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Kunde käuft Ware, meldet sich nicht mehr


| 06.12.2006 09:59 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider habe ich noch ein Anliegen, das aber nicht ganz so dringend ist. Es handelt sich hier um folgendes Problem:
Wir verkaufen als Handel auf Händlerseiten und -plattformen Ware an andere Händler...
Leider häufen sich die Fälle, wo "Kunden" nachdem sie die Ware bestellt haben (Bestellung erfolgt aufgrund unserer Anzeige, danach erhalten Sie Kunden eine bestätigung...) sich nicht melden, oder vom kauf zurücktreten, ich nenne es mal eher, wo sich so manch ein Spaßkäufer ein Späßchen erlaubt...
Haben die Händler ein Widerspruchsrecht? kann ich Schadenersatz geltend machen oder auf Einhaltung des Bertrages bestehen?
Einen fall möchte ich kurz schildern:
Ein Kunde hat bei uns einen großen Posten Jeanshosen bestellt, hat dem kauf auch zugestimmt, als sie dann meine rechnung bekam, war Sie entsetzt über die Mwst...Sie wollte die Ware exportieren ,etc...
ich habe Ihr dann geschrieben, das Sie mir die Steuernummer und den Sitz des gewerbes mitteilen soll, na ja, daraufhin habe ich nie wieder eine Antwort bekommen...Da bin ich doch sehr sauer und da es um einen relativ großen Betrag geht, möchte ich zumindest Schadenersatz geltend machen!
Meine Frage:
was muß erfülltsein, damit ich Schadenersatz geltend machen kann? Wie hoch würde der ausfallen können? Kann ich auch ein Inakssounternehmen beauftragen? (es ist ja ein kaufvertrag zustande gekommen, ich will mit der Lieferung ka meine Leistung erbringen...)
Vielen Dank schon jetzt!
06.12.2006 | 11:10

Antwort

von


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Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Sie müssen unterscheiden zwischen Verträgen mit Verbrauchern (B2C) und Verträgen mit Unternehmern (B2B). Bei B2C Verträgen, die ausschließlich mit Telekommunikationsmitteln (per E-Mail, über das Internet, Telefon etc) abgeschlossen wurden, haben die Kunden das Recht, den Vertrag zu widerrufen, wobei die Frist je nach Art des Vertrages zu berechnen ist. Dieses Recht können Sie nicht absprechen. Sie haben in diesen Fällen auch kein Recht auf Schadensersatz.
2. Bei Verträgen mit Unternehmern besteht kein Widerrufsrecht. Die Unternehmer müssen die Ware unmittelbar nach Erhalt überprüfen und können nur die gesetzlichen Gewährleistungsrechte geltend machen. Wenn ein solcher Kunde einen Vertrag abschließt und kein Rücktrittsrecht vorliegt – z.B. wegen Mängeln – ist er an den Vertrag gebunden und Sie können die Abnahme und Zahlung verlangen. Sollte der Gegner das nicht erfüllen, können Sie die Zahlung einklagen unter Anbietung der Übergabe der Kaufsache.
3. Sie können die Kosten für die weitere Lagerung der Ware als Schadensersatz geltend machen. Sie können entgangenen Gewinn geltend machen, also z.B. wenn Sie aufgrund der Lagerung keine neue Ware einlagern konnten und nun bei Bestellung die Ware teurer geworden ist. Sie können nach erfolgloser Aufforderung zur Zahlung und Anbietung der Ware die Mahngebühren einfordern. Auch Rechtsanwaltskosten können eingefordert werden, wenn ein Anwalt für die Geltendmachung der Ansprüche notwendig war und die Sache juristisch nicht einfach gelagert war.

Die Höhe kann ich an dieser Stelle nicht beziffern, das muss für den Einzelfall geprüft werden.



Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2006 | 11:23

Sehr geehrte Frau Heussen,
vielen Dank für Ihre Antwort...
In meinem geschilderten Fall verlief die Kontaktaufnahme über eine Seite im Internet für Händler...Da die Kundin mir ja geschrieben hat, das Sie die Ware exportieren möchten, kann ich doch von einer Händlerinh ausgehen, zumal 300 Jeans bestellt worden sind. Ansonsten könnte doch jeder Händler erst einmal privat kaufen, weil er dann mehr rechte hat, oder sehe ich das falsch?
Vielen Dank schon jetzt!
MfG
Oliver Jünemann

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2006 | 11:35

Ich halte Ihre Annahme für berechtigt.
Um jedoch schon bei Abschluss des Kaufs sicherzugehen, sollten Sie zwei getrennte Bereiche für VErbraucher und Unternehmer schaffen. Aufgrund der Anmeldung im jeweiligen Bereicht liegt dann zumindest schon ein Anscheinsbeweis für die Händlertätigkeit vor.

Bei 300 Jeans ist von Handel auszugehen, es sei denn, die Kundin beweist das Gegenteil.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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