Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Aufhebung von Lohnpfändung


| 16.12.2009 22:04 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg



Hallo,

folgender Sachverhalt besteht bei mir:

meine ex frau lässt seit jahren mein gehalt pfänden. Ohne das ich vorher eine rechnung über ihre forderungen von ihr bekommen habe. Oder gar mahnungen über zahlungen. Sie ging zum anwalt und dieser ließ dann ihre forderungen in höhe von damals 25000.-euro direkt von meinem lohn pfänden. Die ersten 2 jahre wurden immer über 300.- euro von meinem lohn gepfändet. Nun bin ich seit ca. 3 jahren verheiratet und es wird seit dem um die 30.- euro im monat gepfändet. Meine frage. Durfte die anwältin ohne vorherige rechnungsforderung pfänden ?? Wie kann ich die pfändung von meinem lohn bekommen ?? Wenn ich meiner ex frau monatliche raten anbiete ?? Wie kann ich überhaupt hiergegen vorgehen ?? Oder ist es alles schon zu spät ??

Vielen Dank im Voraus für die Antwort
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

1.
Unterhalt und sonstige Forderungen lassen sich nur aufgrund eines Titels, eines rechtskräftigen Urteils, Vergleichs insbesondere, pfänden.
Dafür bedarf es auf jeden Fall einer Rechnungsforderung, auch ist bei einer Lohnpfändung an das Vollstreckungsgericht eine Forderungsaufstellung einzureichen. Sie müssten daher davon Kenntnis erlangt haben - gerne können Sie mir dazu noch eine Mitteilung zukommen lassen.

2.
Arbeitseinkommen ist grundsätzlich bei Unterhaltsansprüchen pfändbar, Pfändungsfreigrenzen gelten nur sehr eingeschränkt.

Dieses ist daher in Bezug auf den von Ihnen zu leistenden Ehegattenunterhalt gegenüber anderen Forderungen verschärft.

Dem Schuldner ist jedoch so viel zu belassen, als er für seinen notwendigen Unterhalt und zur Erfüllung seiner laufenden gesetzlichen Unterhaltspflichten gegenüber den dem Gläubiger vorgehenden Berechtigten oder zur gleichmäßigen Befriedigung der dem Gläubiger gleichstehenden Berechtigten bedarf.

3.
Sie können in der Tat monatliche Raten Ihrer Exfrau anbieten, was einer Vollstreckung die Grundlage entziehen würde. Sie müssten dann bei einer freiwilligen Ratenzahlung dieses dem Vollstreckungsgericht mitteilen, um die Pfändung aufheben zu lassen.

4.
Wie gesagt, Sie können sich jederzeit an das Vollstreckungsgericht wenden, solange die Zwangsvollstreckung andauert. Zu spät ist dieses also noch nicht.

Sie sollten allerdings - so mein jetziger Rat - die Ihrem Fall zugrundeliegenden Unterlagen einem Anwalt Ihrer Wahl zur Prüfung einreichen.

Ich stehe Ihnen dabei selbstverständlich zur Verfügung; eine hier gezahlte Erstberatungsgebühr würde Ihnen dabei natürlich angerechnet und gutgeschrieben werden.

Anhand der konkreten Fallumstände kann Ihnen noch besser geholfen werden.

Ich hoffe, Ihnen damit geholfen und Ihnen eine erste Einschätzungsmöglichkeit gegeben zu haben. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

Bewertung des Fragestellers 19.12.2009 | 19:51


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"werde auf sie zurück kommen"