich diesbzgl. gerne an mich wenden und mich am Montag telefonisch oder per Email kontaktieren.

2. Die Kosten richten sich inbesondere danach, wie viele Verfahrensschritte durchlaufen werden. Bei einem kompletten erstinstanzlichen Verfahren (außergerichtliche Vertretung, gerichtliche Vertretung, evtl. Mahn- und Vollstreckungsbescheid, Wahrnehmung eines gerichtlichen Verhandlungstermins) würden sich die Kosten meiner Inanspruchnahme bei einem Streitwert von 97 € auf ca. 130 € belaufen.
Kommt es zu einem gerichtlichen Verfahren trägt die unterliegende Partei alle Kosten bzw. die Kosten werden entsprechend aufgeteilt, wenn eine Partei teilweise gewinnt und teilweise verliert.

3. Diesen Fall eignet sich auch für eine Abwicklung über die Rechtsschutzversicherung.

4. Eine Abwicklung über Email ist kein Problem.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
REchtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Der Mann kennt sich aus :-)
Er hat mich vertreten und das Problem ist gelöst :-)) "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER