Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Lohnpfändung wann ?

14.04.2008 15:13 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo,
ein ehemaliger Mieter hat bei mir seit 10 Jahren Mietschulden über ca 3000 Euro (Schuldtitel) vorhanden. Er hat noch nichts bezahlt.
Im August 2007 hatte er laut Vermögensverzeichniss (Amtsgericht)
2350 Euro Brutto = 1758 Euro Netto - 75 Euro Lohnpfändung durch das Finanzant (wegen 50000 Euro Steuerschulden) = 1683 Euro Überweisungsbetrag.
Der Schuldner ist verheiratet. Seine Ehefrau ist nicht berufstätig.
Sie haben zwei Kinder 12 und 27 Jahre alt, die bei ihnen im Haushalt leben und für die sie 308 Euro Kindergeld erhalten.
Irgendwann z.B. mit 28 Jahren ist das ältere Kind nicht mehr unterhaltsberechtigt. Dann möchte ich, noch vor dem Finanzamt,
die dann entstehende Lücke zum Pfändungsfreibetrag, bei einer Lohnpfändung ausnutzen.

Frage: Zu welchem Zeitpunkt ist eine Lohnpfändung hier am erfolgversprechendsten?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Beachtung Ihrer Angaben.

Das pfändbare Einkommen bestimmt sich nach § 850 c ZPO. Aufgrund Ihrer Angaben steht fest, dass das pfändbare Einkommen des Schuldners bereits jetzt auf Basis von zwei unterhaltsberechtigten Personen berechnet ist, nämliche Ehefrau und das minderjährige Kind. Bei einem Netto von 1758 € ergibt sich bei zwei unterhaltspflichtigen Personen ein pfändbarer Betrag von 75,01 €. Dies ist genau der vom Finanzamt gepfändete Betrag. Dies ist auch logisch, denn ein 27 Jahre altes Kind ist in der Regel nicht mehr unterhaltsberechtigt, es sei denn es wäre im Studium. Es ist also keine Erhöhung des pfänbaren Einkommens Ihres Schuldners zu erwarten. Davon abgesehen, bestimmt § 804 III ZPO einen Vorrang des früheren Gläubigers vor dem folgenden. Aufgrund des bestehenden Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses zugunsten des Finanzamtes, wird das pfändbare Einkommen dorthin überwiesen. Nach dieser Vorpfändung bleibt für Sie leider nichts übrig.

Ich hoffe ich konnte Ihnen eine erste Orientierung bieten.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler,Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 72692 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle, gut verständliche und sachliche Beantwortung. Vielen Dank nochmal! Sie haben mir sehr geholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Hatte schon mit einigen Rechtsanwälten aus diesem Portal zu tun, aber Herr Greenawalt war mit Abstand der Beste. Herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER