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Unterhaltsrückstand/Lohnpfändung

02.10.2015 19:36 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Voraussetzung für eine Lohnpfändung ist ein entsprechender Titel und ein Antrag des Pfändungs-/Überweisungsbeschlusses. Die Höhe des pfändbaren Betrages hängt vom bereinigten Einkommen und Anzahl der Unterhaltsberechtigten (die tatsächlich Bar- oder Naturalunterhalt erhalten) ab.

Hallo

1. Kann man einfach so eine Lohnpfändung durchführen ohne den Schuldner vorher zu Informieren durch einen Beschluss oder ähnliches den diesen fall habe ich , ich wusste das es Unterhaltsrückstände gibt aber es gab keinen beschluss das jetzt eine Lohnpfändung kommt.

2. Wieviel kann gepfändet werden?? ( verheiratet 2 Kinder alle Leben unter einem Dach)
die ex frau mit der das 3. Kind besteht klagt Unterhalt ein. einkommen von mir ca. 3000 Euro netto

danke für eine schnelle ausführliche antwort

gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zur Frage 1:

Soweit der Gläubiger (hier die Ex-Ehefrau) einen vollstreckbaren Titel (z.B. Urteil) besitzt, kann in der Tat der Lohn des Schuldners gepfändet werden – ohne den Schuldner vorher nochmals hierüber zu informieren. Dazu muss lediglich ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss vorliegen. Der Gläubiger stellt hierzu einfach einen schriftlichen Antrag bei dem zuständigen Amtsgericht, in dessen Gerichtsbezirk der Schuldner seinen Wohnsitz hat. Dieser erwirkte Pfändungs- und Überweisungsbeschluss wird anschließend vom Gericht an den Arbeitgeber zugestellt.

Frage 2:

Gemäß der Pfändungstabelle 2015 ist bei einem bereinigten Nettoeinkommen von 3.000,- € ein Betrag von 321,49 € pfändbar, soweit Sie lediglich gegenüber drei Unterhaltsberechtigten tatsächlich Bar- oder Naturalunterhalt gewähren. Sollten Sie einem weiteren Unterhaltsberechtigten Unterhalt gewähren, z.B. Ihrer Exfrau, wären nur noch 169,29 € pfändbar. Das geht nicht ganz konkret aus Ihrer Schilderung hervor.

Allerdings kann der Gläubiger beantragen, dass die Pfändungsfreigrenze herabgesetzt wird, § 850 d BGB.

Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass das Weglassen oder Hinzufügen wichtiger Tatsachen die rechtliche Bewertung anders ausfallen kann.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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